Mit dem zweiten Volume von Usagi Drop tauchen wir tiefer in die Geschichte von Rin und Daikichi ein. Doch bleibt der Anime weiterhin dem Slice of Life-Genre gerecht?

 

 

  • Label: Animoon
  • Veröffentlichung: 16.02.2018
  • Originaltitel: Usagi Doroppu
  • Produktionsjahr: 2011
  • FSK: 6
  • Laufzeit: ca. 92 Minuten
  • Bildformat: 16:9 – 1.77:1
  • Genre: Slice of Life
  • Sprachen: Japanisch (DTS-HD Master Audio 2.0), Deutsch (DTS-HD Master Audio 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Anzahl Disks: 1

 

 

Der Anime «Usagi Drop» basiert auf die gleichnamige Manga-Reihe. Diese erschien von 2005 bis  2011 und stammt aus der Feder von Yumi Unita. Im Jahr 2011 wurde dann ein 11-teiliger Anime umgesetzt sowie 4 Specials. Die Serie wurde im Studio Production I. G produziert.
Im Jahr 2017 verkündete Animoon die Lizensierung zur Serie.

 

 

Inhalt (9/10):

Es ist endlich soweit. Daikichi trifft sich mit der Mutter Masako von Rin.  Es stellt sich heraus, dass sie die Arbeit Rin vorgezogen hat. Sie war eigentlich nie bereit ein Kind zur Welt zu bringen, jedoch lies sie sich vom Großvater von Daikichi überreden das Kind zu behalten. Daikichi ist von der ganzen Situation ziemlich erbost und sagt ihr, dass er auch weiterhin sich um Rin kümmern wird. Masako erfährt, dass Rin bald eingeschult wird. Daher empfiehlt sie, dass Rin den Familiennamen von Daikichi trägt, um Hänseleien in der Schule aus dem Weg zu gehen.
Daher möchte er Rin fragen, ob es für sie in Ordnung ist, wenn er sie adoptiert und sie damit gleichzeitig auch Daikichis Famliennamen trägt, doch Rin ist dagegen. Sie möchte nichts ändern, sondern alles beim alten lassen, da sie damit sehr zufrieden ist.
An Rins ersten Schultag möchte Daikichi ihr einen Baum als Erinnerung pflanzen. Er erzählt ihr, dass man bei ihm auch einen Baum eingepflanzt hat, als er geboren wurde. Doch der neue Baum lässt Rin nicht locker, da sie ebenfalls gernen einen von Geburt an hätte. Da Daikichi sich sicher ist, dass sein Opa bestimmt auch einen Baum für Rin gepflanzt hat, beschließt er beim Haus nachzuschauen. Tatsächlich findet er Rins Baum und pflanzt dieses in seinem Haus ein.
Eines Tages taucht plötzlich die Cousine Haruko von Daikichi auf, die von zuhause weggelaufen ist. Es stellt sich heraus, dass sie unzufrieden mit ihrer Lebenssituation ist, da sie viel zu früh geheiratet hat und dann noch ein Kind bekommen hat. Das größte Problem ist allerdings der Ort, wo sie wohnen, da ihrer Meinung nach die Schwiegereltern ihr Leben zur Hölle machen. Daikichi versucht an ihrer Seite zu stehen und sie zu trösten. Er vermutet, dass Haruko sich von ihrem Mann trennen möchte, doch das bestreitet sie. Allerdings gibt sie zu, dass sie oft daran gedacht hat. So bleibt Haruko für ein paar Tage im Haus von Daikichi, als plötzlich der Mann von Haruko klingelt. Harukos Tochter stürmt energisch zur Tür und umarmt ihren Vater. Haruko, die etwas eingeschnappt ist, verabschiedet sich wieder von Daikichi. Er sagt ihr, dass sie jederzeit willkommen ist. Auch Rin sagt, dass sie gerne öfter mit ihrer Tochter spielen möchte.
Es ist wieder Sommerzeit. Daher möchte Daikichi das Grab von seinem Opa besuchen. Er macht sich mit Rin auf den Weg und muss am Grab feststellen, dass Rins Mutter ebenfalls dort war. Rin erkennt die Malutensilien wieder, die auf dem Grab liegen. Allerdings weiß sie nur, dass es von der ehemaligen Haushälterin stammt. Daikichi sagt Rin, dass er gleich wiederkommt und sie sich schon mal um das Grab kümmern soll. Er rennt schnell die Straße lang, um Haruko abzufangen. Sie bemerkt ihn und sagt ihrem Freund, er soll kurz warten. Daikichi sagt ihr, dass er gerade mit Rin am Grab des Großvaters ist. Haruko wirkt sehr überrascht und unsicher, ob sie dort hingehen soll. Daikichi erzählt ihr, dass sie noch eine Weile dort sein werden. Er geht wieder zurück und erkennt für einen Moment die Rin, die am Todestag vom Großvater innerlich so leer aussah. Er entschuldigt sich bei ihr und sagt ihr, dass sie nicht allein ist und er immer an ihrer Seite sein wird. Rin ist etwas verwirrt, was diese Reaktion auf einmal soll.
Im Hintergrund kann man erkennen, dass Haruko beide heimlich beobachtet. Sie ist verblüfft, wie ähnlich ihr Rin aussieht. Doch sie möchte ihr nicht persönlich begegnen. Stattdessen nimmt sie sich vor noch viel mehr zu arbeiten, was sie ohnehin schon tut.

