Am heutigen Sonntag präsentieren wir euch «Bakuman.», einen überaus gelungenen Ganbatte-Anime, der Spannung, Dramatik, Comedy und Romantik gekonnt kombiniert.

Der Anime wurde von 2010 bis 2012 in Form von drei je 25-teiligen Staffeln beim Studio J.C.Staff produziert. Die Geschichte geht auf den gleichnamigen Manga zurück, welcher von Tsugumi Ōba geschrieben und von Takeshi Obata illustriert wurde – den beiden Köpfen hinter «Death Note».

Alle 20 Bände der Buchreihe sind hierzulande bei Tokyopop erschienen. Die erste TV-Staffel wurde seinerzeit von KAZÉ lizenziert und als Simulcast gezeigt. Allerdings sind die Rechte des Publishers an dem Werk schon vor drei Jahren abgelaufen. Folglich ist die Serie wieder aus dem Portfolio von Anime on Demand verschwunden und kann seitdem leider nicht mehr auf offiziellem Wege in Deutschland gesehen werden.

 

Darum geht es in «Bakuman.»:

Moritaka Mashiro ist im dritten Jahrgang der Mittelschule und wird von den Erwachsenen ständig genervt, welche berufliche Laufbahn er denn einschlagen möchte. Er ist künstlerisch äußerst talentiert und zeichnet daher lieber Bilder von seinem Schwarm Azuki Miho in sein Notizbuch, als sich Gedanken über seine Zukunft zu machen.
Als er eines Tages von der Schule nach Hause geht, bemerkt er, dass er sein Notizbuch vergessen hat und kehrt zurück, um sich dieses zu holen. In der Klasse angekommen, wartet auf ihn der Klassenbeste Akito Takagi mit seinem Notizbuch in der Hand. Nachdem dieser von seinen Fähigkeiten erfahren hat und auch von seinen Gefühlen für Azuki, versucht er Moritaka zu überreden für ihn Mangas zu zeichnen, wobei er die Handlung schreibt. Moritaka lehnt entschieden ab und Akito sieht sich gezwungen, Azuki von Moritakas Geheimnis zu erzählen, wenn er seiner Bitte nicht nachkommt.
Als sie schließlich vor ihrem Haus stehen, erzählt Akito ihr, dass sie Mangaka werden wollen. Azuki ist sichtlich begeistert, da sie selbst Seiyuu werden möchte und die beiden versprechen ihr, dass sie die weibliche Hauptrolle bekommt, sollte ihr Manga eine Animeumsetzung bekommen. Überwältigt von den Geschehnissen, macht Moritaka, ohne groß zu überlegen, Azuki einen Heiratsantrag. Unerwartet nimmt sie diesen an und stellt dabei die Bedingung, dass sie bis sie ihre Träume verwirklicht haben, nicht einmal Dates haben werden. Von da an gibt Moritaka alles, um sein Ziel zu erreichen und ein großer Mangaka zu werden

 

Handlung:

Die Serie ist mit insgesamt 75 Folgen recht umfangreich. Folglich ist das Erzähltempo der überaus dialoglastigen Produktion nicht extrem hoch, was dem Anime aber zweifellos zugute kommt. Sie Charakterentwicklung kann so immer gut nachvollzogen werden und man lernt den Schaffungsprozess eines Mangas und die Branche ziemlich gut und vergleichsweise realistisch kennen. Nichtsdestotrotz kommt «Bakuman.» glücklicherweise weitestgehend ohne Filler-Episoden aus, der rote Handlungsfaden ist die allermeiste Zeit zu erkennen. Der Anime ist überaus mitreißend, was der Inszenierung, den Charakteren und dem keineswegs linearen Handlungsverlauf zu verdanken ist. Angereichert wird die Grundprämisse durch eine Love-Story und zahlreiche gelungene Gags und Comedy-Elemente.

 

Charaktere:

Es liegt in der Natur des Ganbatte-Genres, dass bei ihm den Charakteren eine zentrale Rolle zufällt. «Bakuman.» begegnet dieser Herausforderung mit Bravour und kann so manche gelungene Figur aufbieten. Nicht dass die Charaktere endlos tief oder komplex werden, aber sie sind vielfach sympathisch, originell und vielfältig. Man kann gut mit den Protagonisten mitfühlen und so ihrem Weg zur Erfolg mit allen Höhen und Tiefen intensiv mitfiebern.

 

Musik:

Von den über die Staffeln verteilten drei Openings haben mir das Erste («Blue Bird» von Kobukuro) und insbesondere das Zweite («Dream of Life» von Ito Shohe) gut gefallen, wohingegen mich der letzte Song nicht wirklich überzeugen konnte. Von den sechs Endings haben mich das Erste («Bakurock ~Mirai no Rinkakusen» von YA-KYIM), das Vierte («Parallel» von Fumiya Sashida) und das Sechste («Yume Sketch» von JAM Project) angesprochen.

Am Soundtrack gibt es nichts zu bemängeln, er mag zumeist (mit ein Paar Ausnahmen) nicht spektakulär sein, unterstreicht die jeweilige Szene aber dennoch passend und verstärkt die spezifische Stimmung. Die Spannweite der Stücke ist groß, es dominieren allerdings eher heitere Lieder.

>> Opening 2
>> Ending 1

 

Bild:

In Sachen Bildqualität kann «Bakuman.» nicht wirklich Punkten. Zwar ist das Charakter- sowie Hintergrunddesign ganz ordentlich gelungen und die Emotionen können gut transportiert werden. Allerdings merkt man dem Anime bisweilen an, dass etwas am Geld gespart wurde. Einige Animationen sind nicht ganz flüssig und die Gesichtsproportionen und Details gewissen Schwankungen ausgesetzt. Von J.C. Staff ist man da eigentlich etwas mehr qualitative Konstanz gewohnt.

 

Fazit:

«Bakuman.» ist in meinen Augen eine der besten Ganbatte-Serien im Anime-Universum. Das Grundsetting ist bereits überaus interessant und unverbraucht, die Charaktere wissen zu überzeugen, die Story lässt viel Spannung aufkommen und integriert dennoch gekonnt andere Genres wie Comedy oder Romantik. Auch an musikalischen Parts gibt es nichts zu beanstanden. Ich kann «Bakuman.» daher jedem, bei dem die Inhaltsangabe auch nur leises Interesse weckt, uneingeschränkt empfehlen.

 

Quelle: Wikipedia, aniSearch (Inhaltsangabe)