Home

Mit «Dragon Ball Z: Kakarot» kommt ein waschechtes «Dragon Ball»-Rollenspiel für die großen Konsolen. Dabei versucht man das Feeling der Anime-Serie einzufangen. Ich durfte mich drei Stunden lang mit dem Spiel beschäftigen und verrate euch hier, ob das Spiel mich in dieser Zeit in seinen Bann ziehen konnte.

Auf dem Preview-Event von Bandai Namco konnte ich die ersten drei Stunden von «Dragon Ball Z: Kakarot» auf einer PlayStation 4 Pro anspielen. Schon bereits vor Spielstart gab es eine kleine Überraschung für mich: Das Opening des «Dragon Ball Z»-Anime wurde fast eins zu eins für das Spiel übernommen – alles natürlich in Spielegrafik. Als großer Fan der Anime-Serie erfreute mich das natürlich sehr.

Hier könnt Ihr die Collector’s Edition vorbestellen:
PlayStation 4
Xbox One

Und hier die Standard-Edition:
PlayStation 4
Xbox One
Steam

Son-Goku vs. Piccolo

Das Spiel beginnt mit einem kurzen Traumkampf zwischen Son-Goku und Piccolo, um die Spieler mit der Kampfsteuerung vertraut zu machen. Dabei ist es relativ simpel gehalten: Um den Gegnern auf das Maul zu hauen, nutzt man die Kreistaste. Für verschiedene Kombos verbindet man diese mit den Richtungstasten oder Spezialangriffen. Diese wiederum aktiviert man, indem man die linke Schultertaste gedrückt und auf eine der angezeigten Tasten tippt. Mit der Kreuztaste kann man sich hin und her teleportieren bzw. sich schneller fortbewegen und mit Viereck haut man ein paar Ki-Bälle dem Gegner um die Ohren. Soviel zu den Grundlagen.

Während dem Kampf habe ich gemerkt, wie toll ein «Dragon Ball»-Spiel aussehen kann. Auf der Kampfarena waren viele Steinpartikel verstreut, die in der Luft schwebten. Die Kampf- und Strahleffekte sahen toll aus und vor allem letztere hinterließen auch in der Landschaft ihre Spuren, die allerdings leider nach kurzer Zeit verschwanden. Der Kampf selbst ist ziemlich einfach, sodass man nicht wirklich verlieren kann.

Ein idyllischer Anfang

Das eigentliche Spiel startet ziemlich ruhig. Gemeinsam mit dem kleinen Sohnemann Son-Gohan befindet man sich in einem Wald und pflückt Äpfel. Hier gefiel mir die Darstellung der Vater- und Sohn-Beziehung, was in der Anime-Serie öfters ausgelassen wurde. Während der Suche nach Äpfeln sorgte ein Blick auf die Karte für mehr Aufschluss über die Welt. Denn die Welt im Spiel ist nicht eine große Open-World, sondern ist in mehrere, verschieden große Bereiche unterteilt.

Son-Goku am Essen im Videospiel Dragon Ball Z: Kakarot

© Bandai Namco Entertainment

Am Ende des des Waldtrips gab es noch ein kleines Festessen am Lagerfeuer. Hier wurde das nächste Element des Spiels vorgestellt. Essen gibt nämlich Attribut-Boosts und je nach dem, was man isst, gibt es einen größeren oder kleineren Boost. Fast im gleichen Atemzug wurde das “Community Board”-Feature eingeführt. Beim Namen könnte man denken, dass es eine Online-Komponente ist, aber das ist nicht der Fall.

Das Community-Board von Dragon Ball Z: Kakarot, wo man Seelenembleme in Verbindung setzen kann um so stärker zu werden.

© Bandai Namco Entertainment

Hier kann man gesammelte Seelenabzeichen miteinander in Verbindung setzen. Diese repräsentieren die Beziehung der Charaktere zueinander. In bestimmten Kombinationen kriegt man so einen langfristigen Link-Bonus auf verschiedene Attribute. Dieses Feature erinnert etwas an das Link-Feature von dem Mobile-Game «Dragon Ball Z: Dokkan Battle», wo es auch gewisse Boni gibt, wenn man bestimmte Charaktere nebeneinander platziert.

