Am Dienstag brachte KAZÉ den neuen Anime-Film von Mamoru Hosoda in die deutschen Kinos. Unsere Meinung dazu findet ihr hier!

Im Rahmen der monatlich stattfindenden «Anime-Nights» zeigte der Publisher KAZÉ am vergangenen Dienstag den Film «Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft» in den deutschen Kinos. Die Redaktion von MAnime.de durfte sich den Film im Kino ansehen und tut nun hier seine Meinung gut.

Anokata

Mamoru Hosoda ist kein unbekannter mehr und so durfte man gespannt sein wie sein neuestes Werk wohl sein würde. Zugegeben Your Name hat mich schon nicht so überzeugt, wie der Hype um diesen Film versprach, dafür fand ich Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft besser. Zwar kommen einem die Charaktere sofort bekannt vor durch den nahezu identischen Zeichenstil, aber die Handlung ist eine völlig andere. Der kleine Kun den wir auf seiner Reise begleiten muss damit klarkommen, als seine Schwester geboren wird nicht mehr alleine die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Eltern zu bekommen und versuchen damit umzugehen. Dies fällt ihm alles andere als Leicht und daher erscheint ihm erst sein Hund in Menschengestalt und später seine Schwester aus der Zukunft. Die Abenteuer die er dabei durchlebt sind unterschiedlich gut, dabei finde ich das sich die Sequenz mit dem kürzlich verstorbenen Ur-Opa noch am positivsten hervorhebt.

Animationen wussten mir zugefallen, Musik ebenso.

Im Endeffekt kein grandioses Meisterwerk und auch nicht so gut wie “Das Mädchen was durch die Zeit sprang” aber dennoch lohnenswert anzuschauen. Über die deutsche Synchronisation kann ich mich nicht beklagen, fand ich in Ordnung.

Wertung: 7/10

 

Kanie

Was erwartet man von einem Film von Mamoru Hosoda? Aufgrund von eindrucksvollen Werken wie «Ame & Yuki» oder «Summer Wars» durchaus einen sehenswerten Film, der den Zuschauer in irgendeiner Form emotional mitnimmt. Im Falle von «Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft» war das jedoch irgendwie nicht der Fall. Der Film schafft es nicht, eine Bindung zu den Charakteren herzustellen, was der zu extremen Screentime geschuldet ist unter anderem – und auch weil die Charaktere kompletter Standard waren.

Auch die Reisen, die der Hauptcharakter Kun durchlebt, wirken irgendwann nicht mehr besonders, weil sie zu inflationär und zu ruiniert waren. Die letzte Reise war dann von der Präsentation her besser, letztendlich aber auch nichts anderes.

Was bleibt ist ein Film mit Standard-Charakteren, dem Versuch die Menschen zu verzaubern was aber kläglich scheitert und einem Film wo man sich schon beim Abspann sicher ist: Das eine Mal hat gereicht.

Wertung: 5 / 10 Punkte

 

Phônix

Story (5/10):

«Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft» ist ein insgesamt eher mäßiger Film. In den ersten 80% des Films begleitet man eine Familie mit 2 Kindern und den daraus entstehenden typischen Problemen. Unterbrochen wird diese Geschichte durch kürzere Sequenzen, in denen der kleine Kun seine Familienangehörigen etwas näher kennen lernt und sie in typischen Situationen ihres Lebens begleitet.

Auch wenn man viel über die einzelnen Charaktere erfährt, sind diese zum Großteil eher Stereotypen und nicht sonderlich interessant. Zudem ist der Erzählstil anfangs noch sehr monoton und langsam, wodurch keinerlei Spannung entsteht.

Erst zum Ende hin wendet sich das Setting um 360%, wodurch der Film für mich persönlich doch noch einen kleinen Höhepunkt offenbart. Es wird deutlich düsterer und die Beziehung von Kun zu seiner Schwester kommt hier erst richtig zur Geltung.

Wenn man eine sentimentale Familiengeschichte sucht, ist «Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft» zwar akzeptabel, aber verglichen mit den anderen Filmen vom Regisseur Mamoru Hosoda eher schwach. Eine deutlich bessere Alternative stellt hier «Ame & Yuki – Die Wolfskinder» dar.

 

Zeichenstil & Animationen (7/10):

Der Zeichenstil ist gewöhnungsbedürftig, wirkt dabei zum Großteil aber wirklich handgemacht, was seinen eigenen Charme hat.

 

Musik (6/10):

Auch wenn der Titelsong gut ist, kann sich die begleitende Musik nicht wirklich hervorheben.

 

Deutsche Umsetzung (7/10):

Die Synchronisation ist solide, aber auch nicht hervorragend. Man hat schon deutlich herausgehört, dass die Kinder hier von erfahrenen Synchronsprecherinnen vertont wurden und nicht von Gleichaltrigen. Dadurch wirkt es leider nicht übermäßig authentisch.

 

Gesamtwertung: 6/10

 

Karvulf

Regisseur Mamoru Hosoda hat sich schon einen Namen durch Titel wie «Das Mädchen, das durch die  Zeit sprang», «Summer Wars» oder «Ame & Yuki – Die Wolfskinder» gemacht. Sein neuester Film «Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft» gehört in meinen Augen leider nicht zu seinen besten Werken.

Die Filmgeschichte dreht sich hauptsächlich um die Familie des kleinen Jungen Kun. Er wohnt in einem Haus und erlebt sonderbare Abenteuer, seit er eine kleine Schwester hat. Sobald er in den Garten geht, baut sich eine neue Welt auf, die die Geschichten seiner Familienmitglieder erzählt. Gleichzeitig werden ihm seine Probleme deutlich gemacht.

Auch wenn ich den Ansatz sehr interessant finde, war die Handlung teilweise sehr langweilig. Mir hat der rote Faden gefehlt, in der die Geschichten der Familienmitglieder zusammengeführt werden. Stattdessen wurde eine nach der anderen erzählt, ohne einen direkten Zusammenhang aufzubauen. Gegen Ende des Films wurde es zwar spannender, doch das konnte mich nicht mehr ganz überzeugen. In meinen Augen ist der Film schön gemacht, doch leider viel zu gewöhnlich. Die Musik hingegen hat mir sehr gefallen und wurde passend eingesetzt. Die deutsche Synchronisation hat mich ebenfalls sehr überzeugt.

Meine Bewertung: 5,5/10

 

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Darum geht es:

«Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft» erzählt von Kun, einem 4-jährigen Jungen, dessen Leben von der Geburt seiner kleinen Schwester Mirai durcheinandergewirbelt wird. Da Mirai nun die gesamte Aufmerksamkeit der Eltern bekommt, wächst in Kun die Eifersucht und er zieht sich immer mehr zurück.

Im Garten seines Elternhauses, wo er gerne Unterschlupf sucht, wächst ein magischer Familienbaum. Kun wird plötzlich in eine fantastische Welt katapultiert, in der Vergangenheit und Gegenwart zusammenlaufen. Er begegnet seiner Familie in unterschiedlichen Lebensabschnitten und trifft dabei u. a. seine Mutter als kleines Mädchen, seinen Urgroßvater als tatkräftigen junger Mann und seine kleine Schwester als Teenagerin.

Durch diese Abenteuer gelingt es Kun, die Geschichte seiner Familie zu entdecken und seine Rolle im Leben zu finden.

 

Wir bedanken uns bei KAZÉ für die Bereitstellung der Gästelistenplätze.