Wir haben uns den neuen Film «Mutafukaz» aus dem Hause Peppermint Anime angeschaut und teilen hier unsere Meinung mit euch…

Heute läuft der Film «Mutafukaz» erstmals mit deutscher Synchronisation deutschlandweit in ausgewählten Kinos. Wir durften uns den Film im Vorfeld anschauen – lohnt sich der Besuch im Kino überhaupt?

Kanie

Dieser Film wird die Gemüter spalten. «Mutafukaz» ist nämlich nicht nur wahnsinnig skurill, sondern auch nicht für jedermann gemacht. Der Zeichenstil gibt dem Film eine interessante Note, die den Zuschauer erstmal aufmerksam stimmt, und dann sind da natürlich noch die irren Charaktere. Angelino, ein Geschöpf, welches über seinem Shirt irgendwie an eine Bombe mit Augen und Mund erinnert, lebt in einer Stadt, in der Gewalt vorherrscht. Ein Ort, wo er unbedingt weg will. Doch wären da nicht die mysteriösen Soldaten, die ihn verfolgen …

«Mutafukaz» bietet gerade in dramatischen Situationen ein starkes Gesamtbild mit bedrückender Musik und teils gut umgesetzten Bildern. Auf der anderen Seite zieht sich der Film mit seiner zwanghaften Comedy immer selbst herunter, wo man dann die Atmosphäre wieder von neu aufbauen muss. Das nimmt dem Film nicht nur seine Besonderheiten, es lässt «Mutafukaz» auch langatmig erscheinen. Wer sich davon nicht abbringen lässt, kann mit «Mutafukaz» seinen Spaß haben.

Kurzum ist «Mutafukaz» skurill, interessant und stellenweise sehr atmosphärisch. Es wird Leute geben, die den Film mögen werden – es wird aber auch Leute geben, die den Film überhaupt nicht mögen werden. Ein innovatives Meisterwerk darf man aber in keinem Fall erwarten.

Wertung: 5 / 10

 

Karvulf

Die französisch-japanische Co-Production «Mutafukaz»zeichnet sich durch ihren einzigartigen Stil aus. Dabei handelt es sich nicht um einen typischen Anime-Film, sondern um einen Versuch, etwas Neues auszuprobieren.

Der untypische Zeichenstil ist bestimmt nicht jedermanns Sache, allerdings unterstreicht dieser die Atmosphere und Situation der Charaktere.

Der Protagonist Angelino lebt in einer Großstadt in einem Vorort bekannt als Dark Meat City. Er schlägt sich mit seinem bestem Kumpel Vinz mit Nebenjobs durch. Allerdings wird ihr Leben auf den Kopf gestellt, als Männer in schwarzen Anzügen die beiden verfolgen. Nachdem es zu einer Schießerei in ihrer Wohnung kommt, müssen sie fliehen. Doch wer sind diese Männer und was wollen sie von Angelino und Vinz?

Ich finde die Idee, das Leben im Vorort zu beleuchten, gut, da in Frankreich die “Banlieus” ein großes Thema sind. Doch leider hat sich die Handlung am Anfang sehr hingezogen und man wusste nicht so recht, was da passiert. Erst zur Mitte des Films wurde die Handlung verständlicher und geordneter. In «Mutafukaz» lagen vor allem die Action-Szenen im Fokus, was sich auch stark herauskristalisiert hat. Leider ging dadurch die Handlung immer wieder unter und man wechselte von einem Ort zum nächsten. Trotz der Schwächen wurde die Geschichte zum Ende nochmal richtig spannend und gefiel mir sehr gut.

Der Film ist zwar nicht jedermanns Sache, doch für jeden, der auf kreative Ideen und Umsetzungen steht, ein Muss. Man merkt, dass es keine typsiche Anime-Produktion ist, sondern mit Elementen eines Comics vermischt wird. Doch gerade dieser Stil zeichnet den Film aus und kann dem Zuschauer die Geschichte bildlich besser vermitteln.

Wertung: 6/10

 

Phônix

«Mutafukaz» ist auf dem ersten Blick eher gewöhnungsbedürftig, fällt aber doch insgesamt gar nicht mal zu sehr aus dem Muster heraus.

Auch wenn der Zeichenstil sehr seltsam ist und mir persönlich auch nicht sonderlich gefallen hat, verstecken sich unter dieser grauen Schatulle doch sehr spannende und einzigartige Charaktere. Sie werden hier sehr überdreht dargestellt, kommen aber dadurch in der begrenzten Länge auch schon ziemlich gut zur Geltung.

Bezüglich der Handlung gibt es hier eine böse Organisation, welche es auf Angelino abgesehen hat. Dieser versucht man im Film bestmöglich zu entkommen, doch kommt es hier zwingend zum Aufeinandertreffen. Das ist ein sehr klassisches Muster für Filme, welches hier aber in einem ungewohnten Slum-Setting einherkommt. Dennoch ist die Umsetzung sehr authentisch und zeigt mehr Details, als viele klassische Produktionen, die ausschließlich auf einen möglichst großen Gewinn setzen. Dabei muss ich allerdings kritisieren, dass mir der Handlungsverlauf etwas ungeordnet und chaotisch erscheint.

Auch wenn mir der Film insgesamt gut gefallen hat, zeigen sich kleine Schwachstellen in der Geschichte und stilistisch ist er doch sehr speziell. Dennoch sollte man sich trotz dessen auf den Film einlassen und eine unvoreingenommene Meinung dazu bilden.

Für einen gemütlichen Kinoabend ist der Streifen definitiv geeignet und wird sicherlich auch seine Fangemeinde finden.

Wertung: 6,5/10

 

Wir bedanken uns bei peppermint anime für die Bereitstellung des Films.