ProSieben MAXX hat vielfach unter Beweis gestellt, wie beliebt das Ecchi-Genre ist. KSM zieht nach und bringt «Valkyrie Drive: Mermaid» auf DVD und Blu-ray…

«Valkyrie Drive: Mermaid» basiert auf 2 Videospielen des Entwicklers Marvelous und wurde zudem auch als 12-teilige Anime-Serie umgesetzt. Verantwortlich dafür ist das Studio Arms (u.a. «Elfen Lied») unter der Regie von Hiraku Kaneko ( u.a. «Queen’s Blade»). Das Drehbuch stammt dabei von Yōsuke Kuroda (u.a. «Btooom!», «Highschool of the Dead»).

  • Publisher: KSM Anime
  • Erscheinungstermin: 22.02.2018
  • FSK: Ab 16 Jahren freigegeben
  • Spieldauer: 100 Minuten (4 Episoden)
  • Genre: Fighting-Shōnen, Ecchi
  • Sprachen: Deutsch, Japanisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildformat: 16:9
  • Anzahl Discs: 1
  • Verpackung: Digipack mit O-Card
  • Extras: Booklet, Mini-OVAs
  • Studio: Arms Corporation
  • Produktionsjahre: 2015
  • Regisseur: Hiraku Kaneko
  • Drehbuch: Yōsuke Kuroda

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Trailer

Inhaltsangabe

Als die süße und unschuldige Mamori eines Tages aus der Schule entführt wird, findet sie sich auf einer abgelegenen Insel wieder. Dort begegnet sie der mysteriösen Mirei, die sie aus einer brenzligen Situation befreit. Schnell finden die beiden einen Weg, sich gegen die anderen Inselbewohner zur Wehr zu setzen. Denn nur durch Mireis leidenschaftliche Küsse und sinnlichen Berührungen kann sie sich in eine starke Waffe verwandeln und den Kampf gegen die anderen aufnehmen. Ihre intime Verbindung ist dabei die einzige Chance auf der Insel zu überleben, denn je zügelloser die beiden werden, desto stärker wird Mamori.

Ein Haufen sexy Mädels alleine auf einer einsamen Insel, die gegeneinander kämpfen und miteinander leben und vor allem lieben. Entfessle deine Leidenschaft und werde zur Waffe!

Beurteilung

Story (doppelt gewichtet)
7/10
Animationen 7/10
Musik 9/10
Deutsche Lokalisierung 7/10
Verpackung & Extras 9/10

Gesamtwertung

7,7/10

«Valkyrie Drive: Mermaid» ist ein klassischer Ecchi-Anime, wie man ihn kennt. Er kann vielleicht nicht durch eine grandiose und durchdachte Story glänzen, dafür umso mehr durch nackte Haut. Die fast ausnahmslos weiblichen Protagonisten reagieren besonders empfindlich auf Erregung und wurden daher alle zusammen auf eine verlassene Insel verbannt. Dort steht eine große Akademie, welche fast alle Mädels beheimatet. Lediglich wenige Rebellen sind darunter, wie auch die beiden Hauptcharaktere Tokonome und Shikishima.

Unterschieden wird dabei in 2 Arten: Die Extar verwandeln sich bei sexueller Erregung in eine Waffe, welche von den sogenannten Liberator geführt werden. Daher kommt es nicht selten zu Kämpfen, hauptsächlich zwischen Entsannten der Akademie und unseren beiden Hauptpersonen.

Über die Protagonisten und der ganzen Hintergrundgeschichte (Grund der Verbannung, etc.) hat man bislang relativ wenig in Erfahrung bringen können und die Handlung an sich ist dabei bestenfalls mittelmäßig. Doch gerade die Ecchi-Sequenzen bilden dabei die Ausnahme und können sehr gut in Szene gesetzt werden.

Wie bei fast allen Ecchi-Serien gibt es auch hier Comedy-Elemente, welche die Stimmung etwas aufheitern. Gerade der Running-Gag um den Namen von Tokonome hat bei mir immer wieder für den ein oder anderen Schmunzler gesorgt.

Die Animationen sind auch eher durchschnittlich und nicht wirklich ein Aushängeschild für das Anime-Genre. Zwar sind die Charakterdesigns sehr unterschiedlich und vor allem auffällig farbenfroh, doch sind Schattierungen eher selten vorhanden. Auch die Bewegungen im Bild beschränken sich fast immer auf den Vordergrund, während der Hintergrund eher starr bleibt.

Die Musik finde ich hingegen sehr stark und und sowohl Opening als auch Ending bleiben einem aus unterschiedlichen Gründen im Ohr. Das Opening vor allem durch dieses laute ‘Overdrive’ und das eher ruhigere Ending aufgrund des niedlichen Stils. Die musikalische Untermalung während der Episode ist zwar situativ passend, aber meiner Ansicht nach etwas sparsam eingesetzt.

Die Synchronisation, welche von der GlobaLoc GmbH in Berlin angefertigt wurde, ist durchschnittlich, aber auch nicht sonderlich überragend. Die Stimme von Tokonome ist zwar kindlich, aber mir persönlich doch etwas schrill in manchen Situationen. Bei der Untertitelung haben sich Fehler eingeschlichen (siehe bild unterhalb) und auch die Leserlichkeit ist meiner Erachtens nicht besonders gut. Eine dickere bzw. fettgedruckte Schriftweise, welche auch von den meisten Publishern bevorzugt wird, spring deutlich besser ins Auge.

Die O-Card besitzt ein ansprechendes Front- und Backcover und das Digipack ist zumindest solide gestaltet. Im Inneren befindet sich ein kleines aber feines Booklet mit Charakterbeschreibungen sowie die Disc. Diese enthält 2 schöne Mini-OVAs, welche leider nur auf deutsch untertitelt wurden.

«Valkyrie Drive: Mermaid» ist zwar kein Meisterwerk der Animekunst, aber für Ecchi-Fans definitv einen Blick wert. In kaum einem Anime wurde so viel Fanservice zum Einsatz gebracht, wie hier. Allerdings stören die oft übertrieben großen Oberweiten die Ästhetik erheblich.

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Wir bedanken uns bei KSM Anime für die Bereitstellung des Review-Exemplares.