Über Nacht zum Held werden – oder zum emotionslosen Mörder. «Inuyashiki Last Hero» will diese Geschichte von zwei Menschen erzählen!

Seit dem 12. April ist bei Universum Anime Volume 1 der Anime-Serie «Inuyashiki Last Hero» auf DVD und Blu-ray erhältlich. Lohnt sich der Kauf? Dieser Frage gehen wir in dieser Review nach!

«Inuyashiki Last Hero» Vol. 1

Release: 12. April 2019 (DVD, Blu-ray)
Episoden: 1 – 5
Publisher: Universum Anime
Produktionsstudio: MAPPA
Regisseur: Shuuhei Yabuta
Synchronfirma: Neue Tonfilm, München
Dialogbuch: 
Eva Schaaf
Dialogregie: 
Eva Schaaf

Hier bestellen

 


Darum geht es im ersten Volume von «Inuyashiki Last Hero»:

Für den 58 Jahre alten Ichirou Inuyashiki läuft es alles andere als gut. Seine Familie ignoriert ihn und respektieren ihn dazu auch nicht. Zu allem Überfluss wird bei ihm noch Krebs diagnostiziert und das er nur noch drei Monate zu leben hat. Als er sich gerade mit seinem Hund draußen befindet wird Inuyashiki von einem hellen Licht getroffen, was ihn erstmal außer Gefecht setzt. Als er aufwacht merkt er das es ihm besser geht. Sein Krebs ist geheilt, er fühlt sich fitter denn je – und außerdem hat er neue Kräfte bekommen die in seinem Körper schlummern.

Und dann gibt es da auch noch Hiro Shishigami, der ebenfalls diese Kräfte besitzt. Shishigami ist ein eher ruhiger, emotionsloser Schüler, der durch seine neuen Kräfte eine ganze Familie tötet um Emotionen zu spüren. Während Shishigami also eher Freude am Töten und Foltern hat, hat es sich Inuyashiki zur Aufgabe gemacht, den Menschen zu helfen und seine Kräfte für das gute einzusetzen.

Als Shishigami gerade dabei ist eine Familie umzubringen uns Inuyashiki zur Hilfe eilen will, treffen sich beide – und lernen das beide die selben Kräfte haben. Shishigamis ehemaliger Freund, Naojuki Andou, sucht Hilfe bei Inuyashiki und bittet ihn, Shishigami aufzuhalten, im schlimmsten Fall sogar zu töten um dem Wahnsinn ein Ende zu setzen.

Bilder:

«Inuyashiki Last Hero» zeichnet sich in besonderer Art und Weise durch seine Animationen aus. In den Sequenzen in denen die Kräfte von Inuyashiki und Shishigami zum Vorschein kommen, wechselt die Animation auf CGI, welches aber doch recht in Ordnung aussieht. Problematisch wird es aber bei den Emotionen. «Inuyashiki Last Hero» kommt mit ganz vielen Emotionsszenen daher. Trauer, Wut, Schock, Verzweiflung – leider sind diese kaum, gerade bei diesem Zeichenstil, kaum wirklich sichtbar. Wenn jemand traurig ist, sieht man das nur durch die Tränen. Wenn jemand schockiert ist oder Angst hat dann ist das zu wenig sichtbar und der Zuschauer kann nur erahnen wie der Charakter sich gerade fühlt.

Musik:

Das Opening stammt von MAN WITH A MISSION und heißt «My Hero». Musikalisch kann man sich doch echt streiten ob man die Art mag oder nicht – aber selten ist mir so ein bildlich merkwürdiges Opening untergekommen. Dann siehst du die konfusesten Konstruktionen die aus den Kräften entstehen können und dann eine Art Maske von Inuyashiki wie sie meteroitenartig auf die Erde zufliegt. Das kann den einen oder anderen schonmal mit Fragezeichen zurück lassen aber eines steht fest: Aus dem Kopf kriegst du das erstmal nicht. Musikalisch finde ich hat das Opening alleine durch den Refrainteil “Hit me on the Ground” echtes Ohrwurmpotenzial.

Das Ending geht hingegen in eine etwas andere Richtung. Musikalisch wird das Ending untermalt von Qaijff, der Song heißt «Ai wo Oshietekureta Kimi e». Das Ending gehört zu einem der besseren Sorte. Endings haben oft einen uninteressanten Charakter, als das man sie Folge für Folge nochmal guckt und nicht direkt zur nächsten Folge springt. Hier sind Musik und Bild aber passend und so entsteht ein gutes Ending mit einem ruhigerem Ausgang.

Deutsche Lokalisierung:

Rolle Sprecher
Ichirou Inuyashiki Christian Tramitz
Hiro Shishigami Tim Schwarzmaier
Mari Inuyashiki Katharina von Daake
Marie Inuyashiki Dana Geissler
Naoyuki Andou François Goeske
Shion Watanabe Leslie-Vanessa Lill
Takeshi Inuyashiki Dylan Ciletti
Humino Inoue Zina Laus
Samejima Josef Vossenkuhl
Satoru Hamada Maximilian Belle

Wer schonmal in Animes von Universum Anime reingehört hat, der wird merken das diese doch ziemlich gut synchronisiert sind – da macht auch «Inuyashiki Last Hero» keine Ausnahme. Mit Christian Tramitz hat man eine sehr festigende Stimme geholt und auf Inuyashiki besetzt. Meiner Meinung passt er doch recht gut, eine stimmlich schwächere Stimme wäre dem aber vielleicht auch gerecht geworden. Tramitz macht seine Arbeit aber sehr gut. Tim Schwarzmeier ist als Shishigami fantastisch. Den Charakter in seine Stimme zu packen, passt wunderbar. Auch die weiteren (Neben-)Charaktere hören sich gut bis sehr gut an.

Fazit:

«Inuyashiki Last Hero» hat für mich drei große Punkte, die man dazu sagen kann. Zum einen hat die Serie einen intensiven Gewaltfaktor. Man sieht sehr deutlich wie eine Mutter oder ein Vater getötet werden oder auch wie ein Kind stirbt, alles aber ohne in die Splatter Richtung zu gehen. Des weiteren hat die Serie schon teilweise sehr außergewöhnliche Bilder und Momente, was sich von anderen Animes schon durchaus abhebt. Storytechnisch fängt die Geschichte echt richtig gut an, die ersten zwei Folgen nimmt man um die beiden Hauptcharaktere im einzelnen vorzustellen, danach bekommt jeder nochmal eine Folge um den Zuschauer die Rolle klar zu machen. Doch dafür 4 von 11 Folgen zu verbrauchen, verheißt nicht viel gutes und so fehlt jegliche Bindung an die Charaktere da man sie außerhalb ihres Lebens mit den Kräften nicht zu sehen bekommt, gerade bei Inuyashiki ist das tragisch. Die fünfte Folge konnte sich aber doch relativ gut beweisen und so kann man gespannt sein, wie es weitergeht, im Moment steht «Inuyashiki Last Hero» aber auf der Kippe zwischen gut und weniger gut.

Punkte:

Inhalt

6 / 10

Musik

7 / 10

Animation

6 / 10

Deutsche Lokalisierung

9 / 10

Insgesamt

7 / 10

Wir bedanken uns bei Universum Anime für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.