Heute erscheint das dritte Volume der Comedy-Perle «Gintama» auf DVD und Blu-ray. Ob es in euer Regal wandern sollte, erfahrt ihr in dieser Review …

  •  Publisher: KSM Anime
  • Erscheinungstermin: 21.08.2017
  • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben
  • Spieldauer: 321 Minuten
  • Genre: Comedy
  • Sprachen: Deutsch (DTS-HD 5.1), Japanisch (DTS-HD 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Anzahl Discs: 2
  • Regisseur: Akatsuki Yamatoya
  • Studio: Sunrise
  • Produktionsjahr: 2006

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Inhalt (10/10)

Die außerirdische Rasse der Amanto hat am Ende der Edo-Periode im 19. Jahrhundert die Erde erobert und die Samurai des feudalen Japan werden als Maßnahme zur Friedenssicherung entwaffnet. Fortan werden sie mit Missachtung gestraft und müssen sich ihren Lebensunterhalt auf andere Weise verdienen. So auch der Tausendsassa Gintoki Sakata, der kurzerhand die «Alles-Agentur» gründet und für Geld fast alle Aufträge annimmt.
Durch verschiedene Zufälle treten auch der Kellner Shinpachi und die Außerirdische Kagura der «Alles-Agentur» bei. Während ihrer verschiedenen Aufträge kommt es immer wieder zu haarsträubenden, urkomischen Zusammenstößen mit den unterschiedlichsten Personen.

Die Alles-Agentur wird weiterhin mit den dubiosesten Aufträgen überschüttet. Egal ob sie einen Tag als Supermarkt-Aushilfen jobben, eine von der Mafia geführte Kampfarena hochgehen lassen oder die Welt vor Riesenkakerlaken retten – die drei von der Alles-Agentur sind für alle Schandtaten zu haben. Allerdings läuft nicht immer alles rund: Bei einem Unfall verliert Gintoki sein Gedächtnis und erinnert sich weder an seine Freunde, noch an die Alles-Agentur. Shinpachi und Kagura versuchen zwar mit allen Mitteln seine Erinnerungen wieder herzustellen, aber Gintoki möchte von nun an ein ehrbares Leben führen und löst die Alles-Agentur auf. Ist das das Ende für unsere drei Freunde?

Beurteilung

Nachdem ich in meinen Rezensionen zu Volume 1 und Volume 2 die inhaltliche Beurteilung von «Gintama» sehr allgemein gehalten habe, möchte ich dieses Mal etwas konkreter auf die in Box 3 enthaltenen Episoden eingehen. Da die allgemeinen Worte aber nach wie vor Gültigkeit haben, empfehle ich, bei Interesse auch noch die entsprechenden Passagen der besagten ersten zwei Reviews zu lesen.

