Heute ist endlich Weihnachten! Anlässlich dieses Festes stellen wir euch heute eine besonders passende und gelungene Serie vor, die dem einen oder anderen Leser vielleicht die kommenden Tage versüßen kann.

Vorweg verweise ich auf unser großes Weihnachts-Special von 2015, in dem wir allerhand stimmige Animes zu Heilig Abend präsentieren. Mit «Full Moon wo Sagashite» beleuchten wir heute einen dieser Titel näher.

Die 52-teilige Serie entstand zwischen 2002 und 2003 beim Studio Deen unter Regie von Toshiyuki Kato. Als Vorlage diente die gleichnamige Manga-Reihe von Arina Tanemura (u.a. auch «Kamikaze Kaito Jeanne»). Während der Anime bislang leider nicht in Deutschland veröffentlicht wurde, kamen die Bücher bei uns dank Egmont Manga heraus.

 

Darum geht es in «Full Moon wo Sagashite»:

In Full Moon wo Sagashite geht es um Mitsuki, die unter einer Krebserkankung leidet. Eine Operation wäre möglich, doch dies lehnt sie ab, da die Gefahr besteht ihre Stimme zu verlieren und somit ihr Wunsch Sängerin zu werden, sich erledigt hätte. Eines Tages tauchen zwei Shinigami auf, Meroko und Takuto. Die beiden sind ganz schön verwirrt, da Mitsuki sie sehen kann und dies normalerweise nicht möglich ist. Dann verplappern sich die beiden auch noch und so erfährt Mitsuki, dass sie in einem Jahr sterben soll. Takuto hat Mitleid mit ihr und gewährt ihr einen Wunsch: Bei einem Casting macht er sie älter, damit sie daran teilnehmen kann. Die Jury ist begeistert von Mitsuki und so wird sie ausgewählt. Mitsuki möchte unbedingt Karriere machen, denn vor zwei Jahren haben sich Eichi, ein Junge der Astronaut werden möchte und Mistuki versprochen, wenn sie sich das nächste mal treffen, sie beide ihren Träumen näher gekommen sind. Darauf zog Eichi nach Amerika, zuvor sagte er Mitsuki aber noch, dass er sie liebt.

 

Handlung:

Die märchenhaft anmutende, berührende Geschichte ist im Grunde höchst traurig. Dies wird im Verlauf der Serie mehr als deutlich, sodass es einem voller Tragik bisweilen fast das Herz in der Brust zerreißt. Und dennoch ist «Full Moon wo Sagashite» keineswegs eine melancholische Weltschmerzgeschichte, nein im Gegenteil eine voller Hoffnung, Optimismus, Leidenschaft und Liebe, ja eine Ode an das Leben! Von dem Genre Shōjo sollte sich definitiv keiner abschrecken lassen, denn der Anime kann bei Personen aller Couleur, jeden Geschlechts und jeden Alters seinen Zauber entfalten, auch bei denjenigen ohne sonderlich weichen Kern.

 

Charaktere:

Die Protagonistin bleibt einem in Erinnerung wie nur ganze wenige Figuren im Serienuniversum. Sie ist unglaublich sympathisch, liebenswürdig und ihr Optimismus sowie Eifer zur Verwirklichung ihrer Träume ist anlässlich ihres harten Schicksals mehr als beeindruckend. Auch in den Shinigami Takuto und Meroko steckt weit mehr, als man vielleicht anfänglich vermuten könnte. Und selbst die Nebencharaktere sind vielfach hervorragend, etwa Madoka, Mitsukis Gegenspielerin im späteren Handlungsverlauf. Zuletzt will ich nicht unterschlagen, dass eigentlich alle wichtigen Figuren eine bemerkenswerte Entwicklung durchmachen – ohne dass hierunter ihre Glaubwürdigkeit leiden würde.

 

Musik:

Da Musik ein wesentliches Handlungselement des Animes ist, darf man berechtigterweise hohe Erwartungen an den Soundtrack hegen. Diese werden völlig erfüllt, der Score steckt voller schöner Lieder und passender Stücke, die wesentlich an der Kreierung der Stimmung beteiligt sind. Auch für die Openings und Endings kann ich nur positive Worte verlieren. Gerade das erste Opening passt einfach perfekt zur Serie.

>> Opening 1
>> Ending 1

 

Bild:

Die grafische Qualität von «Full Moon wo Sagashite» ist zweifellos nicht besonders beeindruckend. Der Anime ist bereits 15 Jahre alt und das sieht man ihm auch an. Weder Hintergründe noch Figuren strotzen vor Detailliertheit. Die Charakterdesigns haben mit trotzdem ziemlich gut gefallen und persönlich kann ich dem alten, handgezeichneten Look durchaus etwas abgewinnen, aber das ist natürlich eine Geschmacksfrage.

 

Fazit:

«Full Moon wo Sagashite» ist ein Anime, den sich keiner entgehen lassen sollte. Die traurige und zugleich voller Hoffnung schimmernde wunderschöne Geschichte passt mit ihrer schönen Botschaft perfekt zur Weihnachtszeit. Auch die Charaktere beeindrucken und die Musik ist hervorragend, sodass ich eine uneingeschränkte Empfehlung für diese Perle des Serienuniversums aussprechen kann, durchaus auch für Menschen, die mit Drama- und Shōjo-Titeln sonst nicht viel am Hut haben.

 

Quelle: aniSearch (Inhaltsangabe)