«Fire Emblem» meets «Dynasty Warrioros» – Kann diesen Crossover wirklich überzeugen? Erfahrt mehr in dieser Kurz-Rezension…

  • Titel: «Fire Emblem Warriors»
  • Genre: Fighter
  • Entwicklerstudio: Omega Force, Team Ninja
  • Publisher: Nintendo (in Japan: Koei Tecmo)
  • Veröffentlichung: 20. Oktober 2017
  • Plattform: Nintendo Switch, New Nintendo 3DS
  • Verfügbarkeit: Download, Retail
  • Download-Größe: ~ 14 GB
  • Preis: 47,99 € (SE Switch) / 55,00 € (LE Switch) / 34,99€ (3DS)
  • USK: ab 12 Jahren

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(1) Gameplay (6/10)

Mit den Worten «Fire Emblem» meets «Dynasty Warrioros» ist eigentlich schon alles gesagt. Man spielt die Story aus «Fire Emblem» mit den bekannten Charakteren nach, das allerdings nach typischer «Dynasty Warrioros» Manier. Man koordiniert auf verschiedenen Schlachtfeldern die Protagonisten und versucht dabei, durch möglichst taktische Vorgehensweise die Missionen erfolgreich zu beenden. Unterstützt wird das durch zum Teil komplett animierte und synchronisierte Sequenzen. Prinzipiell ist es ein Button-Smasher, der taktische Vorgehensweise voraussetzt und durch sehr schöne Story-Sequenzen unterstützt wird.

Das Gameplay wiederholt sich dabei von Stage und Stage und wirkt mit der Zeit leider sehr eintönig. Es kommen nur wenige Neuerungen hinzu und es geht eigentlich immer nur darum, sich durch unzählige Massen an Gegnern zu kämpfen und die oftmals sehr ähnlichen Missionen zu erfüllen. Auch wenn es eine Vielzahl an Charakteren gibt, weichen diese im Gameplay eher marginal voneinander ab und fühlen sich nicht immer anders an. Sicherlich sehen die Special-Moves immer anders aus, aber letztendlich bewirken fast alle nur das Gleiche. Allerdings sind die Möglichkeiten dort auch sehr begrenzt und man holt schon das Bestmögliche heraus. Es gibt Waffen unterschiedlicher Klasse (schwere und leichtere Waffen) und ein unterschiedlich ausgeprägtes Durchhaltevermögen der einzelnen Charaktere. Außerdem gibt es eine Art Skill-Tree, wodurch ihr die entsprechenden Charakter selbst etwas individualisieren könnt.

Trotzdem finde ich es eigentlich recht spannend, dass man die Geschichte von «Fire Emblem» in einem Spiel gebündelt verfolgen kann und das mit sehr authentischen Zwischensequenzen. Auch die Animationen der Spezialattacken sind immer schön anzusehen. Die Neuerungen im Vergleich zu den Vorgängern sind sehr gut und es fühlt sich realistischer an. Beispielsweise kann man während des klassischen Story-Modus einmal gefallene Charaktere nicht wiederbeleben. Zudem ist es möglich, den entsprechenden Charakteren Anweisungsbefehle zu geben, auch wenn man diese gerade nicht steuert. Dadurch werden einem ganz neue taktische Möglichkeiten gegeben.

Das Spiel ist in der Steuerung sehr einfach konzipiert und anfängerfreundlich. Nachteil daran sind leider auch die sehr eingeschränkten Möglichkeiten durch ein kleines Moveset und nicht ganz so viel Kombinationsmöglchkeiten. Trotzdem finde ich dabei zumindest gut, dass der Zusammenhalt der verschiedenen Kämpfer durch diverse Teamattacken unterstützt wird.

(2) Performance und Grafik (9/10)

Grafisch ist das Game schon relativ gut und gehört zum vorderen Drittel aller Veröffentlichnungen auf der Nintendo Switch. Man nutzt die maximale Auflösung der Konsole aus und kann komplett ruckelfrei mit stabilen FPS zocken. Das trifft sowohl auf die Handheld-Variante, als auch das Spielen im Dock am TV zu. Hin und wieder gibt es allerdings ein paar Unsauberheiten, die insbesondere im Hintergrund auffallen. Alles in allem wurde das Spiel grafisch gut umgesetzt, bietet aber noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Mit der Steuerung gab es nie Probleme und auch hier werden alle Möglichkeiten der Nintendo Switch unterstützt.

 

(3) Fazit (7,5/10)

«Fire Emblem Warriors» ist ein durchaus gelungenes Spiel, welches Kritikpunkte aus den Vorgängern umgesetzt hat und innovative Neuerungen bietet. Die Verknüfung zwischen Story und Gameplay ist einwandfrei und gerade die sehr schönen Sequzen mit englischer Synchronisation (leider keine deutsche Sprachausgabe) sind für mich das große Highlight des Spiels.

Im Rahmen des Möglichen gibt es gute Individualisierungsmöglichkeiten durch Skill-Tree´s und ganze 25 (!) spielbare Charaktere. Leider sind die Movesets dabei nicht immer einzigartig und fühlen sich oft nicht speziell genug an. Außerdem gibt es doch eher wenige verschiedene Angriffsmöglichkeiten, welche zwar den Einstieg ins Spiel erleichtern, für fortgeschrittene Spieler allerdings kaum fordernd sind.

Das Gameplay ist typisch für «Dynasty Warrioros» und wirkt leider schon nach weniger Spielstunden eintönig.

Wir bedanken uns bei Nintendo für die Bereitstellung eines Review-Exemplares