Gleich die erste Folge von «Gintama» Box 3, Folge 25, ist fabelhaft und zumindest in meinen Augen eine der besten Episoden der Serie bis dahin. Das beginnt mit dem Anfang, wo rund zwei Minuten ein Standbild zu sehen ist und dies selbstironisch in sehr amüsanter Weise kommentiert wird. Die restliche Zeit erlebt der Zuschauer dann einen absurd-komischen Kampf um den Titel des «Eintopf-Shoguns». Faktisch passiert nicht viel mehr, als dass unsere Protagonisten um einen Topf mit gekochtem Fleisch sitzen, aber wie dies präsentiert wird, ist schlicht und ergreifend genial. Ein ernster und dramatischer psychologischer Kampf um das Essen entbrennt, mit strategischen und militärischen Referenzen gespickt und vielleicht auch interpretierbar als Parodie auf so manche überdramatisierende Shōnen-Serie.
Folge 26 dagegen fand ich eher durchschnittlich, zwar zweifellos gut unterhaltend, aber kein Geniestreich wie die Episode davor. «Gintama» ist nunmal ein episodischer Anime und es daher fast selbstverständlich, dass die inhaltliche Qualität einer gewissen Schwankung ausgesetzt ist. Verstärkt wird dies dadurch, dass man – zum Glück, wie ich finde – nicht primär auf Slapstick und allgemein gehaltene Witze setzt wie das etwa bei vielen amerikanischen Sitcoms der Fall ist, sondern im Grunde in jeder Folge eine Geschichte erzählt wird und der Humor sich daran anpasst. Folglich ist auch die Art des Humors nicht immer gleich, sondern von der jeweiligen Folge abhängig, mal schwarzhumoriger, mal perverser, mal parodistischer. Welche Episoden einem am besten gefallen, hängt somit auch von den eigenen Präferenzen ab. So gefiel mir beispielsweise auch Folge 28 sehr gut. In dieser lernt der Zuschauer mit dem Polizeipräsident Matsudaira Katakuriko einen neuen Charakter kennen, einen extrem witzigen, wie ich finde. Folge 30 lässt das Herz aller «Detektiv Conan»-Fans höher schlagen, denn hier steht ein Kriminalfall im Mittelpunkt und passend dazu werden zahlreiche Krimi-Serien aufs Korn genommen, darunter in großer Ausführlichkeit auch «Detektiv Conan». Die 31. Episode ist insofern bemerkenswert, als dort erstmals am Ende ein großer Cliffhanger aufwartet und sich die Handlung somit erstmals über mehr als eine Folge erstreckt. In der darauffolgenden Episode wird dieser Mini-Arc rund um einen Gedächtnisverlust seitens Gintoki in einem fulminanten und dramatischen Finale aufgelöst, womit ein weiteres Mal bewiesen wird, dass der Anime neben Comedy auch mit emotionalen und actionreichen Passagen punkten kann. In Folge 33 lassen die Mitglieder der Alles-Agentur ihr Haus renovieren. Die Gags dieser Episode sind einfach nur köstlich. Auch Folge 34 hat mir sehr gefallen, nicht nur wegen des guten Humors, sondern auch weil man erstmals eine kleine Love-Story erlebt, eine erfrischende inhaltliche Abwechslung. In Folge 35 hat der Polizeipräsident wieder einen Auftritt: Dessen Tochter hat ein Date, allerdings passt dem Vater der Schwarm überhaupt nicht, weswegen er zusammen mit der Shinsengumi versucht, den Jungen umzubringen. Wie man wohl schon erahnen kann, ist hier reichlich schwarzer Humor zu finden. Zuletzt will ich noch kurz auf Episode 37 eingehen, meines Erachtens nämlich eine der witzigsten, die ich bei «Gintama» bislang erleben durfte. In der ersten Hälfte wird der Weihnachtsmann parodiert, die Gags strapazieren die Lachmuskeln aufs Äußerste. In der zweiten Hälfte, wir schreiben den Silvesterabend, streitet sich Gintoki mit einem anderen Kunden um die letzte in einem Laden ausliegende Ausgabe der Jump-Zeitschrift. Auch hier sind die Witze wahres Comedy-Gold.

Zusammengefasst haben mir die Folgen von «Gintama» Box 3 sehr gut gefallen, in meinen Augen ist es das inhaltlich bisher stärkste Volume, gespickt mit zahlreichen extrem lustigen Episoden, aber auch reichlich Action, Spannung und Emotionen. Ich kann vor den Verantwortlichen und ihrem großen Einfallsreichtum und Witz nur meinen Hut ziehen. Natürlich gab es auch 2-3 Folgen, die mich nicht ganz so begeistern konnte, aber auch diese wurden nie langweilig und konnten mit einigem gelungenen Humor aufwarten.

 

Bild (7/10)

Unter Ignorierung mildernd stimmender Umstände ist die Bildqualität wohl als eher mittelmäßig zu bezeichnen und es gibt in dieser Kategorie zahlreiche weit spektakulärere Produktionen am Anime-Firmament. Jedoch sind zwei Dinge zu berücksichtigen, zum einen, dass «Gintama» bereits 2006 entstand und zum anderen, dass die Serie sehr lang ist und daher das Budget pro Folge geringer ist als bei vielen kurzen Serien. Im Anbetracht dieser Aspekte fällt das Urteil hinsichtlich der Bebilderung weit positiver aus, die  Animationen sind ordentlich, die Hintergründe zumindest teilweise ausgesprochen detailliert und die Charakterdesigns wissen ebenfalls zu überzeugen. Des Weiteren sind die die gelegentlich auftretenden Grimassen wirklich sehr witzig gezeichnet.

