Am 23. Oktober veröffentlichte KSM Anime das zweite Volume der Serie «K Project» in Deutschland. Was hat es mit den Erinnerungen von Shiro nur auf sich?

  • Label: KSM Anime
  • Veröffentlichung: 23.10.2017
  • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben
  • Laufzeit: ca. 100 Minuten
  • Bildformat: 16:9
  • Auflösung: 1920 x 1080
  • Genre: Mystery
  • Sprachen: Japanisch (DTS-HD Master Audio 2.0), Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Anzahl Disks: 1
  • Verpackung: Amaray
  • Extras: Booklet, Trailer, Bildergalerie

 

Story (8/10)

Während Mikoto weiter im Gefängnis von SCEPTER 4 sitzt, quälen ihn die Erinnerungen an seinen getöteten Freund und Mitstreiter Tatara Totsuka. Unterdessen gelingt es SCEPTER 4, Shiro aufzuspüren. Sie wollen auch ihn gefangen nehmen, doch er kann mit Hilfe von Neko und Kuroh gerade so entkommen. Langsam beginnt Shiro an der Richtigkeit seiner Erinnerungen zu zweifeln, denn es passieren immer wieder unerklärliche Dinge, die er nicht einordnen kann. Allem Anschein nach weiß Neko mehr über Shiro und seine Vergangenheit, als sie bis jetzt zugegeben hat. Zusammen mit Kuroh überzeugt Shiro sie, ihnen die Wahrheit zu sagen. Er ist bereit, sich seinen Erinnerungen zu stellen, ganz egal, was sie ihm offenbaren.

Persönliche Einschätzung

Im zweiten Volume von «K Project» gibt es nicht nur Einblicke in die Vergangenheit, sondern auch das erste Zusammentreffen zwischen Shiro und SCEPTER 4. In den ersten Episoden erfährt der Zuschauer, dass der ermordete Tatara Totsuka ein Mitglied vom roten Clan (HOMRA) war. Außerdem gibt es zahlreiche Flashbacks, in denen Totsuka mit seinem Clan gezeigt wird. Ich finde, dass solche Flashbacks oft zur Story passen, da man mehr über die Charaktere erfährt. Da es in «K Project» zahlreiche Szenen mit Totsuka gibt, die in direktem Zusammenhang mit anderen Mitgliedern stehen, wirkt er wichtiger und ist nicht nur eine unwichtige Person, die umgebracht wurde.

In den weiteren Episoden steht dann Shiro im Mittelpunkt, da er aus unerklärlichen Gründen falsche Erinnerungen besitzt. Dies wird ihm klar, nachdem er nach dem Haus seiner Eltern sucht und plötzlich in einem Stadion steht. Da Shiro noch immer von den anderen Clans für den Mörder gehalten wird, suchen sie natürlich nach ihm. Im Stadion wurde Shiro von SCEPTER 4 entdeckt, dennoch gelingt ihm die Flucht vor dem Clan. Obwohl das Zusammentreffen zwischen Shiro und SCEPTER 4 nicht mit spannenden Kämpfen verbunden ist, ist die Story sehr interessant. Das liegt daran, dass Shiro es schafft zu flüchten, indem er die Tricks von Neko benutzt. Außerdem ist die Geschichte sehr konfus, wodurch der Überblick sehr schwer fällt. Dennoch werden im Laufe der Zeit einige Geheimnisse gelüftet, wodurch man die Story besser versteht.

Shiro erfährt schließlich, dass er nur durch Neko von den anderen Schülern wahrgenommen wurde, da sie die Menschen um ihn herum manipuliert hatte. Nachdem Shiro das klar wurde, versucht Neko seine erste Erinnerung wiederherzustellen. In seiner Erinnerung erfährt er schließlich, dass ihn Adolf K. Weismann aus einem Luftschiff geworfen hat. Shiro, Neko, Kuroh und SCEPTER 4 starten schließlich einen Angriff auf das Luftschiff von Weismann…

Animationen (9/10)

Für die Animationen von «K Project» war das Animationsstudio GoHands zuständig, welches bereits «Coppelion» oder «Hand Shakers» produzierte. Das Bild liegt selbstverständlich in 1080p und im Format 16:9 vor. Die Animationen sind sehr schön und sauber gezeichnet, obwohl der 13-teilige Anime aus dem Jahr 2012 stammt.

