Am Dienstag präsentierte KAZÉ erstmals den Film «A Silent Voice» mit deutscher Synchronfassung. Ob sich der Film lohnt erfahrt ihr hier …

Zum vorletzten Mal in diesem Jahr veranstaltete KAZÉ wieder seine Anime Nights im Kino und zeigte erstmals den Movie «A Silent Voice» mit deutscher Vertonung. Wir hatten die Möglichkeit den Film uns anzuschauen und geben euch unsere Meinungen kund.

Koro-sensei:
Ich bin relativ überrascht, wie gut mir der Film «A Silent Voice» gefallen hat, da der deutsche Trailer nicht sehr überzeugend war. Der Film erzählt eine tolle Geschichte zwischen der gehörlosen Shoko und dem ehemaligen Mobber Shoya, der sich mittlerweile geändert hat. Der Film behandelt wichtige und aktuelle Themen wie Mobbing glaubwürdig und ernst. Auch die Art der verschiedenen Charaktere gefällt mir sehr. Des Weiteren erfährt der Zuschauer, wie sich die Charaktere entwickelt haben. «A Silent Voice» ist für mich einer der besten Anime-Filme, die ich bisher gesehen habe. Der Film wurde vom Animationsstudio Kyoto Animation produziert und sieht wirklich schön aus. Auch die deutsche Synchronisation hat mir sehr gut gefallen. Besonders Jill Schulz als Shoko hat die Hauptrolle glaubwürdig und überzeugend “gesprochen”. Es wurden glücklicherweise Sprecher verpflichtet, die man nicht schon in vielen Anime-Serien hört.

Emtes:
«A Silent Voice» ist ein Anime-Film, der eine unglaubliche Atmosphäre und Message bietet. Man schaut den ganzen Film lang gespannt zu wie sich die Geschichte weiterentwickelt und fiebert für eine gute Wendung hin. Die Geschichte geht wirklich ans Herz und man denkt intensiv an diesen Film, auch noch nachdem man ihn zu Ende geschaut hat. Die Animationen sind natürlich überragend aufgrund von Kyoto Animation, die dafür bekannt sind unglaublich schöne Bilder voll mit Sonnenschein und Fröhlichkeit zu erschaffen, wie bei «Free!» oder «K-On!». Was mich wirklich fasziniert hat sind die stillen Momente im Film, die vor allem in Szenen mit Shoko vorkommen, wo einfach gar nichts gesagt wird, man die Geräusche der Umwelt hört und der Anime in diesen Momenten einfach für sich spricht. Ich empfehle jedem diesen Film eine Chance zu geben vor allem wenn man sich für diese Art von Genres interessiert. Man könnte die Geschichte des Films am ehesten mit der Geschichte von «Anohana» vergleichen, wobei «Anohana» meiner Meinung nach nicht an diesen Film ran kommt. Dass in diesen Jahren noch Anime-Filme entstehen können, die so gut sind hätte ich nicht gedacht und ich bin froh diesen Film angesehen haben zu dürfen!

Phônix:
Weil mich der Trailer nicht so sehr angesprochen hat, bin ich mit eher niedrigen Erwartungen an den Film herangegangen. Allerdings hat sich «A Silent Voice» letztendlich als echtes Highlight herausgestellt. Neben einer sehr schönen Atmosphäre, gelungenen Animationen und einer sehr authentischen Synchronisation möchte ich aber vor allem die Charakterentwicklung hervorheben. Gerade der Protagonist Shoya hat eine 360°-Wende vollzogen und immer mehr die Sympathie der Zuschauer gewonnen. Der Film geht einem auch nach dem Ende nicht so schnell aus dem Kopf und regt zum Nachdenken an, da viele ernstere soziale Themen behandelt werden. Das fängt an beim Mobbing in der Schule, geht über den Umgang mit gehandycapten Personen bis hin zum Suizid. Gerade weil auch vor solchen Themen kein Halt gemacht wird, liebe ich das Anime-Genre und zähle auch «A Silent Voice» mit zu meinen absoluten Favoriten!

Persönliche Wertung: 10/10 – ein MUSS für jeden Anime-Fan!

