Eines der wohl meisterwarteten Spiele seit Jahren: Das Remake zum Klassiker «Final Fantasy 7»! Auf der gamescom 2019 hatten wir die Möglichkeit das Spiel anzuzocken und was wir davon halten, erfahrt ihr hier.

Als großer Fan der «Final Fantasy»-Spielereihe konnte ich es mir nicht entgehen lassen, auch mal selbst Hand an das Remake des Klassikers «Final Fantasy 7» zu legen. Deshalb ging es für mich am ersten Messetag direkt zu den Anspielstationen von «Final Fantasy 7 Remake» bei Square Enix.

Bevor es ans Spielen gehen konnte, gab es ein kurzes “Briefing” in der erklärt wurde, was unsere Mission ist. An den Spielstationen angekommen, ging es auch direkt schon los.

Midgar

Das Setting des Spiels ist in Midgar angesiedelt und dort beginnt auch das Spiel. In der Demo starten wir kurz vor dem Mako-Reaktor, wo wir eine Bombe platzieren müssen. Die Umgebung ist Midgar-typisch ziemlich Industriell und wirkt wesentlich düsterer als im Original von 1997.

Final Fantasy 7 Remake: Düstere Straße in Midgar

Im begehbaren Part waren neben Gegnern auch einige Kisten vorhanden, die nur darauf warteten geöffnet zu werden. Bei der Demo merkte man allerdings, dass es nicht viel Freiraum zum Erkunden gibt – was man natürlich in der Kürze der Anspielzeit auch nicht schaffen kann. Man setzte hier den Fokus auf den Kampf, um die Spieler näher an das Kampfsystem zu bringen.

Taktik trifft auf Action

Das Kampfsystem in «Final Fantasy 7 Remake» wurde von Grund auf neu erstellt. Statt wie beim Original auf rundenbasierte Kämpfe zu setzen, legte man hier mehr wert auf ein actionorientiertes Gameplay – jedoch kommt taktisches Gameplay dennoch nicht zu kurz. In der Demo konnten wir unsere Widersacher nicht nur per Tastendruck mit Schwertstreichen niederstrecken, sondern auch eine Reihe an Zaubern und Fähigkeiten einsetzen. Mit der Kreistaste (PlayStation 4) kann man ein Befehlsmenü aufrufen, worüber man diese Fähigkeiten und Items auswählen und nutzen kann. Während das Befehlsmenü aufgerufen ist, wird das Spielgeschehen verlangsamt, sodass man seine nächsten Schritte in Ruhe planen kann. Das empfand ich auch wirklich gut, da es im Eifer des Gefechts ziemlich viel los war.

Final Fantasy 7 Remake: Kampfsituation

Die Demo endete mit einem Bosskampf, der es in sich hatte. Ohne taktisches Vorgehen kam man hier nicht weit. Gemeinsam mit unserem Kameraden Barret, kämpften wir gegen einen riesigen Skorpionroboter, der mit seinen Laserangriffe uns das Leben zur Hölle machte. Zum Glück hat jeder Gegnertyp Schwächen, die man ausnutzen kann. Beim Roboter waren es Blitzangriffe. Da der Hauptcharakter Cloud keine Blitze zaubern kann, muss es Barret tun. Und hier kommen wir zu einer weiteren Neuerung im Remake: Man kann quasi “on the fly” die Charaktere wechseln, um deren Fähigkeiten zu nutzen – muss es aber nicht. Man kann auch einfach ihnen Befehle erteilen. In der Demo fühlte sich das hin und her switchen zwischen den Charakteren sehr geschmeidig an und man merkte, dass die Charaktere ganz unterschiedlich ausfallen. Barret hat keine Nahkampfwaffen, sondern nur ein Maschinengewehr am Arm. Daher konnte man mit ihm nur aus der Entfernung angreifen.

Final Fantasy 7 Remake: Limit-Break in Aktion

Irgendwann war der Boss auch soweit, dass er seine Spezialfähigkeiten nutzte. Dann mussten wir uns hinter Steinbrocken verstecken, um nicht getroffen zu werden. Diese Zeit nutzte ich zum Heilen. Dann ging es wieder ans Metzeln, um den Skorpion den Garaus zu machen. Während wir Schläge verteilen und kassieren, füllen sich verschiedene Anzeigen. Eine wird geleert, wenn wir Fähigkeiten benutzen und die andere kommt dann zum Einsatz, um eine Spezial-Fähigkeit einzusetzten, die sogenannten “Limit-Breaks“. Mit diesen ist es möglich immensen Schaden am Gegner zu verursachen. Limit-Breaks kommen allerdings nur dann zustande, wenn man genug Treffer einkassiert hat. Kurz vor dem Ende des Kampfes war es bei mir aber soweit, ich konnte einen Limit-Break einsetzen und den Boss besiegen. Nach einer kurzen Sequenz endete die Demo.

Einschätzung

Ich muss sagen, ich war Anfangs ziemlich skeptisch, was «Final Fantasy 7 Remake» anbelangt. Die vorherigen Trailer mit dem eher actionorientieren Kampfsystem schreckten mich ab. Nachdem ich aber selbst Hand anlegen konnte, muss ich sagen: Das Kampfsystem ist super! Die Kombination aus taktischem und actionorientiertem Gameplay fühlt sich sehr erfrischend neu an und Dank der Zeitverlangsamung endet es nicht in einem Hack`n`Slash-Gemetzel. Grafisch war es bereits in den Trailern ein Augenschmaus. In der Demo lief das Spiel überraschenderweise ziemlich flüssig und war von den Effekten her echt schön anzusehen. Jetzt kann ich nur hoffen, dass das Spiel im weiteren Verlauf die Messlatte so hoch hält, wie in der von mir angespielten Demo. Wen dem so ist, macht das Spiel dem Original alle Ehre!

«Final Fantasy 7 Remake» erscheint am 3. März 2020 für die PlayStation 4.