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Die Kinos öffnen so langsam wieder und die Leute kehren in ihren Alltag zurück. Aus diesem Grund lief auch die KAZÉ Anime Night wieder ganz normal in den Kinos. Wir waren live mit dabei, wie der 23. Film von «Detektiv Conan» über die Leinwände flimmerte…

Am 30. Juni lief «Detektiv Conan: Die stahlblaue Faust» erstmals mit deutscher Synchronisation in den Kinos. Aufgrund des vielerorts beschränkten Platzangebotes und weitere durch Corona bedingte Faktoren sind zusätzlich noch einige Vorstellungen im Juli geplant. Unter anderem soll der Film auch in der Schweiz gezeigt werden (wir berichten).

Wir waren bereits dabei und sagen euch, wie gut der Film wirklich ist und ob sich das Anschauen auch lohnt.

 

Meinung der MAnime-Redaktion:

 

Phônix

Der 23. Film gehört zu den besseren Teilen der Reihe. Der Streifen ist bildgewaltig und setzt neue Ideen um. Als Schauplatz wurde nun Singapur gewählt und die Animationsqualität ist wie bei seinen Vorgängern sehr stark. Das wird nicht zuletzt auch durch die Umsetzung realer Merkmale und Sehenswürdigkeiten unterstrichen. Der Mordfall an sich ist solide und wird hier auch zum Kerngegenstand des Films. Zwar hätte ich mir an einigen Stellen noch etwas mehr Tiefgründigkeit gewünscht und an das Niveau aus der Serie kann auch hier nicht angeknüpft werden, doch insgesamt bin ich sehr zufrieden. Auch Action-Sequenzen wurden schön in Szene gesetzt und stehen nicht mehr zu sehr im Zentrum des Films.

Sehr überzeugt hat mich außerdem die Einbindung von Kaito Kid. Dieser nimmt ebenfalls nur eine begleitende Rolle ein und wird nicht zu sehr in den Vordergrund gedrängt. Dadurch ist der Film ausgewogen und wirkt in sich schlüssig. Als Besonderheit wurde hier die Beziehung zwischen Sonoko und Makoto aufgegriffen, welche in ihrem Handeln sehr authentisch und natürlich gewirkt haben.

Mit dabei waren wieder die altbekannten Synchronsprecher, welche man über die Jahre hinweg liebgewonnen hat und einen entscheidenden Teil dazu beitragen, dass man sich als Fan jedes Jahr aufs neue auf den Movie freuen darf.

Der Soundtrack war gut, wobei man sich wieder zu sehr an den bekannten Musikstücken bedient hat.

An einigen Stellen blickt hin und wieder Routine durch, doch im Großen und Ganzen steht das Werk eigenständig und kann durch viele neue Ideen glänzen.

Wertung: 8/10

 

Chero

Der mittlerweile 23. Film des kleinen Detektiven spielt dieses Mal in Singapur – ein Ort, der noch nie im gesamten Conan-Universum gezeigt wurde. Selbstverständlich zeigt der Film auch viele Facetten aus Singapur. So sieht man nicht nur den Merlion, sondern natürlich auch Marina Bay Sands. Der Schauplatz hat mir sehr gut gefallen, da es eine Abwechslung zu den anderen Filmen ist. Die Idee, dass aus Conan Edogawa ein Arthur Hirai in Singapur gemacht wird, ist originell und irgendwie doch nicht. Bis auf die Brille, die Hautfarbe und die Kleidung sieht Arthur aus wie Conan und schließt sich Ran und Sonoko an, ohne dass die beiden die Existenz von Arthur groß hinterfragen. Daher wirkt diese Verkleidung ein wenig unnötig, passt aber zu einigen Szenen im Film, die darauf ausgelegt sind. Der Mordfall an sich ist auch interessant aufgebaut. Die größte Stärke des Films sind aber definitiv die Sonoko x Makoto Momente. Auch wenn diese Momente meistens nur darauf basieren, dass Sonoko so gut wie immer angegriffen wird und Makoto sie beschützen muss. Und auch das Finale lässt wortwörtlich Fäuste sprechen.

Die Handlung ist definitiv interessanter als bei den letzten Filmen. Das große Highlight ist aber die deutsche Synchronisation. Alle alten Sprecher sind wieder dabei und es macht Spaß zuzuhören. Außerdem sind auch Kampfszenen synchronisiert, was bei einigen Filmen, die nicht bei Oxygen Sound Studios aufgenommen wurden nicht der Fall war.