Die Full-HD-Auflösung wird ausgenutzt, die Zeichnungen erscheinen scharf, leider ja keine Selbstverständlichkeit, wenn man an künstlich hochgerechnete Bilder einiger anderer Werke, die eine Blu-ray-Version erhalten haben, denkt. Ein wenig trübt allerdings das in Zeiten von 16:9-Bildschirmen antiquiert erscheinende 4:3-Format den Gesamteindruck.

  

  

 

Musik (8/10)

Nachdem die ersten 26 Folgen das Opening «Pray» zu hören war, folgt nun ab Episoden 27 ein Wechsel zum Lied «Tooi Nioi» von YO-KING. Offen gesagt habe ich einige Zeit gebraucht, um mit dem Song warm zu werden. Letztlich hat mir das eingängige, aber  konventionelle Popstück jedoch gut gefallen, wenngleich es für mich nicht ganz an das erste Opening heranreichen kann. Das neue Ending hat den Titel «Yuki no Tsubasa» und stammt von der Band redballoon. Im Gegensatz zum Opening konnte es mich sofort überzeugen. Das Lied repräsentiert durch seinen Stil gewissermaßen die ernsteren Passagen von «Gintama», die trotz des Comedy-Schwerpunkts ja zweifellos vorhanden sind. Passend zur Musik ist die Bebilderung gestaltet, als Kulisse dient eine verschneite Winternacht. Um mögliche Missverständnisse auszuräumen, «Yuki no Tsubasa» ist zwar kein Party-Song, aber auch keineswegs melancholisch oder dergleichen, sondern ein relativ klassisches Pop-Stück. Aber da Musikbeurteilungen ohnehin stets sehr subjektiv sind, verschafft ihr euch mit Hilfe der Links am besten selbst einen Eindruck.

Beim Soundtrack bleibt wenig überraschend alles beim Alten und die gewohnten Stücke sind zu hören. Die Musik umfasst ein weites Spektrum und reicht von Streich- und Pianopassagen über Wester-Klänge bis hin zu elektronischen Liedern, wobei letzteres doch eher die Ausnahme darstellt. Versucht man besonders häufig auftauchende Instrumente zu identifizieren, dann sind dies wohl E-Gitarren und Blasinstrumente, von einer Dominanz kann man aber gewiss nicht sprechen, der Score ist alles in allem ziemlich ausgewogen. Selbstredend ist das Gros der Stücke relativ heiter und locker (z.B. «Temee Raaaa!! Soredemo Gintama Tsuiten no Kaaaa!»), emotionale Lieder (z.B. «Mukashi no Yuujin ga Kawarazu ni iru Toiu no mo Waruku nai Mono da na…») eher in der Minderheit, schließlich handelt es sich bei «Gintama» im Kern ja um eine Komödie. Auch Action und Spannung kommen in dem Anime natürlich nicht zu kurz, sodass auch dafür musikalisch passende Stücke existieren, beispielsweise «Kenkatte no wa yoo Nani ka wo Mamoru Tameni Yarumon Daro ga». Das eine oder andere Lied besitzt auch eine beachtliche Epik und Eingängigkeit und vermag es so, Szenen nicht nur zu begleiten sondern entscheidend mit zu tragen, so etwa «Banji Ya Gin Chan to wa Ore Tachi no Koto da!». Zusammengefasst kann der Soundtrack als sehr gut bezeichnet werden, obgleich wir es nicht mit einem musikalischem Jahrhundertwerk zu tun haben.

Die deutsche Tonspur liegt in 5.1-Surround vor und lässt klanglich keinerlei Wünsche offen. Bei der japanischen Tonspur muss man sich mit Stereoklang begnügen.

