Das neue Spiel «Gal*Gun 2» von PQube hat aufgrund von sexuellen Inhalten keine USK-Freigabe erhalten. Doch auf Steam ist es nun erhältlich. Aufgrund dessen haben wir uns das Spiel etwas genauer angeschaut und unsere Meinung zu diesem Spiel zusammengefasst.

Spielgeschehen in «Gal*Gun 2»

Wie auch im ersten Spiel der Reihe, müsst ihr in «Gal*Gun 2» Mädchen, welche großteils nur in Unterwäsche, Schulmädchenkleidung oder Badeanzügen auftauchen  mit eurem Pheromonschuss abschießen. Diese sind nämlich von Dämonen besessen und stürmen haufenweise auf euch zu. Mir kommt das Spiel irgendwie wie ein Resident Evil mit Mädchen anstatt Zombies vor. Denn diese von Dämonen besessenen Mädchen stürmen ähnlich wie die Zombies auf euch zu. Wenn diese jedoch bei euch ankommen, schlagen sie euch nicht wie die Zombies, nein ihr werdet mit Liebesbriefen beschenkt. Dadurch versuchen die Mädchen euch in Verlegenheit zu bringen.

Mädchen versuchen euch zu verführen

Bekommt ihr also zu viele dieser “Liebesattacken” ab, gibt es ein “Game Over” für euch. Allerdings wird dieses auch noch einmal sexuell untermalt, denn nachdem ihr sozusagen verführt wurdet, taucht das Mädchen noch einmal sehr groß auf eurem Bildschirm auf und fragt nach einem Kuss. Diesen könnt ihr annehmen oder ablehnen. Auf jeden Fall erscheint danach dann der Game Over Bildschirm.

Gal Gun 2 Game Over Bildschirm

So sieht der Game Over Bildschirm aus

Damit ihr im Spiel also erfolgreich seid, müsst ihr auf bestimmte Zonen der Mädchen schießen, damit diese von euch ablassen. Neben dem Blaster habt ihr die Möglichkeit euren Sauger zu nutzen. Dadurch könnt ihr die bösen Dämonen einsaugen. Diese könnt ihr natürlich auch abschießen, was deutlich schneller geht. Von den Bildern her dachte ich mir, dass es ja eigentlich ein lustiger “Shooter” werden könnte, jedoch raubt eine Funktion deutlich den Spielspaß. Und zwar könnt ihr euch nicht frei bewegen. Ihr seid immer an einer Stelle gebunden und könnt euch nur drehen und umschauen wie ihr möchtet, um die Mädchen abzuschießen. Es ist zwar ein Railshooter, aber ich denke trotzdem, dass Bewegungsfreiheit da wesentlich erfrischender gewirkt hätte. Die Stelle wird nun nur nach jeder “Mädchenwelle” verändert, wo ihr dann beispielsweise unter einer Bank, in einem Gulli oder auf dem freien Feld seid. Dabei ist dies das ganze Spielgeschehen, wobei das natürlich in Missionen und mit einer Hintergrundgeschichte verpackt ist.

Was ist an dem Spiel so bedenklich?

Als ich das Spiel zunächst angefangen habe zu spielen, fragte ich mich was denn daran so schlimm sein soll. Ihr schießt die Mädchen ab und sie werden dann auch nicht nackt, sondern verschwinden lediglich. Was soll denn nun so schlimm daran sein? Um jedoch zu verstehen, was an dem Spiel so bedenklich sein soll, muss man schon etwas tiefgründiger gehen und alle Funktionen des Spiels untersuchen. Ein erstes Bedenken lässt der oben angesprochene Game Over Bildschirm aufkommen, da die teilweise sehr jungen Mädchen dort zudem sehr anzügig dargestellt werden.

Diese Kleidung könnt ihr kaufen

Aber ihr könnt durch diverse DLCs Kleidungsstücke käuflich erwerben. Ein Beispiel zeigt dieses Bild hier, welches im letzten Newsletter von PQube beworben wurde. Man muss ja schon sagen, dass Mädchen in Anime teilweise öfters leicht bekleidet und auch jung dargestellt werden. Jedoch ist das in Deutschland im Vergleich zu Japan nicht so gut angesehen und rechtlich auch etwas bedenklich. Die sexualisierte Darstellung von Minderjähren ist für Deutschland schlicht nicht erwünscht und dementsprechend wird das auch von der USK geahndet. Deswegen sind solche Outfits auch ein Auslöser dafür, dass das Spiel keine USK-Freigabe in Deutschland erhalten hat.

Jedoch denke ich, dass ein wesentlicher Aspekt deutlich zu der Ablehnung der Freigabe beigetragen hat. Und zwar könnt ihr im weiteren Verlauf des Spiels Missionen für Mädchen annehmen. Die klingen zwar erstmal sehr spannend, aber lassen euch auch jedes mal den selben Kram machen, also durch die Schule latschen und Mädchen abschießen. Komischerweise seid ihr auch irgendwie der einzige Junge an dieser Schule. Wenn ihr diese Missionen jedoch erfolgreich absolviert, bekommt ihr danach die Nummer des Mädchens, welches euch diese Mission gegeben hat. Und damit geht auch schon der ganze Spaß los. Ihr könnt das Mädchen nun an einem beliebigen Ort euer Wahl “daten”. Dabei kann der Ort beispielsweise das Schwimmbad, die Duschen oder der Abstellraum der Turnhalle sein. Auch ein Treffen bei euch zuhause ist möglich, jedoch müsst ihr das Mädchen davor erstmal an anderen Orten von euch überzeugen, damit dieses zu euch nach Hause kommen möchte.

