«Magic Kaito 1412» schafft es dank peppermint anime endlich nach Deutschland. Weshalb uns das erste Volume überzeugt hat, erfahrt ihr in unserer Review.

  • Label: peppermint anime
  • Veröffentlichung: 27.10.2017
  • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben
  • Laufzeit: ca. 150 Minuten
  • Bildformat: 16:9
  • Auflösung: 1920 x 1080
  • Genre: Mystery
  • Sprachen: Deutsch, Japanisch ((L)PCM 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Anzahl Disks: 1
  • Verpackung: Amaray + O-Card
  • Extras: Trailershow, Clean Opening

 

 

Story (9/10)

Als in den Nachrichten berichtet wird, dass der berüchtigte Meisterdieb Kaito Kid nach acht Jahren zurückgekehrt ist, schwört Oberschüler Kaito Kuroba vor seinen Klassenkameraden, diesen herauszufordern. Immerhin können dessen Zaubertricks sicherlich nicht mit seinen eigenen mithalten! Doch dann stolpert Kaito in die Geheimkammer seines verstorbenen Vaters und es stellt sich heraus, dass der legendäre Magier selbst der Phantomdieb Kid war. Wer ist dann aber der mysteriöse Dieb aus den Nachrichten? Kaito schwingt sich in das alte Outfit seines Vaters und versucht diesem Geheimnis selbst auf die Spur zu kommen.

Persönliche Einschätzung

Peppermint anime veröffentlicht den Anime «Magic Kaito 1412» aus dem Jahr 2014 in Deutschland, welcher insgesamt 24 Episoden enthält. «Magic Kaito 1412» (2014/15) darf nicht mit «Magic Kaito: Kid the Phantom Thief» (2010-2012) verwechselt werden, da diese Serie bereits bei einem anderen Publisher erschienen ist. Dennoch basieren beide Animes auf dem «Magic Kaito»-Manga von Gosho Aoyama.

In den ersten Episoden wird dem Zuschauer die Handlung erklärt. In den weiteren Folgen tauchen dann noch die wichtigsten Charaktere auf, wie zum Beispiel Saguru Hakuba oder Akako  Koizumi. «Magic Kaito 1412» ist mehr oder weniger episodisch aufgebaut, dennoch wird natürlich die Rahmenhandlung eingehalten. Somit sieht der Zuschauer fast in jeder Folge einen Diebstahl, bei dem die tollen Tricks von Kaito Kid angewendet werden.

Gerade diese Tricks gefallen mir an dem Anime am besten. Sie sind immer anders und überraschen mich sehr oft, sofern man die Episoden nicht schon kennt. Es wurden nämlich einige Folgen aus dem Anime «Detektiv Conan» neu animiert, daher werden einige Tricks dem ein oder anderen «Detektiv Conan»-Fan bekannt vorkommen.

Während Akako zu Beginn noch abgeneigt von Kaito Kid war, wird sie gegen Ende ein Freund von ihm. Ganz anders sieht das mit Saguru Hakuba aus: Er versucht Kaito Kid bei einem seiner Diebstähle zu fangen, was ihm aber nicht gelingt. Dennoch ist das Zusammentreffen der beiden spannend gestaltet, da Hakuba mit seiner Intelligenz fast gegen Kaito Kid ankommen kann. Irgendwie schafft es Kid dann doch noch zu entkommen, dennoch freue ich mich auf die weiteren Fälle zwischen den beiden.

Der Humor bleibt aber auch nicht auf der Strecke, da Inspektor Nakamori ebenfalls versucht, Kid zu fangen Kid durchschaut die Pläne vom Inspektor sehr schnell und schafft es somit immer, die Juwelen zu stehlen.

Animationen (7/10)

Ein großer Unterschied zwischen «Magic Kaito 1412» und «Magic Kaito: Kid the Phantom Thief» sind die Animationen. Für «Magic Kaito 1412» war das Animationsstudio A-1 Picture zuständig, welches zum Beispiel schon «Sword Art Online» oder «Erased» produzierte. Die Animationen sehen dementsprechend auch anders aus, da nicht mehr TMS Entertainment für die Animation zuständig ist.

Auch wenn die Charaktere anders aussehen, sind die Animationen nicht schlechter. Es tauchen zwar ab und zu Standbilder auf, dennoch sind die Animationen flüssiger als bei der anderen Kaito Kid-Serie. Die Charaktere sind manchmal auch nicht sehr detailliert gezeichnet, was sehr schade ist. Im Großen und Ganzen ist es eine Verbesserung, dennoch geht es auch noch ein wenig besser.