>> Opening «Tooi Nioi»

>> Ending «Yuki no Tsubasa»

Deutsche Lokalisierung (8/10)

Die deutsche Lokalisierung ist schon ganz allgemein bei Animes ein stark polarisierendes Thema und rückt bei «Gintama» nochmal verstärkt in den Mittelpunkt, schließlich gilt die Serie wegen ihrer zahlreichen Wortwitze, Anspielungen, Parodien und der hohen Messlatte durch die kultigen japanischen Seiyūs als besonders schwer zu synchronisieren. Manch eine skeptische Zunge mutmaßte im Voraus, der Anime sei gar nicht überzeugend ins Deutsche transferierbar. Die ersten zwei Volumes habe meines Erachtens das Gegenteil gezeigt, «Gintama» bereitet auch in unserer Sprache einen großen Spaß. Es wäre freilich vermessen zu behaupten, die deutsche Umsetzung sei perfekt, würde dasselbe Niveau wie das Original erreichen. Dennoch bewegt sie sich auf einem hohen Niveau, welches die meisten Fans zufriedenstellen dürfte.

Mittlerweile ist man schon beim dritten Volume angelangt und man merkt, dass die hiesigen Sprecher bereits gut an ihre Rollen gewohnt sind und daher vermutlich noch ein Quäntchen besser sind als zu Beginn. An die deutschen Stimmen habe ich mich bereits gut gewöhnt und muss an der Stelle nochmals die sehr gelungene Besetzung der meisten Rollen loben. Gerade die drei Protagonisten haben mit Jacob Weigert als Gintoki, Tobias Diakow als Shinpachi und Kaya Marie Möller als Kagura überaus passende Stimmen erhalten, welche die Persönlichkeit der Figuren annähernd ohne Fehl und Tadel transportieren. Hierbei sind die deutschen Synchronsprecher vielfach kein exaktes stimmliches Äquivalent zum japanischen Seiyū, beispielsweise hat Tomokazu Sugita in der Rolle des Gintoki eine deutlich tiefere Stimme als Jacob Weigert. Dies löst bei alteingesessenen «Gintama»-Fans vermutlich anfangs Irritationen aus, welche nach einer gewissen Eingewöhnungsphase aber verfliegen dürften, denn den Charakter kann auch der deutsche Sprecher unverfälscht mit Leben erfüllen. Neben den Stimmen der drei Hauptfiguren sollen aber auch die zahlreichen Nebenrollen und ihre hiesigen Sprecher nicht unterschlagen werden, denn auch hier gibt es nichts groß auszusetzen und die Besetzungen sind ebenfalls passend, von ein zwei Ausnahmen vielleicht abgesehen. So gefallen mir etwa Mark Seidenberg als Kotarou Katsura, Achim Buch als Toushirou Hijikata, Katja Brügger als Ayano Terada oder Michael Bideller als Daimyo Katakuriko Matsudaira überaus.
Nichtsdestoweniger bleibt das japanische Original ein wenig besser. Dies wird insbesondere bei manchen Anspielungen und Gags deutlich. Um hier in den synchrontechnischen Olymp vorzustoßen, reicht es nämlich nicht, die Vorlage zu imitieren. Nein, vielmehr ist es auch erforderlich, die referenzierten Werke selbst zu kennen beziehungsweise das zum Verstehen mancher Gags erforderliche Hintergrundwissen selbst zu besitzen, um so die sprachlichen Feinheiten korrekt transportieren zu können. Da es an der Realität vorbei ginge, von all den deutschen Synchronsprechern zu erwarten, sehr umfangreiche Kenntnisse über die japanische Popkultur im Besonderen zu besitzen, ist in dieser Hinsicht allen voran die Dialogregie in Person von Kerstin Draeger gefragt. Selbstredend habe ich keinen Einblick in die genauen Abläufe der Synchronarbeiten und kann daher nur spekulieren, gehe jedoch stark davon aus, dass hier sicher noch nicht alle Möglichkeiten in Sachen Recherche zur Gänze ausgeschöpft wurden. Letztlich klage ich hier jedoch auf hohem Niveau, denn auch die Dialogregie leistet summa summarum gute Arbeit und alle Beteiligten scheinen sehr bemüht, den Anime bestmöglich zu lokalisieren. Auch das Dialogbuch aus der Feder von Peer Pfeiffer soll an dieser Stelle kurz Erwähnung finden, denn viele Witze wurden stimmig ins Deutsche übertragen und allgemein wirken die Dialoge natürlich und passend übersetzt, weder zu losgelöst noch zu starr angelehnt an die Vorlage.
Wer trotzdem lieber auf die japanische Tonspur zurückgreift, kann das selbstredend tun, denn auch diese befindet sich wie gewohnt samt deutschen Untertiteln auf den Discs.

