Diese Woche stellen wir euch «Air» vor, ein wunderbares Drama, welches nicht nur für Key-Fans zweifellos einen Blick wert ist.

Die 12-teilige Serie entstand 2005 und basiert auf einer Visual Novel der bekannten Spieleschmiede Key. Regie führte Tatsuya Ishihara. Nach Deutschland hat es der Titel bislang leider noch nicht geschafft.

 

Darum geht es in «Air»:

Der Anime handelt von Yukito Kunisaki, einem Reisenden, der schon seit Jahren nach dem «Mädchen im Himmel» sucht. Die Legende über das geflügelte Menschenwesen wird in seiner Familie seit Generationen weitererzählt, damit eines Tages ein Nachkomme das tragische Schicksal jenes sagenhaften Mädchens zum Positiven verändert. Auf seiner Reise kommt Yukito in eine kleine Stadt am Strand, wo er das geheimnisvolle Mädchen Misuzu trifft, das unbedingt mit ihm Freundschaft schließen möchte. Somit nimmt eine Geschichte ihren Lauf, deren Wurzeln mehrere tausend Jahre in der Vergangenheit liegen …

 

Handlung:

Der Kernaufbau von «Air» ist natürlich weitestgehend identisch mit dem anderen Genre-Vertreter: Arc für Arc wird das stets sehr dramatische Schicksal eines Mädchens nach anfänglicher Exposition offenbart. Auch einen roten Faden gibt es, denn die Vergangenheit des Hautpcharakters ist oftmals mit den jungen Damen verwoben, wie nach und nach deutlich wird. Die Einzelschicksale sind natürlich dick aufgetragen, aber verfehlen dadurch keineswegs ihre Wirkung. Leider ist die Serie mit gerade einmal 12 Folgen ziemlich kurz geraten und auch am Ende bleiben noch einige Fragen offen, der Zuschauer muss sich zu manchem mehr als vermutlich sinnvoll gewesen wäre seinen eigenen Reim machen. Wenn man davon absieht, bekommt man dennoch eine grundsolide und ergreifende Dramengeschichte geboten.

 

Charaktere:

Der Protagonist ist – in leichter Ähnlichkeit zu Kyon aus «Die Melancholie der Haruhi Suzumiya» – sarkastisch veranlagt, aber dennoch hilfsbereit und einfühlsam. Daneben gibt es wie in dem Genre üblich eine Reihe von Mädchen, deren individuelles Schicksal beleuchtet wird. Zwar fehlt es den meisten von ihnen an großer Innovativität, doch wer darüber hinwegsehen kann bekommt trotzdem liebenswerte Charaktere geboten, mit denen man auch ohne besonders nahe am Wasser gebaut zu sein gut mitfühlen kann. Zudem machen einige der Figuren im Laufe der Serie eine bemerkenswerte Entwicklung durch, die trotzdem glaubhaft bleibt und damit auf jeden Fall einen großen Pluspunkt des Animes darstellt.

 

Musik:

Die Musik kann auf ganzer Linie überzeugen. Sowohl das Opening «Tori No Uta» als auch das Ending «Farewell Song» sind ein wahrer Ohrenschmaus, wie gewohnt sind die Videos unten verlinkt. Der atmosphärische und intensive Soundtrack gibt sich ebenso wenig Blöße.

>> Opening
>> Ending

 

Bild:

In gewohnter Key-Manier gibt es auch bei «Air» ein moe-haftes Aussehen der Figuren und natürlich große, CGU-animierten Augen, die wunderbar die Emotionen der Charaktere widerspiegeln. Die Hintergründe sind für das Alter recht gut ausgearbeitet und die Lichtgestaltung phänomenal.

 

Fazit:

Die Anime-Umsetzungen von Key-Werken genießen völlig zurecht eine außerordentliche Popularität. Hierbei gehört «Air» zweifellos zu den stärksten dieser Vertreter und ist daher natürlich für jeden Key-Fan absolute Pflicht, aber auch für Dramen-Freunde allgemein zu empfehlen.

 

Quelle: aniSearch (Inhaltsangabe)