Der Krieg ist vorbei – doch was passiert danach und wie ergeht es Hinterbliebenen? Dieser Frage geht man in «Rainbow» nach!

Seit dem 26. Juli ist bei Universum Anime Volume 1 der Anime-Serie «Rainbow: Die Sieben von Zelle Sechs» auf DVD und Blu-ray erhältlich. Lohnt sich der Kauf? Dieser Frage gehen wir in dieser Review nach!

«Rainbow: Die Sieben von Zelle Sechs» Vol. 1

Release: 26. Juli 2019 (DVD, Blu-ray)
Episoden: 1 – 6
Publisher: Universum Anime
Produktionsstudio: Madhouse
Regisseur: Hiroshi Koujina
Synchronfirma:EuroSync GmbH, Berlin
Dialogbuch: 
Peer Pfeiffer, Ulrike Lau, Stefan Wellner
Dialogregie: 
Stefan Wellner

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Darum geht es im ersten Volume von «Rainbow: Die Sieben von Zelle Sechs»:

Nachkriegsjapan war eine brutale Zeit. Im Jahre 1955, rund ein Jahrzehnt nach dem zweiten Weltkrieg ist das Land von Armut und Kriegsschäden zerrüttet. In dieser Zeit treffen sechs Jugendliche in einer Art „Besserungsanstalt“ aufeinander, die sich noch als Hölle auf Erden erweisen soll.

In dieser „Besserungsanstalt“ werden Jugendliche für ihre Verbrechen gestraft und wieder auf den richtigen Weg geführt – zumindest sieht es so von außen aus. Das innere der „Erziehungsanstalt“ ist nicht das was die Jugendlichen erwartet haben.  Tag für Tag sehen sie sich hilflos dem grausamen Regime eines pädophilen Arztes und eines sadistischen Wärters ausgeliefert.

Aber selbst an so einem Ort gibt es ein Licht der Hoffnung, personifiziert durch den Zellengenossen Sakuragi. Er bringt den Frischlingen schnell bei, wie man durch den knallharten Gefängnisalltag kommt und dass das Leben doch etwas wert ist.

 

Bilder:

«Rainbow» ist ein Anime, der erstmals im Jahr 2010 in Japan ausgestrahlt wurde, jedoch anders als der Standard vorsieht, in SD. Universum Anime bringt «Rainbow» in HD-Qualität auf den Markt. Auf dem ersten Blick wirkte der Anime viel älter als “nur” neun Jahre, da er einen gewissen Stil aus den 90ern / Anfang der 2000er mitbringt. Das Bild bringt eine gewisse Schärfe mit sich.

Thematisch passend sind die Bilder meistens auch recht kühl gehalten, dazu der realistische Stilansatz. Zu der Geschichte und den Charakteren passt das super. Emotionen werden deutlich gezeigt. Madhouse hat hier einen super Job gemacht.

 

Musik:

Opening

Musikalisch wurde mit dem Opening „We’re not alone“ von coldrain und dem Ending „A far-off Distance“ von Galneryus eine sehr gute Wahl getroffen. Für das Opening wurde ein schneller von Metal und Deathcore geprägter Song gewählt, der gut als Kampf gegen das sadistische Regime der Jungs von Zelle Sechs gesehen werden kann.

Ending

Das Ending hingegen ist wie üblich ruhiger und melodisch aufgebaut. Es versprüht Hoffnung und das Licht, welches die Zellengenossen in ihrer Inhaftierung im grauen Gefängnisalltag so dringend suchen.

Deutsche Lokalisierung:

Charakter Synchronsprecher
Rokurouta Sakuragi aka “Bruder” Fabian Oscar Wien (Saitama, One-Punch Man)
Mario Minakami David Turba (Edward Elric, Fullmetal Alchemist)
Noboru Maeda aka “Schildkröte” Hannes Maurer (Shinji Ikari, Neon Genesis Evangelion)
Ryuji Nomoto aka “Aufgeflogen” Tommy Morgenstern (Son Goku, Dragon Ball Z)
Mansaku Matsu’ura aka “Kohlkopf” Jesco Wirthgen (Itaru Hashida, Steins;Gate)
Tadayoshi Toyama aka “Soldat” Sebastian Schulz (Yami Yugi, Yu-Gi-Oh!)
Jo Yokosuka Dirk Petrick (Nishiki Nishio, Tokyo Ghoul)
Ishihara Oliver Siebeck (Vegeta, Dragonball Z: Kampf der Götter)
Gisuke Sasaki Axel Lutter (Großvater, Kokkoku: Moment für Moment)
Kumagai Jaron Löwenberg (Shinya Kougami, Psycho-Pass)
Megumi Yokosuka aka “Meg” Lana Finn Marti (Mélissa, Opi, das Walross)
Setsuko Koike Rubina Nath (Tea Gardner, Yu-Gi-Oh!)
Sakuragis Mutter Maria Sumner (Bulmas Mutter, Dragonball Z: Kampf der Götter)
Sakuragis Vater Klaus Lochthove (Baron Naoe, Sirius the Jaeger)
Yokoyama Bernhard Völger (Sebastian Michaelis, Black Butler)
Aoki Matthias Klages (Murai, Legend of the Galactic Heroes: Die Neue These)
Hashimoto Paul Matzke (Kazumo, Swordgai The Animation)
Ibata Jan Kurbjuweit (Jouji Saiga, Psycho-Pass 2)
Ei’ichi Hagino Kevin Kraus (Schwertkrieger, Goblin Slayer)
Erzählerin Gundi Eberhard (Miwako Satou, Detektiv Conan: Der dunkelste Albtraum)

«Rainbow: Die Sieben von Zelle Sechs» wurde im Berliner EuroSync GmbH-Studio vertont, die u. a. auch schon «Made in Abyss» und «Terror in Tokio» produziert haben.

Der deutsche Sprechercast ist erstklassig besetzt. Mir ist kein Ausreißer nach unten aufgefallen, jeder Sprecher konnte seinem Charakter das Leben einhauchen was es brauchte. Da die Emotionen in «Rainbow» eine wichtige Rolle spielen, wurde offenbar bei den Synchronarbeiten gut darauf geachtet, dass sich dies auch übertragen kann. Das ist dem Team in Berlin sehr gut gelungen.

 

Fazit:

«Rainbow: Die Sieben von Zelle Sechs» – ein Titel, wo zumindest grundlegend die Thematik klar wird bei jedem. Der Anime ist düster und emotional – und somit nichts für jemanden der gute Laune braucht. «Rainbow» erzählt in den ersten sechs Folgen eine Geschichte, die hart und brutal ist. So was geht einem ans Herz. Eine sehr erwachsene Serie, die man kaum in Animes zu sehen bekommt. Ein paar Funken Hoffnung stimmen den Anime nicht zu eintönig und düster. Wer eine emotionsgeladene Bombe braucht, wird sich mit «Rainbow: Die Sieben von Zelle Sechs» zufrieden geben können. Volume zwei sollten diejenigen, die die ersten sechs Folgen gut fanden, sich definitiv nicht entgehen lassen.

Punkte:

Inhalt

8 / 10

Musik

7 / 10

Animation

7 / 10

Deutsche Lokalisierung

9 / 10

Insgesamt

8 / 10

Wir bedanken uns bei Universum Anime für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.