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Der elfte «Pokémon»-Spielfilm überzeugt da, wo seine Vorgänger auch schon punkten konnten – schwächelt eben aber auch an jenen Stellen.

Der Publisher polyband anime veröffentlicht derzeit nach und nach sämtliche «Pokémon»-Filme und Specials des großen Anime-Franchise. Dazu gehört auch der elfte Spielfilm «Giratina und der Himmelsritter» aus dem Jahr 2008.

 

«Pokémon 11 – Giratina und der Himmelsritter»

Release: 10. Juni 2020
Publisher: polyband anime
Produktionsstudio: OLM
Produktionsjahr: 2008
Regisseur: Kunihiko Yuyama
Synchronfirma: FFF Grupe GmbH
Dialogbuch: Andreas Barz & Jochen Steglich
Dialogregie: Bodo Grupe

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Darum geht es
Giratina ist das einzige Pokémon, das in der Gegenwelt lebt, einem unbekannten Nachbarbereich unserer Welt. Voller Wut über Palkias und Dialgas Störung von Raum und Zeit zerrt es Dialga in die Gegenwelt, um mit ihm zu kämpfen. Aber der Konflikt wird vom winzigen Shaymin, dem Dankbarkeits-Pokémon, beigelegt! Nachdem Shaymin die Gegenwelt verlassen und Ash und dessen Freunde getroffen hat, bittet Shaymin telepathisch um Hilfe, denn es möchte mit den anderen Shaymin im Blumengarten zusammen sein. Kurz nachdem Ash und seine Freunde zugestimmt haben, Shaymin zu helfen, werden sie in die Gegenwelt entführt und treffen dort auf Professor Newton, der dieses geheimnisvolle Reich erforscht. Sie ahnen nicht, dass Newtons ehemaliger Assistent, Zero, die Macht von Giratina nutzen will, um sich zum Herrscher der Gegenwelt aufzuschwingen – selbst, wenn er dazu die echte Welt zerstören muss!

Zwischen zwei Welten
Pokémon-Filme lassen sich in der Regel immer einem Schema zuordnen: Neues Pokémon taucht auf, Bösewicht möchte dieses nutzen um die Welt zu zerstören oder zu beherrschen. In «Pokémon – Giratina und der Himmelsritter» ist das etwas anders. Zwar taucht mit Shaymin ein für Ash, Rocko und Lucia unbekanntes Pokémon vor Ihrer Nase auf, dieses wird jedoch von Bösewicht Zero nicht benutzt, stattdessen will er Giratina haben um die reale Welt zu zerstören und sich zum Machthaber der Gegenwelt zu ernennen.

So wie eigentlich der Großteil der Pokémon-Filme fängt auch dieser hier recht klassisch an mit einem Konflikt und einem neuen Pokémon, daher sei direkt gesagt: Wer mit dem Grundaufbau der Spielfilme nie was anfangen konnte wird sehr wahrscheinlich auch mit «Giratina und der Himmelsritter» nicht warm – für alle anderen dürften es jedoch 96 Minuten gute Taschenmonster-Unterhaltung sein.

Animationstechnisch ist der Film in Ordnung. Der elfte Abendfüller erschien 2008 in Japan, so wurde der Movie bereits in HD produziert aber nur mehr oder weniger solide. Manche Szenen wirken noch recht unscharf und kaum detailreich während andere wieder ziemlich gut aussehen. Apropro Details: Wie auch die meisten anderen «Pokémon»-Animefilme ist auch «Giratina und der Himmelsritter» sehr oberflächlich gehalten was Hintergründe und Details angeht.

Die deutsche Synchronisation ist gut gelungen, alle Sprecher aus der «Diamant & Perl»-Serie konnten auch für den Film gewonnen werden. Fans müssen sich hier also nicht umstellen. In Deutschland erschien der polyband anime im Juni 2020 in einer klassischen Amaray ohne Extras. Dafür ist der Film mit ca. 13 Euro Kaufpreis recht erschwinglich, von daher geht das in Ordnung.

Zusammengefasst lässt sich sagen das «Pokémon – Giratina und der Himmelsritter» sich durchaus sehen lassen kann und ein solider bis guter Pokémon-Film mit ein paar Längen hat – gerade der Kampf gegen Zero hätte gekürzt werden können da sich dieser über 35 Minuten des Films zieht. Dennoch ist der Film wie auch die meisten Movies des Franchise sehr einfach gehalten und leichte Unterhaltung mit ansehnlicher Action. Für «Pokémon»-Fans eine Empfehlung, für andere nichts was man sich auf die Watchlist packen muss.

Punkte

Inhalt

7 / 10

Musik

7 / 10

Deutsche Lokalisierung

8 / 10

Verpackung / Extras

7 / 10

Insgesamt

7 / 10

Wir bedanken uns bei polyband anime für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.