Bereits vor wenigen Wochen erschien das bereits zweite Volume von «Steins;Gate 0» auf Blu-ray und DVD. Wie schon Volume 1 haben wir uns auch das zweite Volume angeschaut und möchten euch hier über unser Fazit berichten. Viel Spaß!

  • Publisher: peppermint anime
  • Erscheinungstermin: 05. Dezember 2019
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Spieldauer: 150 Minuten
  • Sprachen: Deutsch, Japanisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildformat: 16:9
  • Auflösung: 1080p
  • Anzahl Discs: 1
  • Verpackung: Digipak im Schuber
  • Grundlage: Visual Novel
  • Regisseur:  Kenichi Kawamura
  • Studio: White Fox
  • Produktionsjahr: 2018

 

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Story & Inhalt (8/10)

Als hätte Okabe nicht schon genug mitgemacht, werden er und seine Freunde schon wieder zur Zielscheibe von unbekannten, aber äußerst gewaltbereiten Fraktionen. Sind Maho, Amadeus oder etwa die kleine Kagari darin verwickelt? Auf welcher Seite stehen Moeka und “Mister Braun” in dieser Weltlinie? Erneut setzt Okabe alles daran, seine Freunde zu beschützen, die immer noch nicht die ganze Wahrheit über ihn und seine Erlebnisse während der Zeitsprünge wissen. Als Okabes Reading Steiner sich plötzlich aktiviert, wird er erneut mit einem Trauma konfrontiert, von dem er dachte, dass er es längst hinter sich gelassen hätte…

Persönliche Einschätzung:

Was soll man sagen? Ich konnte nach dem großen Cliffhanger von Vol.1 das neue Volume gar nicht mehr abwarten!! Viele Geschehnisse des ersten Volumes lassen erahnen, wie die Geschichte fortgesetzt werden könnte. Denn in der letzten Szene des ersten Volumes passiert etwas, was allen «Steins;Gate»-Fans sehr bekannt vorkommt. Diese Stelle fand ich einerseits gut, aber auch teilweise schlecht gewählt von den Machern. Auf der einen Seite kam einen diese Stelle so bekannt vor, dass man schon mit Okabe mitgefühlt hat und seinem kommenden Leid entgegen schaut. Auf der anderen Seite muss man als Fan einfach sagen, dass es meiner Meinung nach nicht sehr klug ist, den gleichen Cliffhanger aus Staffel 1 zu benutzen. Aber das schadet der Serie meiner Meinung nach keineswegs. Ich finde den Cliffhanger sogar sehr gut eingesetzt und er ist auch wichtig für die kommende Handlung in Volume 2. Die Serie behält in Volume 2 auch ihren typischen Charme und den damit verbundenen Witz bei.

Der Okabe – über den ich mich in der Review zu Volume 1 negativ ausgelassen habe – verändert sich auch in Volume 2 nicht großartig. Ich habe in der vorherigen Review negativ bewertet, dass Okabe nicht mehr der Person gleicht, die wir aus Volume 1 kennen. Bei ihm fehle einfach der typisch übertriebene Humor. Nach dem zweiten Volume hat sich meine Meinung aber geändert. Ich sehe den Hauptcharakter jetzt von einer ganz anderen Seite:  Ich finde es einfach großartig, wie die Macher den Okabe in «Steins;Gate 0» verändert haben. Es ist zu vergleichen mit einem Kind, dass zu einem Erwachsenen wird. Ich habe mich dabei erwischt wie ich mich während dem Schauen in Okabe rein versetzt habe. Und ich bin ganz ehrlich, nach der zweiten Tragödie, die sich gerade ereignet, kann man es ihm nicht verübeln. Er muss auf seine Freunde aufpassen! Dass er das am Besten weiß, wird immer wieder deutlich. Vor allem da Okabe über das Reading Steiner verfügt, weiß er genau was ihm blühen kann und dass die Weltlinie Einfluss auf Ihn und seine Freunde hat. Die vergangenen Fälle nagen sehr an ihm. Das merkt man als Zuschauer vor allem daran, dass er sein für ihn typisches Lachen in der zweiten Staffel verloren hat. Super in Szene gesetzt ist hier, wie ein Wissenschaftler ganz von seinen Gefühlen eingenommen wird. Ich bleibe gespannt, denn so endete auch Volume 2 mit einem Cliffhanger, der es in sich hat.