Die Farben sind kräftig und die Hintergründe sind immer sehr detailliert. Auch die CGI-Effekte sind passend ins Bild integriert, da sie sehr gut zu den anderen Animationen harmonieren. Leider sind die Gesichtszüge der Charaktere nicht immer detailliert gezeichnet, was sehr schade ist, da der Anime sonst keine Schwächen bei den Animationen zeigt.

   

Musik (10/10)

Ein echtes Highlight in «K Project» ist für mich die Musik. Sie passt perfekt zu allen Szenen und verbessert den Anime um einiges. Die Musik ist einfach anders als bei anderen Animes, da sie besonders ist. Dadurch hebt sich auch der ganze Anime von den anderen ab. Außerdem gibt es zahlreiche Stücke, die mit dem Klavier eingespielt wurden. Besonders diese Klavierstücke gefallen mir am Besten im Anime. Hier könnt ihr euch ein solches Stück anhören:

Auch das Opening gefällt mir sehr. Es ist genau wie die Musik im Anime anders und dennoch gut. Während der Song am Anfang etwas langsam ist, wird er ab der Mitte schneller und intensiver.

Das Ending ist ruhig und wirkt auf mich geheimnisvoll und traurig. Es gefällt mir ebenfalls, da die Stimme zur Musik harmoniert und die Episoden ausklingen lässt. Hier könnt ihr euch das Ending anhören:

Deutsche Lokalisierung (10/10)

Für die deutsche Synchronisation «K Project» waren die G&G Studios in Kaarst zuständig. Für das Dialogbuch und für die Dialogregie war Jörn Friese zuständig. Außerdem liegt der Ton in DTS-HD Master Audio 5.1 vor.

Die deutsche Lokaliserung ist dem Publisher KSM Anime gelungen. Die Stimmen passen alle perfekt auf ihre Rollen und es gibt keine Fehlbesetzungen. Besonders gut gefallen mir die Stimmen von Tobias Brecklinghaus auf den roten König Mikoto, Arne Stephan auf Kuroh Yatogami, Patricia Stasesburger auf Neko und Nicolás Artajo auf den Protagonisten Yashiro Isana. Nicolás Artajo konnte mich hier überzeugen, da er sowohl die schüchternen als auch die ernsten Szenen glaubhaft eingesprochen hat.

Auch die Aussprache der japanischen Namen ist korrekt und außerdem wurden auch die japanischen Laute mitsynchronisert. Das Lied, welches in einem der Flashbacks von Tatara Totsuka gesungen wurde, hat man nicht synchronisiert. Ich finde das nicht störend, da es Untertitel gab, während das Lied gesungen wurde.

Sprecher Rolle
Heiko Obermöller Izumo Kusanagi
Winnie Brandes Anna Kushina
Bernd Kuschmann Daikaku Kokujouji
Samira Jakobs Kukuri Yukizome
Arne Stephan Kurou Yatogami
Tobias Brecklinghaus Mikoto Suou
Dennis Saemann Misaki Yata
Patricia Strasburger Neko
Norman Matt Reisi Munakata
David Schulze Rikio Kamamoto

 

Extras (7/10)

Der Publisher KSM Anime veröffentlicht «K Project» in einer Amaray-Hülle und Wendecover. Als Extra liegt ein dünnes Booklet bei, welches die wichtigsten Informationen über die Charaktere zusammenfasst. Auf der Disc sind noch Trailer und eine Bildergalerie verfügbar.

 

Fazit

Shiro flüchtet weiterhin vor den Clans der Könige, da er scheinbar ein Mitglied des roten Clans umgebracht hat. Ihm fällt jedoch auf, dass seine Erinnerungen nicht richtig sind, da er in einem Stadion steht, als er das Haus seiner Eltern aufsuchen wollte. Dort wurde er auch noch von SCEPTER 4 aufgespürt, dennoch gelingt ihm die Flucht. Seine Erinnerungen, welche durch Neko wiederhergestellt wurden, führen ihm zu Adolf K. Weismann…

Die Story von «K Project» ist interessant und dennoch sehr konfus. Dennoch wird der Anime durch die fantastischen Animationen und der grandiosen Musik zu einem Meisterwerk. Die gelungene deutsche Synchronisation, welche bei den G&G Studios entstand, trägt seinen Teil dazu bei.

Bewertung

Story (x2)                                8/10
Animationen               9/10
Musik                                  10/10
Deutsche Lokalisierung 10/10
Verpackung & Extras 7/10

Gesamt                               

 8,6/10

Wir bedanken uns bei KSM Anime  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

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