Vielen dürfte das Studio Shaft für ihre Monogatari-Reihe bekannt sein. Mit «Fireworks – Alles eine Frage der Zeit» bringt das Studio ihren erfolgreichsten Film raus. Nun ist dieser auch in Deutschland erhältlich. Doch ist der Film auch so gut, wie er verkauft wurde …

 

  • Label: Universum Film
  • Veröffentlichung: 19.10.2018
  • Originaltitel: Uchiage Hanabi, Shita kara Miru ka? Yoko kara Miru ka?
  • Produktionsjahr: 2017
  • FSK: 12
  • Laufzeit: ca. 90 Minuten
  • Bildformat: 16:9 – 1.77:1
  • Genre: Romance, Übernatürlich, Sci-Fi, Drama
  • Sprachen: Japanisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Anzahl Disks: 1

 

 

Der Anime-Film «Fireworks – Alles eine Frage der Zeit» erschien am 18. August 2017 in Japan. Der Film basiert auf einen Live-Action-Film aus dem Jahr 1993, welcher 1995 im Kino erschien. «Fireworks – Alles eine Frage» der Zeit entstand im Studio Shaft unter der Regie von Akiyuki Shinbō und Nobuyuki Takeuchi. Weltweit spiele «Fireworks – Alles eine Frage der Zeit» 26 Mio. US-Dollar ein und gehört damit zum erfolgreichsten Film aus dem Studio Shaft. Hierzulande erschien der Film am 19. Oktober 2018 bei Universum Anime.

 

Inhalt (4/10):

Der Schüler Norimichi Shimada steht auf ein Mädchen namens Nazuna Oikawa. Natürlich traut er es nicht das vor ihr zu sagen. Doch damit ist er nicht alleine, denn auch sein Mitschüler Yusuke Azumi steht auf das Mädchen. Als sie eines Tages zur Schule gehen, beobachtet Norimichi, wie Nazuna am Meer steht. In Gedanken versunken fällt ihr auf einmal auf, dass etwas im Wasser glänzt. Als sie sich dem Objekt nähert, erkennt sie eine gläserne Kugel und hebt den Gegenstand auf.
In der Schule fragen sich ein paar Schüler, unter anderem Norimichi und sein bester Kumpel Yusuke, sowie ein paar weitere Mitschüler, ob ein Feuerwerk flach oder rund ist, wenn man es von der Seite betrachten würde. Manche meinen, es muss rund sein, da der Feuerwerkskörper explodiert und das Pulver um sich herum verteilt wird. Doch andere meinen, dass ein Feuerwerk flach sein muss.
Als Norimichi mit Yusuke das Schwimmbad säubert, sehen sie Nazuna, die am Beckenrand im Badeanzug liegt. Norimichi geht zu ihr und unterhält sich ein wenig mit ihr. Dabei fällt ihm die gläserne Kugel auf, die sie in der Hand hält. Ein wenig später beschließen sie einen Wettkampf zu veranstalten. Es geht darum, wer am schnellsten vom einen Beckenrand zum nächsten kommt. Am schnellsten ist Nazuna. Norimichi war eigentlich in Führung, doch leider stieß er sich den Fuß, wodurch er letzter wurde. Bevor Norimichi ankommt, fragt Nazuna seinen besten Kumpel, ob er mit ihr heute auf ein Feuerwerk gehen will. Ohne dass er viel sagen kann, beschließt sie ihn später abzuholen.
Yusuke hängt ein wenig bei Norimichi zuhause ab. Obwohl er mit Nazuna verabredet ist, beschließt er nicht hinzugehen. Stattdessen geht Norimichi zur Arztpraxis von Yusukes Vater. Dort trifft er auch auf Nazuna und erklärt ihr, dass Yusuke nicht kommen wird. Danach gehen beide etwas durch die Gegend. Normichi fällt auf, dass Nazuna einen großen Koffer bei sich trägt und fragt sie, wofür sie den hat. Sie erwidert darauf nur, dass sie die Stadt verlassen möchte. Doch bevor das passiert, taucht auf einmal die Mutter von ihr auf und schleppt sie mit Gewalt wieder zu sich nach Hause, um mit ihrem neuem Freund und ihrer Tochter das Land zu verlassen. Nazuna wehrt sich und schreit, dass sie nicht mitkommen will. Als beide weg sind, fängt Norimichi an wütend zu werden, weil er sie nicht aufgehalten hat. Er hebt die gläserne Kugel auf, die Nazuna fallen ließ und schmeißt diese mit voller Wucht weg. Plötzlich bleibt die Kugel stehen und fängt an zu leuchten. Norimichi wird durch die Kugel in die Vergangenheit gebracht. Er landet zum Zeitpunkt, als er mit Yusuke das Schwimmbad säuberte. Nun bekommt Norimichi eine zweite Chance Nazuna zu helfen…

