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«Children of the Sea» fängt ruhig und gemächlich an, entwickelt sich aber in eine philosophische Tiefe, welche die Weltanschauung neu zu erklären versucht….

Steckbrief

  • Publisher: Polyband Anime
  • Erscheinungstermin: 27. März 2020
  • FSK: Ab 6 Jahren freigegeben
  • Spieldauer: 111 Minuten
  • Genre: Mystery
  • Sprachen: Deutsch, Japanisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildformat: 16:9
  • Anzahl Discs: 1
  • Verpackung: Amaray mit Wendecover
  • Extras: Making-Of Clips und Original-Trailer
  • Grundlage: Manga
  • Regisseur: Ayumu Watanabe (u.a. «After the Rain»)
  • Studio: Studio 4°C (u.a. «Mutafukaz»)
  • Produktionsjahr: 2019
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Inhalt

Als Ruka zu Beginn der Sommerferien aus dem Handballteam ihrer Schule fliegt, weiß sie nichts mit sich anzufangen. Aus Langeweile besucht sie das Aquarium, in dem ihr Vater als Meeresbiologe arbeitet, und lernt dort die Jungen Umi und Sora kennen, die im Meer von Dugongs aufgezogen wurden. Umi und Sora können unglaubliche Distanzen unter Wasser zurücklegen. Bei ihren gemeinsamen Ausflügen wird Ruka klar, dass auch sie eine übernatürliche Verbindung zum Meer hat. Die beiden Jungen berichten von einem großen Fest der Meeresbewohner und dass dazu ein besonderer Gast erwartet wird. Weltweit machen sich Schwärme von Walen und Fischen auf die Reise, um an diesem Fest teilzunehmen. Und auch ein Meteor spielt dabei eine Rolle. Ruka verliert sich immer mehr zwischen den beiden Welten und erfährt schließlich, dass eine ganz besondere Aufgabe auf sie wartet.

Bewertung

Im Film geht es um das Mädchen Ruka, welches ein wenig mit den Alkoholproblemen der Mutter und dem so angespannten Mutter-Tochter-Verhältnis zu kämpfen hat. Zuflucht sucht sie im Aquarium, in dem auch ihr Vater arbeitet. Man merkt von Beginn an, dass sie eine Verbindung mit dem Meer und den dortigen Lebewesen hat. Dort begegnet sie auch dem Jungen Umi, der noch auf eine ganz andere Art und Weise mit dem Meer verbunden ist.

Es beginnt als relativ ungewöhnlicher Coming-of-Age-Movie, der die Geschichte von Ruka und Umi erzählt, entwickelt sich im späteren Verlauf jedoch in eine ganz andere Richtung. Mit dem Meer im Mittelpunkt versucht der Film, eine völlig neue Weltanschauung und das Entstehen der Menschheit zu erklären, was allerdings meines Erachtens nach nicht sonderlich gut gelingt. Im letzten Drittel des Streifens nimmt der Film eine inhaltliche Tiefe an, die so nicht ganz zu erwarten war und mit übernatürlichen Phänomenen arbeitet, um reale Phänomene zu erklären. Auch wirkt es für mich nicht ganz durchdacht, da die Erklärung dessen fast gänzlich fehlt.

Dennoch muss man ganz klar den Soundtrack des Films hervorheben, der vom Ghibli-Hauskomponisten Joe Hisaishi stammt und mit einer ganz eigenen fantasievollen Note die Stimmung des Films fast schon im Alleingang trägt. Auch der Animationsstil ist zwar für Animes ungewöhnlich, aber in sich schlüssig und wirkt außerdem sehr handgemacht.

Polyband Anime hat den Film mit einer guten Synchronisation und einer eher basischen und unspektakulären Aufmachung in den Handel gebracht. Das Cover der Standard-Edition wirkt auf mich außerdem sehr klein und wenig auffällig. Für die Sammler allerdings gibt es auch eine Limited-Edition mit umfangreichem Booklet, Artcards und einer Hardcover-Box. Hier finde ich außerdem auch das Cover-Artwork (siehe oben) deutlich ansprechender gestaltet.

Story & inhaltliche Umsetzung (doppelt gewichtet) 5/10
Animationen & Zeichenstil 8/10
Musik 10/10
Deutsche Lokalisierung 9/10
Verpackung & Extras 6/10

Gesamt

7,2/10

Wir bedanken uns bei polyband anime für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.