Diese Woche stellen wir euch mit «Maid-sama» eine wunderschöne RomCom vor, die Romantik- und Comedy-Freunde beiderlei Geschlechts nicht verpassen sollten.

Der 26-teilige Anime wurde 2010 beim bekannten Studio J.C.Staff produziert und basiert auf der gleichnamigen Manga-Reihe der japanischen Zeichnerin Hiro Fujiwara. Die Regie führte Hiroaki Sakurai.

KAZÉ veröffentlichte die Serie in 4 Volumes auf DVD, ihr könnt diese hier kaufen. Die 18 Bände des Mangas erschienen dank des Carlsen-Verlages ebenfalls in Deutschland, ihr könnt die Bücher hier bestellen. Darüber hinaus kann die TV-Produktion auch bei Anime on Demand gestreamt werden.

 

Darum geht es in «Maid-sama»:

Die ehemalige Jungenschule Saika High, bekannt durch ihre rücksichtslosen, versifften Schüler, ist seit einiger Zeit eine gemischte Schule, wobei der weibliche Anteil noch immer sehr gering ist. Ayuzawa Misaki beschließt nun, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, um die Schule zu einem Ort zu machen, an dem sich Mädchen sicher fühlen können. Durch ihr Training und ihre Wahl zur ersten Präsidentin des Schülerrates, hat sich Misaki unter den männlichen Schülern den Ruf einer zugeknöpften, jungenhassenden Diktatorin eingehandelt, während sie für die Lehrer und ihre Mitschülerinnen ein strahlendes Symbol der Hoffnung ist. Misaki hütet jedoch ein Geheimnis, arbeitet sie doch heimlich als Teilzeitkraft in einem Maid-Café um ihre Familie zu unterstützen. Unglücklicherweise wird ihr Geheimnis schon bald enthüllt, als sie der populäre, aber meistens teilnahmslose Takumi Usuiin ihrer Dienstmädchenuniform sieht. Am nächsten Morgen betritt sie die Schule in der Erwartung, dass nun jeder über ihr Doppelleben Bescheid weiß, doch hat Takumi es für sich behalten, was ihren Argwohn über seine Motive dafür erregt.

 

Handlung:

Die Handlung, insbesondere die Romanze, geht nur recht schleppend voran, auch für Genre-Verhältnisse. Viele Episoden sind weitestgehend episodischer Natur. Darüber hinaus verdient der Storyverlauf keinen Innovationspreis, man erlebt den typischen Schulausflug, das Schulfest, die Strandfolge und dergleichen. Dies tut dem Unterhaltungswert der Serie jedoch überhaupt keinen Abbruch. Das liegt zum einen an den sympathischen Charakteren, zum anderen an dem unterhaltsamen Grundsetting und dem gelungenen Comedy-Part, der ohnehin mehr Raum einnimmt als die Romance-Passagen. Hierbei gibt es eine Vielzahl von gut geschriebenen Dialogwitzen und witzigen Slapstick-Einlagen, die einen immer wieder zum Lachen bringen.

 

Charaktere:

Die facettenreiche Protagonistin Misaki, stark, autoritär, tsundere-haft, aber auch freundlich und hilfsbereit, entpuppt sich schnell als großer Sympathieträger. Dem etwas mysteriösen Schönling Usui, dessen Vergangenheit weitestgehend im Dunkeln bleibt, der regelrecht perfekt zu sein scheint, der eine sarkastische Adere hat und nichtsdestoweniger Misaki immer wieder aus misslichen Lagen hilft, schaut man ebenfalls überaus gerne zu. Die zahlreichen Nebencharaktere sind allesamt zwar wenig innovativ, tief oder handlungstragend, zumindest ein Paar davon sind aber dennoch gute Gag-Lieferanten und somit nicht deplatziert. Gegen Ende der Serie wird ein in meinen Augen eher nerviger Charakter eingeführt, der leider auch einiges an Screentime bekommt, aus Spoilergründen will ich an dieser Stelle jedoch noch nicht zu viel verraten.

 

Musik:

Der Soundtrack von Wataru Maeguchi ist völlig durchschnittlich und sticht in keiner Hinsicht besonders aus der Masse heraus. Es dominieren typische am Computer erstellte Lieder, die musikstilistische Vielfalt ist eher überschaubar. Ein Paar Stücke sind ganz nett anzuhören, etwa das Main Theme, aber nichts davon würde es rechtfertigen, dem Komponisten einen Orden zu verleihen.

Als Opening ist das Lied «My Secret» von Saaya Mizuno zu hören, welches zwar kein Meisterwerk ist, mir aber dennoch gut gefallen hat. Die beiden rockigen Endings («Yokan» und «Loop», jeweils von der Band Heidi) dagegen blieben zumindest mir nicht lange im Gedächtnis.

>> Opening
>> Ending 1

 

Bild:

Bei der Bebilderung gibt es im Grunde nichts auszusetzen. Allenfalls könnte man bemängeln, dass die Hintergründe oft überaus schlicht gehalten wurden. Die Animationen sind flüssig und das Charakterdesign konnte mich vollends überzeugen. Zu erwähnen ist noch, dass der Zeichenstil in den Comedy-Passagen zu einer vereinfachten, humorverstärkenden Variante wechselt. Ob einen letzteres anspricht, ist eine Geschmacksfrage.

 

Fazit:

«Maid-sama» hat mir großen Spaß gemacht, trotz der schlichten Geschichte und mittelmäßigen Musik. Dies liegt an der guten Comedy, den gelungenen Romance-Elementen und vor allem den Cast, allen voran Misaki, der man einfach gerne zuschaut. Zusammengefasst kann ich den Anime jedem Freund von RomComs überaus empfehlen.

 

Quelle: Wikipedia, aniSearch (Inhaltsangabe)