 

Beurteilung:
Den Film kannte ich bisher nicht. Daher war ich gespannt, wie es werden wird. Am Anfang schien Norimichi auf Nazuna zu stehen. Doch nachdem sein Kumpel mit ihr ein Date bekommen hat, schien alles aus dem Ruder zu laufen. Daher warf er die gläserne Kugel, wodurch er in die Zeit zurückgereist ist. Bis dahin war alles noch interessant und nachvollziehbar, wenn auch etwas langweilig. Als er dann beschließt mit ihr auf ein Date zu gehen, versucht Nazuna trotzdem von zuhause wegzulaufen. Doch wieder kam die Mutter dazwischen und ihr Freund schlug Norimichi. Ab da wurde die Handlung immer schräger und weniger nachvollziehbar. Norimichi reiste wieder in die Vergangenheit zurück, doch diesmal landete er am Bahnhof und fuhr mit Nazuna weg. Für mich war es schwer nachzuvollziehen, warum er auf einmal mit ihr abhauen will, ohne auch nur daran zu denken, wen er zurücklässt. So wurde die ganze Geschichte immer abgedrehter und durcheinander. Dadurch war ich nicht mehr so ganz in der Geschichte drin. Es ist etwas schade, dass die Story sehr schwach wurde, da der Trailer mehr versprach.

 

Animationen (8/10):

Beim Film ist meine Meinung zur Animation etwas zwiegespalten. Denn einerseits wurde alles sehr schön animiert, doch es hat mich auch gestört, dass so viel CGI zum Einsatz kam. Ich finde, dass das nicht zur restlichen Animation harmoniert. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden und finde, dass man einen guten Job gemacht hat. Was mir ebenfalls aufgefallen ist, ist die Ähnlichkeit der Charaktere zur Monogatari-Reihe. Dabei ist das nicht weiter verwunderlich, da der Charakter-Designer Akio Watanabe ist, der unter anderem verantwortlich für «Bakemonogatari», «Nisemonogatari» war. Auch die Art der Animation weist auf viele Paralellen zur Monogatari-Reihe.

 

Musik (9/10):

Ich finde, dass die Musik sich vom Anime sehr abhebt. Neben guten Soundtracks hat man auch sehr passende Songs eingebaut, die in Japan sehr erfolgreich wurden. Für die Soundtracks war Satoru Kōsaki verantwortlich. Das bekannteste und beliebteste Lied stammt von Kenshi Yonezu und DAOKO aus dem Album “THANK YOU BLUE”.

Theme Song von «Fireworks – Alles eine Frage der Zeit»:

 

Deutsche Lokalsierung (9/10):

Wie gewohnt leistet Universum Anime eine gute Arbeit bei der deutschen Synchro. Jeder Charakter hatte die passende Stimme bekommen und mich überzeugt.

 

Charakter Deutsche Stimme
Norimichi Shimada Patrick Keller
Nazuna Oikawa Lisa May-Mitsching
Yuusuke Azumi Sebastian Fitzner
Miura Berenice Weichert
Mitsuishi Karlo Hackenberger
Minoru Marco Eßer
Kazuhiro Patrick Baehr
Jun’ichi Till Völger
Hanabishi Axel Lutter

 

Fazit

Ich bin der Meinung, dass der rote Faden im Film gefehlt hat. Dadurch fiel die Story sehr schwach aus und konnte mich nicht überzeugen. Die Musik ist den Machern sehr gelungen. Bei der Animation finde ich, dass man nicht so stark auf CGI hätte setzen sollen, doch insgesamt fiel das nicht zu stark auf. Die Synchro ist sehr gut gemacht. Ich denke, dass der Film besonders bei Fans der Monogatari-Reihe Anklang finden könnte, da vieles an die Serie erinnert, auch wenn es meiner Meinung nach nicht da rankommt.

Bewertung

Kategorie Punktevergabe
Inhalt (3x) 4
Animation 8
Musik 9
Deutsche Lokalisierung 9
 

Gesamt

 

6,3

 

 

Wir bedanken uns bei Universum Film für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.