Bei diesem Treffen könnt ihr dann alles mit dem Mädchen machen, worauf ihr Lust habt. Ihr könnt es so ankleiden, wie ihr das möchtet. Dann könnt ihr zudem noch die Pose des Mädchens festlegen. Ob es sich vor euch hinknien soll oder euch umwerfen und küssen soll, all das könnt ihr dann entscheiden. Da die Mädchen jedoch sehr jung dargestellt werden, könnte diese Funktion eine der Hauptgründe der USK für die Ablehnung der Freigabe sein. Zudem ist eine weitere Funktion des Spiels auch sehr bedenklich.

Fantasie-Modus

Fantasie-Modus

Und zwar gibt es bei einem Date auch den sogenannten “Fantasie-Modus” wo ihr euch dann anscheinend in eurer Fantasie befindet. Dort seht ihr dann wie auf dem Bild erkennbar, das Mädchen leicht bekleidet in anzüglichen Posen. Dabei müsst ihr dann auf bestimmte Zonen des Mädchens schießen, damit sie von den Dämonen befreit wird.  Aber dabei habt ihr jedoch ein Zeitlimit. In dieser Zeit müsst ihr dann so viele Dämonen wie möglich aus ihr herausbekommen. Währenddessen wird das Mädchen dadurch weiter entkleidet und verhält sich noch anzüglicher. Meine Meinung ist, dass dieser Fantasie-Modus und der Dating Modus echt stark den Rahmen sprengen und das Mädchen dort eindeutig als Lustobjekt dargestellt wird, wodurch die USK meines Wissens nach auch ein gutes Recht hat, keine Freigabe für dieses Spiel zu erteilen.

Was bedeutet die Ablehnung der USK-Freigabe nun für das Spiel?

Bevor ein Spiel in Deutschland auf dem Markt erscheint, wird es erstmal von der USK geprüft und dementsprechend kommt ein Siegel auf die Verpackung des Spiels, was angibt ab welchem Alter man dieses Spiel spielen sollte. Wenn ein Spiel jedoch entweder durch starke Gewaltverherrlichung oder auch starkem sexuellen Inhalt die USK 18 Grenze sprengt, dann erteilt die USK dafür keine Freigabe. Das heißt nicht direkt, dass das Spiel nun illegal ist, jedoch befindet sich dann kein USK-Siegel auf dem Spiel. Grundsätzlich ist es erlaubt ein Spiel ohne USK-Siegel zu verkaufen, jedoch unterstützen die meisten Händler die USK, wodurch diese auch ein Spiel ohne USK-Siegel nicht in ihr Sortiment aufnehmen.

Aufgrund dessen könnt ihr «Gal*Gun 2» weder im Einzelhandel bei bei Saturn oder Media Markt finden. Auch in entsprechenden Online-Shops von Sony oder Microsoft könnt ihr keine Spiele ohne USK-Freigabe finden. Die einzige Möglichkeit nun an das Spiel zu kommen ist Steam. Dort kann man sich das Spiel momentan für ca. 50 Euro kaufen. Damit ist dies die einzige Möglichkeit das Spiel in Deutschland ohne irgendwelche Umwege zu erwerben.

Zudem besteht ein Werbeverbot in Deutschland für Spiele ohne USK-Freigabe, wodurch zudem auch ein Konsum und die Verbreitung dieser Spiele verhindert werden soll.

«Gal*Gun 2» Grafikanforderungen

Die Grafikanforderungen des Spiels sind auch sehr hoch. Es wird mindestens eine GTX 970 gefordert,.

MINIMUM:

    • Setzt 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem voraus
    • Betriebssystem: Windows 7, 8.1, 10 (64 bit only)
    • Prozessor: Intel Core i5-4670 / AMD FX 8350
    • Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
    • Grafik: NVIDIA GeForce GTX 970 / AMD Radeon RX 570
    • DirectX: Version 11
    • Speicherplatz: 8 GB verfügbarer Speicherplatz

EMPFOHLEN:

    • Setzt 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem voraus
    • Betriebssystem: Windows 7, 8.1, 10 (64 bit only)
    • Prozessor: Intel Core i5-4670 / AMD FX 8350
    • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
    • Grafik: NVIDIA GeForce GTX 1080 / AMD Radeon RX 480
    • Speicherplatz: 8 GB verfügbarer Speicherplatz

Fazit

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass sich «Gal*Gun 2» deutlich an eine Zielgruppe richtet, die sich vor allem für den sexuellen Inhalt in den Spielen interessiert, als auf das Spielgeschehen. Denn das abschießen der Mädchen wird für einen Shooter-Fan sehr schnell langweilig und man möchte sich eigentlich frei bewegen, was in dem Spiel nun mal nicht möglich ist. Stattdessen gibt es sehr viele Funktionen sich die Mädchen leicht bekleidet anzuschauen und verschiedene Dinge mit ihnen zu machen. Wer darauf steht, der wird wohl das auch mögen.

Quelle: PQube