Erneut wurden sinnvollerweise viele Anspielungen, Parodien und Wortwitze mit erläuternden Untertiteln erklärt, ist doch so einiges für den geneigten Zuschauer ansonsten nicht zu verstehen, selbst wenn er in der japanischen Popkultur relativ bewandert ist. Wie schon bei den beiden ersten Boxen ist hier zu kritisieren, dass manche dieser Erklärungstexte zu kurz eingeblendet werden und daher den Zuschauer zum Zurückspulen zwingen. Dies betrifft allen voran die – zum Glück nur wenigen – Passagen, bei denen die Erläuterungen etwas länger geraten und daher die einzelnen Zeilen nur sehr kurz auf dem Bildschirm zu sehen sind. Eine perfekte Lösung gibt es hier wohl nicht, aber dennoch könnte man die Situation etwas verbessern, indem man die betroffenen Anmerkungen etwas länger eingeblendet lässt und eventuell, sollten dies die regulären Untertitel nicht zulassen, stattdessen am oberen Rand des Bildes platziert.

Eine lobenswerte Kleinigkeit, die zum Abschluss noch Erwähnung finden soll, ist dass die Schilder von Elizabeth direkt mit der deutschen Übersetzung versehen wurden, anstatt diese in den Untertiteln aufzuführen.

Charakter Deutsche Stimme Charakter Deutsche Stimme
Gintoki Sakata Jacob Weigert Isao Kondou Nicolas König
Shinpachi Shimura Tobias Diakow Catherine Angela Quast
Kagura Kaya Marie Möller Prinz Hata Markus Hanse
Sadaharu Josephine Schmidt Ayame Sarutobi Jenny Maria Meyer
Toushirou Hijikata Achim Buch Tsuu Terakado Mia Diekow
Sougo Okita Asad Schwarz Ayano Terada Katja Brügger
Tae Shimura Arlette Stanschus Kotarou Katsura  Mark Seidenberg

 

Verpackung und Extras (8/10)

Die Blu-ray-Hülle steckt in einem dünnen Pappschuber mit abziehbaren FSK-Aufkleber und sieht so im Regal schön aus. Öffnet man das Case, offenbaren sich neben den beiden Discs zwei Postkarten sowie ein kleines Werbeheftchen, in dem andere Animes aus dem Hause KSM präsentiert werden. Die digitalen Extras sind ziemlich knapp bemessen, es gibt Trailer und eine Bildergalerie. Für das Volume eines Langzeit-Animes ist die Ausstattung durchaus zufriedenstellend. Nichtsdestoweniger hätten ein Paar weitere Extras wie etwa Clean Opening & Ending, ein Poster oder ein Episodenguide «Gintama» Box 3 gut zu Gesicht gestanden, weswegen ich in dieser Kategorie auch nur 8 von 10 möglichen Punkten vergebe.

  

 

Fazit

«Gintama» hat es in Box 3 ein weiteres Mal geschafft, sich kräftig zu steigern, sodass mehrere Folgen meines Erachtens zu dem Witzigsten zählen, was die Animewelt zu bieten hat. Die deutsche Lokalisierung durch KSM Anime ist weiterhin grundsolide, die Synchronisation ist überzeugend und schafft es, den Humor der Originalfassung relativ gut ins Deutsche zu übertragen. Wer also gerne lacht, der sollte sich «Gintama» und natürlich auch das dritte und vermutlich bislang unterhaltsamste Volume keinenfalls entgehen lassen! Wer schon recht viele Animes gesehen hat und die japanische Kultur gut kennt, der wird sich an den unzähligen Parodien und Anspielungen erfreuen können. Aber auch Anime-Neulinge sollten sich nicht abschrecken lassen, die Serie bereitet auch ohne großes Hintergrundwissen überaus viel Spaß.

 

Bewertung

Inhalt (x3)                                10/10
Bild               7/10
Musik                                  8/10
Deutsche Lokalisierung 8/10
Verpackung & Extras 8/10

Gesamt                               

 8,7/10

Wir bedanken uns bei KSM Anime für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.