«Die rothaarige Schneeprinzessin» ist eine wunderschöne und märchenhafte Romanze. Nach einem eher langsamen Anfang kommt es nun zum beidseitigen Liebesgeständniss…

«Snow White with the Red Hair» (oder zu deutsch «Die rothaarige Schneeprinzessin») ist eine Mangareihe von Sorata Akizuki, welche seit 2006 publiziert wird und in bislang 18 Bänden veröffentlicht wurde.

Studio Bones hat die Reihe in den Jahren 2015 und 2016 als Anime umgesetzt. Die bislang 2 Staffeln umfassen insgesamt 24 Episoden sowie eine OVA.

In Deutschland wurden 17 Bände des Mangas von TOKYOPOP veröffentlicht und die Rechte für die Anime-Serie hat sich KSM Anime gesichert…

  • Publisher: KSM Anime
  • Erscheinungstermin: 17. Mai 2018 (Vol. 3)
  • FSK: Ab 12 Jahren freigegeben
  • Spieldauer: 93 Minuten (4 Folgen)
  • Genre: Romanze, Drama, Shojo
  • Sprachen: Deutsch, Japanisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildformat: 16:9 / 1080p
  • Anzahl Discs: 1
  • Verpackung: Digipack im Schuber
  • Regisseur: Masahiro Ando («Canaan», «Cowboy Bebop»)
  • Studio: Studio Bones («My Hero Academia», «Soul Eater»)
  • Produktionsjahr: 2015 – 2016

 

 

Darum geht es in «Die rothaarige Schneeprinzessin»

Wie der rote Faden des Schicksals verknüpft Shirayukis rotes Haar ihre Begegnung mit Zen, einem Prinzen des Nachbarlandes und führt die beiden nicht nur zusammen, sondern auch in das größte Abenteuer ihres Lebens.

Als die hübsche Kihal mit einer großen Bitte im Schloss auftaucht wird es turbulent in Clarines. Sie möchte die einheimischen Vögel ihrer Insel vor dem hinterhältigen Baron Brecker beschützen. Zen und Shirayuki wollen ihr nur zu gern helfen und arbeiten gemeinsam einen Plan aus, um die Vögel zu retten. Sie wollen sie zur Nachrichtenübermittlung nutzen und einen Test durchführen. Während einer Probe gerät Shirayuki in einen Gewissenskonflikt, doch entgegen aller Widerstände hält sie zu Zen. Den Beiden wird endlich klar, dass sie sich ineinander verliebt haben und versuchen mit diesem Wissen umzugehen.

Bewertung

Story (doppelt gewichtet) 9/10
Animationen & Zeichenstil 10/10
Musik 9/10
Deutsche Lokalisierung 9/10

Gesamt

9,2/10

Im dritten Volume wurden rasante Fortgeschritte in der Beziehung zwischen Zen und Shirayuki gemacht. Doch der Anfang war noch eher ruhig. Während Zen noch für sich alleine die Geschehnisse rund um Atori verarbeiten und seinen Pflichten als Prinz nachkommen musste, torkelt Shiryuki alleine und gut angetrunken im Schloss herum. Währenddessen musste Obi auf sie aufpassen und verliebt sich tatsächlich auch ein wenig in Shirayuki, muss seine Gefühle aber in den Hintergrund stellen. Wirklich interessant wird es aber erst, als Kiharu und ihr blau-grüner Vogel Paupau in Episoden 10 erschienen sind. Neben einer sehr berührenden Geschichte rund um die Vogel-Insel Yuris, gestand Zen zum Abschluss auch noch Shiryuki seine Liebe und küsste sie. Mit der elften Episode kam die Story mit Kiharu und Paupau zum Ende und Shirayuki überwindete ihre Unsicherheit gegenüber Zens Kuss und erwiderte ihm auch ihre Liebe. Die 12. Folge beendete die erste Staffel ruhig und besonnen mit einem Fest und einem Theaterschauspiel, in dem sowohl Zen als auch Shirayuki beteiligt waren.

Die weiterhin sehr farbenfrohe und märchenhafte Geschichte ist nicht nur optisch ein Blickfang, sondern auch aus Sicht der Romantik herausragend. Im Gegenzug zu vielen anderen ähnlichen Titeln lässt man sich hier sehr viel Zeit, um die Beziehung der beiden Protagonisten langsam, aber auch beständig zu entwickeln. Dabei ist zwar nicht jede Episode mit einer tiefgründigen Geschichte untermalt, aber im Gesamtpaket wird der Zuschauer dennoch gefesselt und möchte wissen, wie es weitergeht.

Das Ende der ersten Staffel ist dabei nicht wirklich zufriedenstellend und öffnet lediglich die Liebesbeziehung zwischen Zen und Shirayuki. Dennoch bleiben viele Fragen offen, wie beispielsweise die Gefühle von Obi gegenüber Shirayuki. In den nachfolgenden Staffel muss man zwingend daran anknüpfen.

Der Anime wurde sehr kontrastreich und farbenfroh animiert und passt sich in gelungener Weise an die märchenhafte Handlung an. Die Charaktere sind abwechslungsreich gestaltet und haben zum Großteil auch alle ihre optischen Eigenheiten bzw. Erkennungsmerkmale. Auch Bewegungen gibt es im Bild genügend vorhanden, ohne jedoch künstlich und befremdlich technisch zu wirken. Zusammenfassend lassen die Animationen kaum Spielraum für Kritik offen, allerdings ist der sehr starke farblich kontrastreiche Stil auch eine Sache des Geschmacks.

Auch aus musikalischer Sicht ist «Die rothaarige Schneeprinzessin» durchgehend sehr gut gelungen und bietet eine Vielzahl von verschiedenen Musikstücken.

Die deutsche Vertonung wurde von der DMT – Digital Media Technologie GmbH in Hamburg angefertigt. Das Dialogbuch schrieb Andreas Barz und die Regie führte Kerstin Draeger. Das Resultat ist erstklassig und neben den stimmlich passenden Besetzungen kann man auch die emotionalen Szenen sehr überzeugend herüberbringen.

Wir bedanken uns bei KSM Anime für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare.