Am 30. Oktober zeigte KAZÉ den Film «Night is Short, Walk on Girl» in einigen ausgewählten Kinos in Deutschland und Österreich. Zugleich war dies auch das Finale der KAZÉ Anime Nights 2018. Konnte man zum Schluss noch einmal mit einem richtigen Highlight auftrumpfen?

Inhalt

Ein namenloser Oberschüler hat sich Hals über Kopf in eine junge Frau mit schwarzen Haaren verliebt und hat den perfekten Plan, um ihr seine Liebe zu gestehen: Er will ihr irgendwo „zufällig“ über den Weg laufen und dann mit der Tür ins Haus fallen. Als sie sich auf einer Hochzeit begegnen, scheint der Zeitpunkt gekommen, doch bevor er zur Tat schreiten kann, ist sie schon wieder gegangen. So folgt er ihr durch das nächtliche Kyoto, wobei die beiden von einer skurrilen Situation in die nächste kommen und zahlreiche merkwürdige Gestalten treffen. In dieser mysteriösen Nacht, die ein ganzes Jahr zu dauern scheint, versucht er trotzdem unaufhörlich, diesen Plan umzusetzen.

Unsere Meinung (Redakteur: Phônix)

Meiner Meinung nach war dieser Film definitiv kein Highlight, sondern sogar der neue Tiefpunkt. Ich sehe es als zusammenhangslose Aneinanderreihung total sinnloser Geschichten, welche total überspitzt dargestellt wurden.

Anfangs ging es um die sehr trinkfeste Frau, welche alle unter den Tisch getrunken hat. Dann plötzlich wendete sich die Story um 360° und man suchte plötzlich nach einem Buch. Daraufhin kamen noch die Themen Liebe und Krankheit zum tragen und der einzige rote Faden, der sich dabei erkennen lässt, ist die Liebesgeschichte zwischen dem namenlosen Oberschüler und der Protagonistin.

Aufgrund dieser Zusammenhangslosigkeit konnte der Film keine Spannung aufbauen und auch weitere Elemente wie Action und Komik fehlen gänzlich.

Dazu kommt noch ein sehr gewöhnungsbedürftiger und skizzenartiger Zeichenstil (siehe Trailer), welcher so gut wie keine typischen Anime-Elemente besitzt.

Positiv ist die sehr gelungene Synchronisation, welche mir an keiner Stelle unangenehm aufgefallen ist.

Sicherlich wird es für diese Art Film auch eine Zuschauerschaft geben, doch mich konnte man damit nicht erreichen. Man muss sich darauf einlassen können, dass der Film als abstraktes und gedankenloses Werk fernab jeglicher Logik konzipiert und umgesetzt wurde.

Persönliche Wertung: 1/10

 

Wir bedanken uns bei KAZÉ für die Gästelistenplätze.