Heute werfen wir einen kurzen Blick auf den 3. Band der beliebten Mangaserie «Platinum End»…

Nach den erfolgreichen Serien «Death Note» und «Bakuman» meldet sich das Mangaka-Duo rund um Tsugumi Ohba und Takeshi Obata mit einem neuen Werk zurück. Dieser trägt den Titel «Platinum End» und ist mit bisher 3 Bänden beim Verlag TOKYOPOP erschienen. Doch kann auch die neue Geschichte gleichermaßen durch Einzigartigkeit und einem großen Unterhaltungsfaktor bestechen? Das erfahrt ihr hier…

 

  • Titel: «Platinum End Band 3 »
  • Autoren Tsugumi Ohba (Text), Takeshi Obata (Zeichnungen)
  • Verlag: TOKYOPOP
  • Veröffentlichung: 13. April 2017
  • Genre: Mystery, Shounen
  • Seitenanzahl: 208
  • Altersempfehlung: Ab 16 Jahren
  • Verfügbarkeit: Manga, e-book

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Einleitungstext

Das Leben von Mirai Kakehashi ist der reinste Albtraum. Nach dem Tod seiner Eltern wächst er bei seiner herzlosen Tante und seinem egoistischen Onkel auf, die ihn lediglich als lebenden Abschaum betrachten. Daher beschließt Mirai, Suizid zu begehen, und stürzt sich von einem Hochhaus. Doch kurz vor seinem Aufprall findet er sich in den Armen eines weiblichen Engels wieder. Diese outet sich als sein Schutzengel und hat es sich zum Ziel gesetzt, Mirai glücklich zu machen. Dafür verleiht sie ihm besondere Fähigkeiten, doch ganz uneigennützig scheinen ihre Absichten nicht zu sein …

Band 3:

Mirai will auf keinen Fall einen Menschen töten. Doch dann macht Metropoliman einen unvorhersehbaren Zug: Er lässt eine Massenmörderin auf unschuldige Schülerinnen los. Mirai und seine Mitstreiter sitzen in der Falle. Werden sie sich offensiv dem Kampf gegen Metropoliman stellen?

Story (8/10)

Der dritte Band setzt die Geschichte kontinuierlich weiter fort. Es tritt ein neuer Hauptcharakter in Erscheinung, der sich Mirai und Saki anschließt und mit allen Kräften unterstützen möchte. Dieser bringt auch etwas mehr Würze in die Sache, da er im Gegensatz zu den genannten beiden deutlich offensiver eingestellt ist.

Zudem treibt unter der Führung von Metropoliman eine Massenmörderin ihr Unwesen, die auch einen großen Druck auf die Protagonisten auswirkt. Zusammen mit dem neuen Verbündeten kommt es tatsächlich zur Offensive und das erste Aufeinandertreffen zwischen Mirai und Metropoliman steht bevor…

Der Storyverlauf hat sich mit der Charaktereinführung etwas verlangsamt, drängt dafür allerdings die Protagonisten weiter in den Vordergrund. Außerdem kommt so langsam das Taktische zum Vorschein, was ich in den ersten beiden Bänden noch etwas vermisst habe.

Zeichnungen (10/10)

Verantwortlich für die Zeichnungen ist Takeshi Obata. Wie auch in seinen vorherigen Werken konnte er hier wieder sein Talent unter Beweis stellen. Jedes Bild stellt dabei ein eigenes, kleines Kunstwerk dar mit überdurchschnittlichem Detailheitsgrad. Im Gegensatz zu anderen Mangareihen sind die Bilder nichts skizzenhaft dargestellt, sondern in sich vollkommen ausgearbeitet. Auch die Panels sind abwechslungsreich gestaltet und unterscheiden sich von Seite zu Seite mit einem unterschiedlichen Aufbau. Zudem gibt es einzelne Elemente, die aus dem Panel herausragen und sich mit anderen überschneiden. Diese wirken für den Leser deutlich kräftiger und hervorstechender, wodurch eine angenehme Dynamik hergestellt wird. Es dient als Stilmittel, um die besonders wichtigen Elemente besser zum Vorschein zu bringen.

Ich selbst finde allerdings nicht nur die Qualität der Zeichnungen hervorragend, sondern auch den Stil an sich. Dieser zeigt auch Ähnlichkeiten zu den vorherigen Werken Obatas, wobei dennoch bei den meisten Charakteren ihre Eigenarten zum Vorschein kommen. Das ist jedoch Geschmackssache und muss jeder für sich selbst beurteilen.

Desweiteren sind die Cover immer sehr ansprechend gestaltet und ragen in der Buchhandlung aus der Masse an Mangas heraus. Die Cover der ersten beiden Bände bevorzuge ich jedoch, da diese farblich sehr dezent gehalten wurden und immer nur bestimmte Elemente hervorgehoben haben.

Beim aktuellen Titelbild ist das leider nicht mehr so präsent, aber das gelungene Artwork tröstet mich darüber hinweg.

    

Deutsche Lokalisierung (9/10)

Man hat das japanische Original in eine würdige, deutsche Form gebracht. Inhaltlich und ausdruckstechnisch war für mich alles sehr leicht nachvollziehbar. Auch Rechtschreibfehler sind mit im gesamten Band nicht aufgefallen, was ich an dieser Stelle auch gerne noch hervorheben möchte. Oftmals sind die deutschen Erstauflagen in dieser Hinsicht nämlich noch ausbaufähig.

Das Cover (sowohl vorne als auch hinten) wurde mit einem Glitzereffekt belegt und macht die ohnehin schon sehr guten Artworks noch hochwertiger. Leider hat man im Inneren jedoch komplett auf Farbe verzichtet, was für mich ein deutlicher Kritikpunkt ist. Bei aktuellen Veröffentlichungen kriegt man nämlich häufig noch weitere Farbbilder serviert.

Gesamtwertung: 9/10

Wir bedanken uns bei TOKYOPOP für die Bereitstellung des Review-Exemplares.