Viele kleine Anekdoten

Nach dem kleinen Ausflug in den Wald kehrt man wieder zurück Nachhause, wo Chi-Chi schon bereits auf einen Sehnsüchtig wartet. Auf dem Weg dorthin bemerkte ich viele kleine Anekdoten zur Anime-Serie. In einigen Szenen verhielten sich die Charaktere in ihrer Bewegung wie im Anime. Auch zur ersten «Dragon Ball»-Serie fand ich etwas. So gibt es auf der Welt verteilt Fotos, die aus der Anime-Serie entstammen und eine kleine Geschichte der Serie in Textform erzählen. Inwieweit die Geschichte von Son-Gokus Abenteuern als Kind erzählt wird, kann ich allerdings noch nicht einschätzen. Jedoch finde ich es cool, dass auch die Geschichte vor der “Z-Ära” seinen Weg in das Spiel gefunden hat.

Die Weltkarte von Dragon Ball Z: Kakarot, auf dem man auswählen kann, in welchen Bereich man fliegen will.

© Bandai Namco Entertainment

Später ging es zu Muten-Roshis Haus, wo die Story weiterging. Während dem Flug dorthin konnte ich einen größeren Bereich der Welt erkunden. Die Welt dort ist an sich schön gestaltet, wirkt jedoch nicht allzu lebhaft. Allerdings nur auf dem ersten Blick. Hier und dort sieht man definitiv einiges aus der Tierwelt, ein paar Gegner und NPCs. Wer eine lebhafte Welt wie beim Rollenspiel «The Witcher» erwartet, wird aber enttäuscht.

Ein Feind nähert sich

Erst richtig legte die Story los, als Radditz, Son-Gokus Bruder vom Planeten Vegeta, ankam. Der hatte keine guten Absichten, sodass sich Son-Goku mit seinem alten Feind Piccolo zusammentun musste, um ihn zu besiegen. Im gemeinsamen Kampf gegen Radditz konnte man Piccolo als Unterstüztungs-Charakter rufen. Der je nach Tastenkombination dem Gegner eine Attacke verpasste, uns verteidigte oder uns heilte. Während der Auswahl der Spezialattacke verlangsamt sich der Spielverlauf, was ich sehr hilfreich fand, da es schon recht chaotisch werden kann – vor allem wenn sich viele Gegner auf dem Kampffeld befinden.

Son-Goku feuert eine Kame-Hame-Ha auf seinen Gegner Radditz

© Bandai Namco Entertainment

Der Kampf endet wie im Anime-Original mit einem dramatischen Ende. Nach einigen Szenen, die dem Anime nachempfunden sind, konnte ich in die Haut von dem kleinen Son-Gohan schlüpfen. Alleine im Wald war ich den Tieren ausgehändigt und musste weglaufen, denn Son-Gohan konnte zu dieser Zeit weder Fliegen noch Kämpfen. Kurz darauf endete dann meine Anspielsession.

Ersteindruck

In der dreistündigen Session konnte ich einen guten Eindruck davon bekommen, in welche Richtung das Spiel geht. Als Liebhaber der Anime-Serie gefiel mir, wie sehr man sich an das Anime-Original hält. Viele Szenen erinnerten mich an die Serie und ich verfiel regelrecht in Nostalgie. Spielerisch erinnerte mich das Spiel an die alte «Legacy of Goku»-Reihe, die damals auf dem Game Boy Advance erschienen ist. Man besiegt Gegner, absolviert Quests und sieht, wie stark sein Charakter nach jedem Level-up wird. Wie wichtig die Rollenspiel-Features im weiteren Verlauf des Spieles werden, kann ich jedoch noch nicht sagen. In den drei Stunden konnte ich nämlich ohne viel zu Essen und anderen Powerboosts Radditz kinderleicht aufs Maul hauen.

Ich bin ehrlich: Im Vergleich zu anderen Rollenspielen wird «Dragon Ball Z: Kakarot» wahrscheinlich nicht sehr gut abschneiden. Doch das will der Entwickler CyberConnect 2 wohl auch nicht erreichen. Man merkt, dass es ein Spiel für die Anhängerschaft ist. Während der kurzen Session erweckte das Spiel wirklich Nostalgiegefühle in mir und ich hätte sehr gerne weiter gezockt. Die drei Stunden verflogen schnell und ich bin gespannt, wie lang sich der Spielspaß halten kann und ob das Spiel weitere Überraschungen für mich bereit hält. Schon jetzt sei aber gesagt: Das Spiel ist ein Must-have für Fans! Ich hoffe aber das die angekündigten Nebenstories genug bieten, sodass man auch als großer «Dragon Ball»-Experte Neues aus der Welt der Dragonballs erfährt.

 

«Dragon Ball Z: Kakarot» erscheint am 17. Januar 2020 für PlayStation 4, Xbox One und PC (Via Steam).