Karvulf:
«A Silent Voice» zeichnet sich durch seine bedrückende Stimmung aus. Themen wie Mobbing, Ausgrenzung, Behinderung und Suizid stellen das ganze sehr realistisch dar. Mir persönlich hat der Film sehr gefallen, denn es wurde gezeigt, wie schnell die Handlungen anderer die Person selbst beeinflussen kann. Das Zusammenspiel der Charaktere fand ich besonders gelungen. Durch eine passende und sehr schöne Musik wurde man den ganzen Film über gefesselt und man verfolgte mit Spannung das Geschehen. Die Animationen wurden gut umgesetzt und unterstrichen die bedrückende Stimmung im Film. Auch die Synchronisation war hervorragend und passte zu jedem Charakter. Insgesamt kann ich den Film nur weiterempfehlen, besonders denen, die auf das Genre Slice of Life stehen. Meine Wertung für den Film ist eine 8,5 von 10 Punkten.

Gizeh:
Eins Vorweg: Ich wusste nicht wirklich was mich bei «A Silent Voice» erwartet, sodass ich, bis auf die aufgegriffenen Themen im Film, nichts darüber wusste. Die wirklich schöne und traurige Geschichte rund um ein gehandycaptes Mädchen und ihrem “Mobber” zeigt unter anderem wie ernst das Thema Mobbing ist und wie sehr sich Menschen ändern können. Bei «A Silent Voice» wird die Thematik des Mobbings und der Ausgrenzung schon von Anfang an behandelt und gut in Szene gesetzt, sodass mich der Film direkt in seinen Bann ziehen konnte. Es war spannend die Interaktion zwischen den Charakteren zu verfolgen und deren Entwicklungen im Laufe des Films zu betrachten. Die sehr bedrückende Atmosphäre wurde von der wundervoll komponierten Musik grandios untermalt. Die deutsche Synchronisation war auch überraschenderweise Gut und hat dem Film nichts von der Authentizität genommen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Anime so sehr berühren könnte, dass es mir schon auf die Tränendrüse drückt. «A Silent Voice» hat dies geschafft und regte sogar nach dem Film zum Nachdenken an. Eins steht fest: «A Silent Voice» zählt für mich als eines der besten Anime-Filme, die ich jemals sah!

 

TemplateR:
Ein wunderschöner Film mit einem Thema, welches man öfters hört und sogar erlebt. Die Charaktere wurden mit der Zeit mir sympatisch und ich hatte sogar teilweise mitgefiebert. Sowohl die Musik als auch die deutsche Synchronisation passen wunderbar. Was mich etwas am perfekten Film gestört hat war die Einführung von Shōko. Da fragte ich mich ehrlich, warum Sie in einer normalen Schule anstatt in die Sonder- bzw. Integrationsschule gegangen ist. Wie dem auch sei, ich hatte an dem Film trotzdem Spaß gehabt. Und musste meine Tränen unterdrücken. Insgesamt gebe ich dem Film 4 von 5 Punkten.

Kanie:
«A Silent Voice» ist ein Film, der in der Anime-Community aktuell neben Größen wie «Your Name.» extrem gefeiert wird und das zurecht. Mit sozialen Referenzen wie Handicaps, Mobbing und Suizid führt der Film wunderbar vor Augen wie wichtig ein Zusammenleben mit anderen Menschen heutzutage ist. Mehr als einmal fesselt der Film und schafft es den Zuschauer emotional zu packen wo sicherlich auch die ein oder andere Träne vergossen werden darf. Insgesamt hätte der Film aber etwas runder sein können. Gerade dem Zeitsprung beim Hauptprotagonisten Shoya hätte man Zeit einräumen können. Auf der anderen Seite fokussiert sich der Film damit auch auf den Kern der Geschichte. Mit 130 Minuten Lauflänge ist der Film für einen Anime-Film relativ lang aber nur sehr selten wird einem während des Films die Länge wirklich bewusst. Die Synchronisation ist wahrlich gelungen. Die Stimmen schaffen es die richtigen Emotionen für so einen Film richtig rüberzubringen das es auch den Zuschauer berührt. «A Silent Voice» ist vielleicht kein perfekter Film aber einer der emotionalsten und sozialkritischsten Anime-Filme der letzten Zeit. Schöne Bilder, schöne Geschichte, schöne Charaktere, schöne Musik.

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Deutscher Trailer zu «A Silent Voice»:

Alle Meinungen der Redaktion sind unabhängig und rein subjektiv!