 

Bewertung:

Im zweiten Volume tauchen wir tiefer in das Leben von Daikichi und Rin ein. Man lernt zum ersten Mal die Mutter kennen, von der man keinen guten Eindruck erhält. Dafür merkt man, wie die Bindung zwischen Rin und Daikichi immer stärker wird. Es ist immer wieder lustig mit anzusehen, dass Rin vieles selbst auf die Reihe kriegt. Des Weiteren lernt man die Familie besser kennen und sieht, dass Daikichi ein Mensch ist, der fürsorglich und für andere da ist, wenn es um Probleme anderer geht.
Ich finde, dass das zweite Volume sehr schön mitanzusehen war und seinem Genre Slice of Life vollkommen gerecht wird. Die Charaktere entwickeln sich weiter und an Komedie-Elementn fehlt es auch nicht.

 

Animationen (10/10):

Auch im zweiten Volume ist die Animation wie vorher. Es gibt immer wieder Szenen, die in Wasserfarbe gemalt wurden. Meistens kommen diese vor dem Intro vor. Mir ist sehr positiv aufgefallen, dass Animoon sogar Banner und Texte in vielen Szenen übersetzt hat. Das ist mir fast noch nie so bei anderen Anime aufgefallen. Daher gibt es da ein großen Pluspunkt.

Musik (10/10):

Einer der Merkmale, die in «Usagi Drop» herausstechen sind die Soundtracks. Sie stammen von Suguru Matsutani und sind sehr gelungen. Besonders in emotionalen Momenten passen die Soundtracks hervorragend. Das Opening und Ending sind unverändert geblieben.

Opening zu «Usagi Drop»:

 

Ending zu «Usagi Drop»:

 

Deutsche Lokalsierung (10/10):

Das Synchronstudio Kölnsynchron hat die Stimmen aufgenommen. Ich muss sagen, dass ich den Eindruck hatte, dass vor allem die Synchronsprecherin Gretchen Zilm von Rin sich deutlich verbessert hat. Möglicherweise konnte sie sich immer besser in die Rolle von Rin reinversetzen. Auch die Stimmen der Mutter Haruko fand ich sehr gut gewählt. Alle anderen Sprecher haben ebenfalls eine sehr gute Arbeit geleistet.

 

Charakter Deutsche Stimme
Kenji Kawachi Alexander Pelz
Sachiko Kawachi Dagmar Dempe
Onkel Kenichi Willi Röbke
Kazumi Kawachi Jacqueline Belle
Daikichi Kawachi Patrick Roche
Kollege Kotelette Uwe Thomsen
Rin Kaga Gretchen Zilm
Kouki Nitani Karl Zilm
Haruko Maeda Shandra Schadt

 

Extras (9/10):

Diesmal gab es als Extras zwei kleine Sticker von Rins Plüschtier. Des Weiteren wurde wieder das Booklet in die Verpackung geklebt, welche auch diesmal sehr schön designt wurde. Darüber hinaus gab es noch ein großes Poster, welches auf beiden Seiten bedruckt wurde. Auf der Disc wurden noch weitere Clips zu den Synchronsprechern hinzugefügt, welche man sich auch auf YouTube anschauen kann. Insgesamt bin ich damit sehr zufrieden, allerdings sind es wieder eher die Standard-Extras, die einen nicht unbedingt so sehr überraschen. (Zum Poster gibt es leider kein Foto von mir, da ich es irgendwie verschlampt habe..)

 

Fazit

Ich war bereits mit dem ersten Volume von Usagi Drop sehr zufrieden. Doch das zweite Volume steht dem ersten in nichts nach. Neben einer super Synchronisation entwickelt sich die Story auch weiter und lässt uns mehr ins Leben von Rin und Daikichi blicken. Was mich besonders überrascht hat, sind die Übersetzungen von Bannern oder ähnlichem. Das hinterlies noch mehr Eindruck. Daher empfehle ich auch definitiv sich das zweite Volume zu holen, wenn einem das erste bereits gefallen hat.

Bewertung

Kategorie Punktevergabe
Inhalt (3x)   9/10
Animation  10/10
Musik  10/10
Deutsche Lokalisierung  10/10
Bonus 9/10
 

Gesamt

 

9,4/10

 

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Wir bedanken uns bei Animoon Publishing für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.