   

Musik (9/10)

Die Musik im Anime gefällt mir besonders gut. Alle Stücke sind sehr einprägsam und passen zu der jeweiligen Situation. Außerdem steht die Musik nicht im Hintergrund, wie bei vielen Animes, sondern sie spielt eine große Rolle. Besonders in den Action-Szenen, die gelegentlich auftreten, passt die Musik wie die Faust aufs Auge. Diesen Track könnt ihr euch hier anhören:

Bei dem Opening gefällt mir besonders die Mitte, da es dort lauter wird. Auch die Stimme der Sängerin harmoniert zum Song.

Das Ending ist hingegen direkt laut und stimmig. Es könnte meiner Meinung auch ein Opening sein, da es nicht so ruhig ist wie viele andere Endings. Beim Ending gefällt mir der Refrain besonders gut. Auch die Musik in dem Ending passt zu dem Anime, da ich die Musik mit Magie und Zauberei  verbinde.

Deutsche Lokalisierung (9/10)

Die deutsche Synchronisation von «Magic Kaito 1412» ist durchaus gelungen. Der Publisher konnte für das Dialogbuch und für die Dialogregie Karin Lehmann beauftragen, welche bereits für viele Filme von «Detektiv Conan» zuständig war. Der Anime wurde von den Oxygen Sound Studios in Berlin aufgenommen und erscheint in PCM 2.0.

Man merkt deutlich, wie viel Herzblut in «Magic Kaito 1412» steckt. War die Synchronisation der ersten Serie «Magic Kaito: Kid The Phantom Thief» beim Konkurrenten KAZÉ noch ein totaler Reinfall, u.a. wegen der  Fehlbesetzung von Aoko, hat sich Karin Lehmann glücklicherweise dazu entschieden, dass Aoko nicht mehr von Jenny Maria-Meyer gesprochen wird. Stattdessen übernimmt Josephine Schmidt die Rolle, welche sehr gut auf den Charakter passt.

Viele der Charaktere in «Magic Kaito 1412» sind bereits im «Detektiv Conan»-Universum aufgetaucht. Die Stimmen, die die Fans seit vielen Jahren kennen sind glücklicherweise auch hier wieder dabei. So wird zum Beispiel Kaito Kid weiterhin von Julien Haggége gesprochen und Saguru Hakuba von Konrad Bösherz.

Auch bei den Nebenrollen gibt es keine Fehlbesetzungen, was ein weiterer Pluspunkt ist. Als sich Kid jedoch in der vierten Episode als Hakuba verkleidet hat, wurde er nicht von Konrad Bösherz, sondern von Julien Haggége gesprochen. Im Original wurde der verkleidete Kid von Hakuba gesprochen, wie es eigentlich auch in der deutschen Fassung sein sollte. Wegen diesem kleinen (absolut verzeihbaren) Fehler gibt es einen kleinen Abzug.

Sprecher Rolle
Melanie Isakowitz Akako Koizumi
Josephine Schmidt Aoko Nakamori
Denise Gorzelanny Chikage Kuroba
Sven Gerhardt Ginzou Nakamori
Julien Haggége Kaito Kid / Kaito Kuroba
Inken Baxmeier Keiko Momoi
Reinhard Scheunemann Kounosuke Jii
Konrad Bösherz Saguru Hakuba
Martin Brücker Touichi Kuroba

 

Extras (6/10)

Der Publisher peppermint anime veröffentlicht «Magic Kaito 1412» in einer Amaray mit O-Card. Es liegen keine Extras bei, außer einer Trailergalerie und das Clean Opening auf der Disc. Auch auf ein Streamingcode für AKIBA PASS wurde verzichtet.

Fazit

Kaito Kid ist zurück – mit neuen Animationen, Musik und einer grandiosen Synchronisation. Die Story ist natürlich nicht verändert worden, dennoch gefällt sie mir sehr. Die Diebstähle von Kid sind immer wieder verblüffend und es macht Spaß sich die Serie anzuschauen. Auch die deutsche Synchronisation ist gelungen, da Karin Lehmann wieder mit dabei war. Leider gibt es keine Extras in physischer Form, sondern nur das Clean Opening auf der Disc.

Dennoch müssen sich alle Kaito Kid-Fans diese Serie kaufen, da sie länger und besser als die alte Serie ist.

 

Bewertung

Story (x2)                                9/10
Animationen               7/10
Musik                                  9/10
Deutsche Lokalisierung 9/10
Verpackung & Extras 6/10

Gesamt                               

 8,1/10

Wir bedanken uns bei peppermint anime  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

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