Wegen illegalen Manga-Uploads wurden in Japan drei Leute verhaftet. Worum es bei dem Fall genau geht…

Die japanische Polizei greift immer härter durch, wie ein Fall zeigt, der gestern von der Polizei publik gemacht wurde: Dem Polizeibericht zufolge wurde der 30-jährige Freiberufler Yō Uehara aus Chatan und die jüngere Schriftstellerin Shizuka Nagaya aus Tottori und sowie Ryōji Hottai, einen 31-jährigen Webdesigner aus Akita festgenommen.

Den drei Leuten wird vorgeworfen, bereits im Vorfeld der Veröffentlichungen die «One Piece»-Kapitel gescannt zu haben und diese illegal im Internet verbreitet zu haben. Gemäß der japanischen Polizei haben sie diese Praxis ein Jahr lang umgesetzt und verdienten so mit der Online-Werbung schätzungsweise 75 Millionen Yen, was umgerechnet etwa 575’000 Euro bedeutet. Der dritte im Bunde, Hottai agierte alleine und machte ungefähr 305 Millionen Yen (ca. 2,3 Mio Euro) Umsatz.

Uehare gab den Vorwurf zu, während Nagaya die Vorwürfe teilweise dementierte und sagte, sie sei seit einem Jahr nicht mehr involvirt. Und Hottai äusserte sich dazu, und sagte er wollte damit seinen “Lebensunterhalt” verdienen.

Der Verlag Shueisha äusserte seine Empörung zu dem Fall mit folgenden Worten: “Der Schöpfer der Serie arbeitet hart an diesem Werk und ein paar Leute veröffentlichen seine Werke um damit auf illegale Weise Geld zu verdienen.” Sueisha hofft ausserdem, dass dieser Fall nun ein wirklungsvolles Zeichen gegen Piraterie und Diebstahl ist.

Quelle: ANN