8/10

 

André

Beim «Detektiv Conan»-Film «Die stahlblaue Faust» handelt es sich bereits um den 23. Film aus der Reihe. Dabei findet das Geschehen in Singapur statt, wo Makoto an einem Turnier teilnehmen will. Aus diesem Grund sind auch Ran, Kogoro und Sonoko mitgekommen, um ihn anzufeuern. Als auf einmal Shinichi wieder auftaucht und Conan gleichzeitig jemand ganz anderes darstellt, war ich etwas verdutzt.

Denn ich finde es etwas lachhaft, dass Ran Conan nicht mehr erkannt hat, nur weil er keine Brille trägt und etwas bräuner war. Doch das war wichtig für den Film, damit Conan nicht an Ran und Kogoro gebunden ist und somit mehr mit Kaito Kid zusammenarbeiten kann. Auch wenn es Teile im Film gab, die in meinen Augen nicht so gut durchdacht waren, so glänzte der Film mehr als die letzten, die mich leider eher enttäuscht haben. Doch auch in diesem Film vermisse ich das Setting der alten Filme. Ein mysteriöser Fall, der gut durchdacht wurde und nicht so leicht darauf schließen lässt, wer Täter und Opfer sein könnte.

Ein weiterer Fokus lag auf der Beziehung zwischen Makoto und Sonoko. Diese hat sich auch im Laufe des Films mit ihren Höhen und Tiefen weiterentwickelt. Doch leider finde ich, dass Makoto im Endeffekt schwächer dargestellt wurde, als ich ihn eingeschätzt habe. Auch die Action-Szenen kamen nicht zu kurz und zeigten einen Makoto, der übermenschliche Kräfte besaß.

Insgesamt bin ich mit dem Film zufrieden, denn ich konnte dabei lachen, aber auch das Geschehen mit Spannung mitverfolgen. Trotzdem wünsche ich mir wieder mehr kreative Ideen im Film, doch das wird leider schwierig, wenn mittlerweile 23 Filme rausgebracht wurden. Dann ist natürlich auch nicht mehr so viel Luft nach oben.

Aus diesem Grund würde ich den Film mit 8 von 10 Punkten bewerten.

 

Tim

Im Vorfeld konnte ich noch nicht wirklich einschätzen, was mich im 23. Film erwarten würde. Die Aussicht darauf, Conan im Ausland agieren zu sehen, machte mich zugegebenermaßen neugierig. Würde dies einmal etwas frischen Wind in die «Detektiv Conan»-Filmreihe bringen?

In den ersten Minuten zeigt sich der Film vielversprechend – Conan befreit sich aus einem Koffer und muss verdutzt feststellen: „Ich bin in Singapur!“. Doch die folgenden Ereignisse zeigen sich leider weniger beeindruckend. So darf etwa Kids Erklärung, wie er Conan durch die Flughafenkontrolle schleusen konnte, zurecht stark angezweifelt werden. Besonders absurd wird es, als Conan in der Gestalt von «Arthur Hirai» auf Ran und die anderen trifft. Dass diese ihm seine Deckidentität ohne Weiteres abkaufen, wirkt beinahe schon lächerlich. Auch im weiteren Verlauf des Films gibt sich Conan keine Mühe, seinen Charakter sonderlich zu verstellen.

Was mir jedoch am 23. Movie gefallen hat, ist die Dynamik zwischen Sonoko und Makoto. Vor allem angesichts der Tatsache, dass der letzte deutsche Serienauftritt des Karate-Asses schon lange zurückliegt, war es schön, die beiden wieder zusammen zu sehen – auch wenn dies zugunsten der Filmdramatik nicht ganz konfliktlos verläuft.

Insgesamt bietet «Detektiv Conan – Die stahlblaue Faust» mit dem neuen Setting einen interessanten Handlungsschauplatz, verfällt aber schnell wieder in alte Muster und Logiklöcher. Leider wurde hier in meinen Augen zu viel Potenzial verschenkt.

Immerhin kann die deutsche Synchro – ganz wie erwartet – den Film deutlich aufwerten. Unter all den bekannten Stimmen hat es mich besonders gefreut, wieder Jan Kurbjuweit in der Rolle des Makoto zu hören.

 

Der Film erscheint auch bald auf DVD und Blu-ray

Ihr könnt euch den Film nicht im Kino anschauen oder wollt ihn noch ein weiteres mal sehen? Kein Problem, denn bereits am 21. September erscheint das neuste Werk aus dem «Detektiv Conan»-Universum auch auf DVD und Blu-ray.

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Schaut euch hier den deutschen Trailer an: