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Nachdem Besitzer der PlayStation-Systeme bereits in den Genuss der Naruto Ninja Storm-Reihe kamen, können nun auch endlich die Käufer einer Nintendo Switch erstmalig in die Welt von Naruto interaktiv eintauchen. Doch kann die Nintendo Switch-Version überhaupt mit der PlayStation 4-Version mithalten? Wir haben uns diese Kollektion für euch angesehen!

Die Naruto Storm Spiele wurden ursprünglich für die PlayStation 3 entwickelt. Der erste Ableger kam bereits im Jahr 2008 in die Läden und verkaufte sich sehr gut, weitere Ableger kamen im Jahr 2010 und 2012 heraus, ebenfalls für die PlayStation 3. Einige Jahre später wurden die Spiele für den PC und die PS4 veröffentlicht, allerdings in voller HD-Auflösung.

  • Titel: «NARUTO SHIPPUDEN: Ultimate Ninja STORM Trilogy»
  • Genre: Action, Abenteuer
  • Entwicklerstudio: CyberConnect2
  • Publisher: Bandai Namco
  • Veröffentlichung: 26. April 2018
  • Plattform: Nintendo Switch
  • Verfügbarkeit: Download
  • Download-Größe: 18,9 GB
  • Preis: 49,99 €
  • USK: ab 12 Jahren

Naruto Ninja Storm

(1) Story und Gameplay

Ihr erlebt die ersten Abenteuer des jungen Ninja Naruto, Sasuke und Sakura zusammen mit ihrem Sensei Kakashi. Der erste Teil erzählt allerdings die Handlung des Anime bzw. Manga nur nebenbei. Sämtliche Handlungspunkte werden in Textboxen erzählt und es erfolgt leider keine Visualisierung (mit wenigen Ausnahmen). Wer also die Handlung des Naruto-Mangas noch nicht kennen sollte, sollte zumindest für den ersten Teil dies nachholen. Hauptaugenmerk des ersten Spiels scheint die Open World zu sein. Man kann nämlich das Dorf Konoha frei erkunden. Das Spiel zwingt einen allerdings dazu, da sämtliche Plotpunkte in Missionen aufgeteilt wurden. Um eine weitere “Storymission” zu spielen, muss man “Missions-EP” sammeln. Diese bekommt man allerdings nur, wenn man anderweitige Missionen abschließt. Und die können durchaus eintönig und monoton werden. Von “Laufe 5000 Schritte” bis “Finde Konohamaru” ist da so ziemlich alles mögliche vertreten, auch normale Kämpfe gegen Gegner. Leider gibt es auch bei den “Storymissionen” keine nennenswerte Abwechslung. Es gibt nämlich im Grunde nur drei Möglichkeiten: zunächst einmal das Hochklettern auf einen Baum. Hier kommen viele Hindernisse, wie Items oder Äste zum Zug. Neben dem Klettern könnt ihr dann noch von Baum zu Baum hüpfen, ebenfalls mit vielen Hindernissen.

Und schlussendlich gibt es noch die normalen Kämpfe. Mit dem X-Knopf kann man sein Chakra aufladen und mit dem A-Knopf Attacken ausführen. Je nachdem, in welcher Reihenfolge ihr den A-Knopf drückt werden andere Attacken ausgeführt. Mit dem L-Knopf beschwört ihr einen Hilfscharakter der euch mit seiner Spezialattacke (z.B. Sasuke: Jutsu der flammenden Feuerkugel) unter die Arme greifen kann. Mit dem B-Knopf springt ihr zudem. Leider gibt es ansonsten wenige Quicktime-Evente, wie in den späteren Teilen. Schlussendlich ist die Inszenierung und das Gameplay hier absolut nicht überzeugend und sehr monoton. Außerdem wird Anfänger aus unbekannten Gründen nicht die Steuerung erklärt, wieso ist unbekannt.

(2) Grafik und Soundtrack

Grafisch läuft dieses Spiel, wie auch alle folgenden Ninja Storm Teile in flüssigen 900p und 30 Bildern die Sekunde. Es gibt keinerlei Ruckler zu begutachten und auch optisch gibt es zur PS4-Version KEINERLEI Unterschiede, mit Ausnahme der minimal geringeren Auflösung, die allerdings möglicherweise durch einen Patch noch erhöht werden könnte. Der Soundtrack bietet schöne Klänge mit bekannter, sowie auch neuer Naruto-Musik.

(3) Spielmodi

Neben der Story gibt es noch die Möglichkeit Kämpfe gegen Freunde (lokal am Fernseher) auszutragen.

(4) Wertung

Aufgrund der Umsetzung des Gameplays erhält der erste Teil leider nur eine Wertung von 7 von maximal 10 möglichen Punkten.

Naruto Shippuden: Ninja Storm 2

(1) Story und Gameplay

Ihr erlebt die Anime-Handlung aus Naruto Shippuden ziemlich nah am Original. Auf Spoiler verzichten wir auch hier. Im Gegensatz zum ersten Teil, der ja wirklich keinerlei großartigen Erklärungen oder gar Zwischensequenzen bot, kann man hier den Anime wirklich fast 1:1 interaktiv nachspielen. Auch der Stil hat sich verändert. Man bewegt sich bei “Nicht-Kampfszenen” nun in praktisch statischen Szenen. Die Hintergründe sind im Regelfall handgemalt, bei denen nur die 3D-Modelle der Charaktere eingebaut wurden. Etwas ähnliches konnte man bereits bei den Gameboy Advance bzw. Nintendo DS-Versionen von Harry Potter und der Orden des Phönix sehen. Es spielt sich wirklich sehr schön. Und die Aufgaben, die es zu erledigen gilt, wirken nicht aufgesetzt und fehl am Platz, wie bei Storm 1. Allerdings muss man auch hinzufügen, dass die Story die hier erzählt wird auch ein gutes Stück erwachsener rüberkommt, als dies bisher der Fall war. Die Kämpfe sind deutlich schöner inszeniert worden. Es gibt nun wirklich sehr viele Quicktime-Events, bei denen man bestimmte Knöpfe drücken muss. Und vor allem die Bossgegner, wie zum Beispiel gegen Orochimaru sind wirklich hervorragend umgesetzt worden. Insgesamt ist die Umsetzung hier ein riesiger Unterschied und himmelweit besser als bei Storm 1.

(2) Grafik und Soundtrack

Wie auch der vorherige Teil kann man hier in vollen 900p und 30 Bildern die Sekunde spielen. Es gibt wie auch bei Storm 1 keinerlei Unterschiede außer der Auflösung zur PS4-Version. Die Schärfe, die Kontraste, die Texturen sehen identisch aus bei der Switch-Version. Der Soundtrack, der schon bei Storm 1 gut war, ist hier noch schöner. Die Soundtracks kommen hier aufgrund der deutlich erwachseneren Story deutlich besser herüber.

(3) Spielmodi

Neben der Hauptstory kann man hier neben dem lokalen Modus auch endlich Online gegen Gegner aus der ganzen Welt spielen. Leider spielen bei diesem Spiel nur wenige Spieler online. Allerdings findet man schnell Spieler, wenn man einen Raum eröffnet. Im Gegensatz zu den meisten Switch-Spielen kann man hier auch Leute aus der Lobby kicken, wenn man mit diesen nicht spielen möchte. Leider gibt es aber dafür keine Möglichkeit mit Freunden direkt zu spielen. Aber aufgrund der wenigen Spielern, die online sind, dauert es nicht lange bis man dennoch zusammen spielen kann. Die Charakterauswahl geht in Ordnung, man kann alle Charaktere spielen, die man bisher im Storymodus freigeschaltet hat. Wenn man täglich hereinschaut, dann erhält man Bonuspunkte. Leider gibt es hier und da Lags, wohl aufgrund einer Peer-to-Peer-Verbindung, ähnlich wie es schon bei Smash Bros der Fall ist. Allerdings scheint dieses Problem bereits bei den anderen Konsolenversionen zu existieren.

(4) Wertung

Trotz des Onlinemodus der noch einige Optimierungen vertragen könnte, erhält dieses Spiel aufgrund der sonstigen hervorragenden Umsetzungen 10 von 10 Punkten!

Naruto Shippuden: Ninja Storm 3

(1) Story und Gameplay

Storm 3 setzt die gute Arbeit von dem Vorgängerspiel fort und ihr erlebt bis zu einem gewissen Punkt die Story von Shippuden sehr nah am Original. Auf Spoiler verzichten wir auch hier. Auch hier gibt es phantastische Zwischensequenzen und wie bei Storm 2 werden fast alle Dialoge auch vertont (japanisch: meine Empfehlung, und Englisch). Leider waren die Macher aufgrund der noch nicht so weit vorgeschrittenen Story gezwungen ab einem bestimmten Punkt Fillerhandlungen einzubauen, damit das Spiel ein gewisses Ende enthält.

(2) Grafik und Soundtrack

Wie auch der vorherige Teil kann man hier in vollen 900p und 30 Bildern die Sekunde spielen. Es gibt wie auch bei Storm 1 keinerlei Unterschiede außer der Auflösung zur PS4-Version. Die Schärfe, die Kontraste, die Texturen sehen identisch aus bei der Switch-Version. Der Soundtrack, der schon bei Storm 1 gut war, ist hier noch schöner. Die Soundtracks kommen hier aufgrund der deutlich erwachseneren Story deutlich besser herüber.

(3) Spielmodi

Wie bereits bei Storm 2 könnt ihr auch hier online gegen Gegner aus der ganzen Welt spielen. Es gibt hier ein deutlich mehr Charaktere zum Auswählen. Zudem gibt es für viele Charaktere unterschiedliche Skins, zum Beispiel bei Tsunade oder Sakura jeweils eine Bikini-Version. Dies bietet viel mehr Abwechslung. Ansonsten kann man noch anmerken, dass hier deutlich mehr Spieler online sind, als dies bei Storm2 der Fall ist, was aber wohl an den Charakteren liegen kann.

(4) Wertung

Trotz des Onlinemodus der noch einige Optimierungen vertragen könnte, erhält dieses Spiel aufgrund der sonstigen hervorragenden Umsetzungen 10 von 10 Punkten!