Während des viertes Volumes von «Fairy Tail» geht es für die Gilde nicht ganz freiwillig nach Edolas – eine Welt mit etwas anderen Regeln…

Die Mangareihe «Fairy Tail» stammt aus der Feder von Hiro Mashima und wurde zwischen 2006 und 2017 in 63 Bänden veröffentlicht. Aufgrund des großen Erfolgs wurde die Serie auch als Anime adaptiert und umfasst derweil 265 Episoden. Die dritte und finale Staffel des Animes soll im Jahr 2018 in Japan anlaufen. International hat die Serie auch Wellen geschlagen und steht sogar auf einer Stufe mit den Anime-Riesen «Dragonball», «One Piece», «Bleach» und «Naruto».

Der Manga wird hierzulande von Carlsen publiziert und ist mit 57 Bänden bereits ziemlich weit fortgeschritten. Die Anime-Serie hingegen kommt durch die neue Box auf insgesamt 72 Episoden mit deutscher Vertonung.

  • Publisher: KAZÉ Anime
  • Erscheinungstermin: 14.09.2018
  • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben
  • Spieldauer: 575 Minuten
  • Genre: Fighting-Shōnen
  • Sprachen: Deutsch (DTS-HD 5.1), Japanisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildformat: 16:9
  • Anzahl Discs: 3
  • Verpackung: Digipack im Schuber
  • Studio: A-1 Pictures, Satelight
  • Produktionsjahre: Seit 2009
  • Regisseur: Shinji Ishihira
  • Musik: Yasuharu Takanashi

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Darum geht es in «Fairy Tail»

Die Gilde Fairy Tail und die gesamte Stadt Magnolia werden in eine Parallelwelt namens Edolas gezogen und bilden dort ein riesiges Lakrima. Da in Edolas die Magie nur sehr stark begrenzt ist, möchte sich der König die Magier von Earthland zunutze machen und dadurch das Land mit unendlicher Magie versorgen.

Wenige Magier von Fairy Tail können dem entgehen und müssen alles Erdenkliche versuchen, um den König von Edolas in seine Schranken zu weisen und die gesamte Stadt Magnolia zu retten. Dabei treffen sie aber auch in Edolas auf eine Gilde namens „Fairy Tail“, welcher ausgerechnet die gleichen Magier beiwohnen, wie in der Originalversion aus Earhland. Doch verhalten sich die Fairy Tail-Mitglieder aus Edolas sehr seltsam und fast schon gegenteilig…

Beurteilung

Story (doppelt gewichtet)
9/10
Bild & Animation 7/10
Musik 10/10
Deutsche Lokalisierung 10/10
Verpackung & Extras

Gesamtwertung

9,0/10

 

Story

Meiner Meinung nach ist der Edolas-Arc der bisherige Höhepunkt von Fairy Tail.

Mit einer Vielzahl an alten und neuen Charakteren ist definitiv für Abwechslung gesorgt. Der Humor kommt dabei nicht zu kurz und insbesondere Happy und Carla bekommen genügend Sendezeit. Diese stehen hier nämlich im Mittelpunkt, da Edolas die Heimat der beiden ist.

Auch die Geschichte darum wirkt nicht an den Haaren herbeigezogen und ist ungewohnt tiefgründig für einen Fighting-Shonen. Sie wird zudem an vielen verschiedenen Schauplätzen ausgetragen, die allesamt optisch sehr schön anzusehen sind.

Die Kämpfe sind hier wieder etwas kürzer gehalten und das in einer für mich sogar optimalen Länge. Es ist ausreichend, um Spannung aufzubauen und enden aber auch, bevor es langatmig wird.

Bild & Animation

Der Zeichenstil von «Fairy Tail» gefällt mir persönlich sehr gut. Die Charaktere sind schon aus optischer Sicht einzigartig und stehen oft auch im perfekten Einklang mit der eingesetzten Magie. Außerdem nutzt man ein breitgefächertes Spektrum an typischen stilistischen Mitteln für das Anime-Genre.

Die Animationen sind solide und stehen in etwa auf dem Niveau von anderen Langzeitserien. Auf größerer Distanz fehlen mir dabei allerdings die Details und auch Standbilder sind relativ oft zu erkennen.

Musik

Die Musik wurde von Yasuharu Takanashi komponiert und ist wirklich überragend. Sie ist einprägsam und wird immer situationsabhängig passend eingesetzt. In actionreichen Szenen ist die musikalische Untermalung eher rockig und macht richtig Lust auf einen Kampf und in traurigen Sequenzen wird die Emotionalität so stark unterstrichen, dass man auch leicht zu Tränen gerührt wird. Die Musik in «Fairy Tail» hat außerdem einen ganz besonderen Touch, weshalb sie für mich wirklich einzigartig wirkt.

Deutsche Lokalisierung

Für die deutsche Lokalisierung hat KAZÉ die Oxygen Sound Studios Berlin unter der Regie von René Dawn-Claude beauftragt. Der mit dem Anime-Genre vertraute, aber nicht immer gemochte Regisseur hat in diesem Fall eine sehr gut Leistung vollbracht. Die Dialoge halten sich dabei nicht zu versteift ans Original, sodass der Humor auch in unserer Fassung gut zum Ausdruck kommt. Die Charaktere sind passend besetzt und schaffen selbst bei den oft sehr überdrehten Antworten authentisch zu wirken und gut zu chargieren.

  

Wir bedanken uns bei KAZÉ für die Bereitstelung des Rezensionsexemplares!