Animationen & Zeichenstil (10/10)

Wie bereits bei den ersten Episoden übernahm natürlich auch hier Studio White Fox die Animationen. Hier wurde wieder sehr gute Arbeit geleistet, aber das ist von dem eben genannten Studio auch nicht anders zu erwarten. So kennt man die gute Arbeit bereits aus anderen Anime wie zum Beispiel «Re:Zero» und «Akame Ga Kill». Das Gesamtbild des Anime ist sehr gelungen und die Settings sind gut gewählt. Man bleibt dem Anime alt-bekannten Flair treu, aber verleiht mit passenden Szenarien ein neues Bild. Die Animation stellt mich bei «Steins;Gate 0» voll zufrieden.   Auch der Zeichenstil ist gut auf den Anime abgestimmt und bringt die ernsten sowie lustigen Seiten gut zum Vorschein. Das Gesamtbild ist sehr flüssig und es stehen dem Zuschauer keine visuellen Fehler im Weg. Es wurde alles so angepasst, dass man einen gesunden Mix gefunden hat. Auch hier ist dem Team hoch anzurechnen, dass man die Gefühle der jeweiligen Figuren gut in Szene setzt und dem Zuschauer nahe bringt.

Musik (9/10)

Bei der Musik kann ich mich nur meiner Meinung des ersten Volumes anschließen, denn das Opening und Ending wurden beibehalten und das gefällt mir sehr gut. Auch der Soundtrack wurde passend zu den verschiedenen Geschehnissen ausgewählt. So wurden Soundtracks gewählt, die einen Future-Flair haben. Die Tracks stimmen sich auf die jeweiligen Gefühle ein, die übermittelt werden sollen. Man bekommt als Zuschauer direkt das Gefühl mit der jeweiligen Person mitzufühlen und sie zu verstehen.

Auch bei diesem Volume  greifen die Verantwortlichen wieder zu spezifischen Songs. Mit “Fatima” von Kanako Itō spendiert man der Serie – genau wie dem Vorgänger – einen charakteristischen Opening. So startet der Opening – passend zum Thema des Anime – mit tickenden Zeigern, die den Anfang des Liedes einläuten. Danach folgt eine Elektro-Melodie gemischt mit Rock-Klängen, die durch ein Geigenspiel unterstützt werden. Diese Melodie zieht sich durch das ganze Opening. Mir persönlich gefällt das Zusammenspiel der Instrumente und der Stimme sehr gut. In Fans der Serie werden bestimmt nostalgische Gefühle geweckt. Für mich hat dieses Opening eine große Ähnlichkeit mit dem, der ersten Staffel. Aber auch die Verzierungen des Openings, durch die Zahnräder und die Sanduhr wurden auch hier wieder passend gewählt.
Beim Ending entschied man sich für einen Techno-Rock Song der Band «Zwei».  Hierbei ist vor allem auffällig, dass das Ending hauptsächlich Englisch mit ein paar japanischen Elementen ist. Das Ending lädt ein, um über die gerade gesehene Episode nachzudenken. Mich hat der Ending-Song so überzeugt, dass ich ihn nicht überspringen konnte.

