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Der Titel «The Seven Deadly Sins – Rückkehr der Gebote» läutet die zweite Staffel des beliebten Animes ein. Dabei treten 10 neue Feinde in Erscheinung, welche grausamer und stärker sind denn je…

 

STECKBRIEF

  • Publisher: Peppermint Anime
  • Erscheinungstermin: 23. März 2020
  • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben
  • Spieldauer: 150 Minuten (entspricht 6 Folgen)
  • Genre: Adventure
  • Sprachen: Deutsch, Japanisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildformat: 16:9
  • Anzahl Discs: 1
  • Verpackung: Digipack im Schuber
  • Extras: Trailer, Clean Opening & Ending
  • Grundlage: Manga
  • Regisseur: Tokoro Tomokazu (u.a. «Hellsing Ultimate»)
  • Studio: A-1 Pictures (u.a. «Sword Art Online», «Fairy Tail»)
  • Produktionsjahr: 2018
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Inhalt

Das Königreich Liones wurde von den Seven Deadly Sins gerettet! Jedes Mitglied der siegreichen Gruppe hat jetzt so seine eigenen Vorstellungen, wie es weitergehen soll. Ban hält es nicht einmal für nötig, zur Verleihung des Ordens zu Ehren der Retter zu erscheinen, sondern marschiert schnurstracks in den Wald des Königs der Feen, woraufhin sich King an seine Fersen heftet. Währenddessen legt sich Diane mit Gowther an, weil er für seine Erforschung von Emotionen versucht, Menschen zu manipulieren. Als dann auch noch die Hauptstadt von einem schweren Erdbeben erfasst wird, hat Meliodas gleich ein mieses Gefühl. Nicht zu Unrecht, denn es regt sich eine neue Gefahr, mit der es nicht mal der unbesiegbare Captain der Seven Deadly Sins alleine aufnehmen kann: Die Zehn Gebote sind wieder auferstanden!

 

BEWERTUNG

Story & inhaltliche Umsetzung (doppelt gewichtet) 8/10
Animationen & Zeichenstil 8/10
Musik 8/10
Deutsche Lokalisierung 5/10
Verpackung & Extras 7/10

Gesamt

7,3/10

Story & Inszenierung

Auch wenn die erste Staffel in sich abgeschlossen ist und der Antagonist bezwungen wurde, blieben viele Fragen offen. Genau hier knüpft die zweite Staffel an und möchte diese Hintergründe nach und nach offen legen. Leider bezieht sich das sehr stark auf die Seven Deadly Sins, denn von den anderen Nebencharakteren hat man bislang leider nur wenig in Erfahrung bringen können.

Die zweite Staffel wird damit eingeleitet, dass die neuen Antagonisten vorgestellt werden – die 10 Gebote. Im Laufe der ersten Hälfte konnte man bislang jedoch kaum etwas über diese in Erfahrung bringen, denn der Schwerpunkt wurde anders gesetzt. Die Seven Deadly Sins sind wieder auf eine neue Reise aufgebrochen, haben sich diesmal aber in Gruppen aufgeteilt. Dadurch konnte man im speziellen viel über Ban erfahren, der während der ersten Staffel doch noch recht oberflächlich thematisiert wurde. Hier werden die Hintergründe näher gebracht, die auch wirklich sehr authentisch sind und den zu Teilen doch sehr unsympathischen Ban in ein ganz neues Licht stellen. Sehr erfreulich war für mich außerdem, dass die gesamte Story hinter dem Wald der Feen noch einmal aufgegriffen wurde.

Die Lücken, die während der ersten Staffel offen geblieben sind, werden somit nun Stück für Stück gefüllt.

Bislang war der Verlauf der zweiten Staffel noch ruhig und verhalten. Klassische Kämpfe gab es nur wenig, aber zumindest in der klassischen «The Seven Deadly Sins»-Manier unglaublich spannend inszeniert. Die Kämpfe sind und bleiben die große Stärke des Animes und gerade für den weiteren Verlauf erhoffe ich mir deutlich mehr Action.

Doch ganz frei von Vorurteilen ist die Anime-Serie leider nicht. Es erscheint ein neuer, noch stärkerer Feind und um sich diesem entgegen zu stellen, muss das Powerlevel erhöht werden. Wie bei «One Piece» oder ganz klassisch «Dragon Ball Z» ist die Entwicklung der Hauptprotagonisten sehr überdimensioniert und möchte sich immer weiter übertreffen. Genau das ist es leider auch, was die Story ein wenig voraussehbar macht.

 

Schwache Synchronisation mit vielen Umbesetzungen

Dennoch überwiegen ganz klar die Vorteile, die der Anime mit sich bringt. Die Animationen aus dem Hause A1-Pictures sind wieder sehr gut gelungen und durch die Farbintensität und den Kontrast einprägsam. Der Soundtrack ist vielleicht kein neues Meisterwerk, aber stets passend gewählt und kann die aktuelle Stimmung sehr gut einfangen. Auch die äußere Aufmachung des Produktes ist stimmig. Die ersten beiden Volumes kommen in einem Digipack mit Schuber, bieten abwechslungsreiche Artworks – bleiben aber dennoch einem einheitlichen Stil treu. Etwas mehr Extras wären wünschenswert, wobei das bei dem fairen Preis von 35€ durchaus verkraftbar ist.

Der größte Kritikpunkt ist leider die Synchronisation, welche durch einen dänischen Synchron-Discounter erstellt wurde. Dies führt unweigerlich dazu, dass einige Sprecher – auch unter den Hauptprotagonisten – umbesetzt wurden. Der qualitative Unterschied zu Staffel 1 ist ganz klar hörbar, da die neuen Sprecher nicht an die Leistung der Vorgänger anknüpfen können. Insbesondere bei Elisabeth ist mir die neue Vertonung sehr negativ aufgefallen, da nicht nur die Stimmfarbe anders ist, sondern auch der schauspielerische Aspekt sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Einige der bekannten Sprecher sind dennoch mit von der Partie und können auch hier mit guten Leistungen überzeugen – allen voran auch bei Meliodas.

 

Fazit

Insgesamt bleibt sich die Serie treu und alle Fans der ersten Staffel werden auch hier nicht enttäuscht werden. Rasante Kämpfe, schöne Animationen, abwechslungsreiche Personen gepaart mit einer ordentlichen Portion Shounen sorgen hier für viel Spaß beim Anschauen.

Wir bedanken uns bei peppermint anime für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.