Deutsche Synchronisation (10/10)

An der deutschen Synchronisation gibt es wieder Nichts auszusetzen, wie bereits beim ersten Volume und der ersten Staffel. Die Sprecher sind dieselben geblieben. Ich finde, dass hier großartige Arbeit geleistet wurde. Auch die Stimmen der neuen Charaktere konnten sich behaupten. Genau wie beim ersten Volume stammt auch diese Synchron-Arbeit von Dialogregisseur René Dawn-Claude in den Oxygen Sound Studios in Berlin. René Dawn-Claude ist für seine Regie-Arbeiten an Anime wie «Free!» und «Attack on Titan» bekannt. Die Arbeit von Marios Gavrilis möchte ich besonders hervorheben. Hier muss ich wohl aus meinem Fan-Girl-Herz sprechen, denn die Stimme von Rintaro Okabe passt förmlich wie Faust aufs Auge. Es wurde wirklich ein guter Sprecher gefunden, der dem Original sehr nahe kommt. Aber dies muss ich auch über alle andere Synchronsprecher sagen. Man hört ganz klar raus, dass die Sprecher mit großem Engagement dabei sind.

Übersicht über die deutschen Synchronsprecher: 

Rintaro Okabe Marios Gavrilis
Itaru Hashida Jesco Wirthgen
Maho Hiyajo Sarah Alles
Suzuha Amane Charlotte Uhlig
Mayuri Shiina Friedel Morgenstern
Kurisu Makise Manuela Eifrig
Kagari Shiina Julia Meynen
Alexis Leskinen Peter Flechtner
Faris NyanNyan Julia Fölster
Ruka Urushibara Peggy Pollow
Yugo Tennouji Peter Sura
Yuki Amane Charlotte Uhlig
Moeka Kiryu Birte Baumgardt
Katsumi Nakase Marie Hinze
Kaede Kurushima Nicole Hannak

Verpackung & Extras (5/10)

Wie bereits beim ersten Volume von «Steins;Gate 0», wurde auch das zweite Volume in einem Digipak mit Schuber veröffentlicht. Der Stil der Verpackung wurde beibehalten und man nutzte auch hier die üblichen Zahnräder zur Darstellung des Zeitreise-Abenteuers. Ich persönlich finde dieses Design passend. Man entschied sich auch für die üblichen Farben schwarz und weiß, welche zur  Ernsthaftigkeit der Serie passen. Dieses Mal ziert aber nicht Okabe das Cover, sondern unser Neuzugang Maho Hiyajo. Auch die wechselnden Charaktere, die in der Serie an Wichtigkeit gewinnen, bekommen hier ihren Ehrenplatz spendiert.
Als haptische Extras gibt es leider nichts. Das finde ich als großer Fan der Serie sehr schade und hätte mir wenigstens kleine Extras gewünscht, wie z. B. ein Poster oder Postkarten.  Als visuelles Extra auf der Disc sind wieder ein paar Trailer, das Clean Opening sowie das Clean Ending. Meiner Meinung nach kann man diese aber nicht als Extras bezeichnen. Auch hier war ich leider enttäuscht. Mich hätten zum Beispiel Interviews oder Synchron-Aufnahmen mit den Synchronsprechern sehr gefreut.

Fazit

Im Großen und Ganzen muss man bei diesem Anime vor allem die Handlung, Animationen und die gute deutsche Synchronisation positiv in den Vordergrund stellen. Das alles hebt den Anime in der Wertung schon sehr an. Natürlich muss ich zugeben, dass mein Fan-Herz für die Serie hier einen großen Einfluss hat, aber gerade deshalb habe ich mich sehr auf die Rezension gefreut. Nichts desto trotz habe ich auf alles ein kritisches Auge gelegt. Deswegen habe ich für die Verpackung und die Extras ein paar Punkte abziehen müssen. Das schadet der guten Bewertung leider ein bisschen. Trotzdem möchte ich jedem diesen Anime oder die Ur-Serie sehr ans Herz legen. Die Ernsthaftigkeit gepaart mit dem perfekten Humor, macht den Anime zu einem meiner Lieblinge.

Story & Inhalt
(doppelt gewichtet)
8/10
Animationen & Zeichenstil 10/10
Musik 9/10
Deutsche Synchro 10/10
Verpackung & Extras 5/10

Gesamt

8,3/10

 

Wir bedanken uns bei peppermint anime für die Bereitstellung des Exemplars!