«Tokyo Ghoul – The Movie» ist die erste Realverfilmung zu «Tokyo Ghoul» . Daher ist die Skepsis natürlich groß, ob sich ein solcher Anime auch so einfach als Realfilm umsetzen lässt. Doch schaffte es der Film, den Zuschauer zu überzeugen?

Im Sommer 2017 erschien der Realfilm zu «Tokyo Ghoul» in Japan. Dabei führte Kentaro Hagiwara Regie. Der Film beinhaltet einen Teil der ersten Staffel aus «Tokyo Ghoul».

Am 27. Februar lief die Realverfilmung von «Tokyo Ghoul» als Teil der KAZÉ Anime Nights im deutschen Kino. Dabei wurde der Film im Originalton mit deutschem Untertitel gezeigt. Hier ist unsere Meinung zum Film:

Karvulf

Als ich den Film mir ansah, wusste ich noch nicht, worum es gehen wird. Schnell habe ich gemerkt, dass es um die erste Staffel des Anime «Tokyo Ghoul» geht. Daher war ich zunächst skeptisch, ob eine ganze Staffel in einem Film gezeigt werden sollte. Doch es stellte sich heraus, dass keineswegs versucht wurde möglichst viel aus der ersten Staffel reinzuquetschen. Vielmehr konnte man das Geschehen angenehm verfolgen.

Die Realverfilmung ging im Prinzip mehrere Folgen des Anime chronologisch ab. Der Anfang war noch genauso wie im Anime. Dabei lies man die Geschichte zum Gourmet aus. Insgesamt ging es um die Tauben Amon und Mado, die der Spur von Hinami und ihrer Mutter folgten. Ken Kaneki, der selbst zum Ghoul wurde, war auch im Geschehen involviert. Zusammen mit Touka versuchte er Hinami zu beschützen und gleichzeitig Rache an den Tod ihrer Mutter zu nehmen.

Mich hat die Realverfilmung insgesamt positiv überrascht, da ich sehr skeptisch gegenüber Realverfilmungen von Anime bin. Doch in diesem Film wurde viel richtig gemacht. Denn oft habe ich den Eindruck, dass man versucht möglichst viel aus dem Anime im Film umzusetzen. Dadurch gehen oft wichtige Aspekte verloren und man verliert den Überblick. Gleichzeitig geht auch die Charakterentwicklung unter. Doch in «Tokyo Ghoul – The Movie» fasste man nur einzelne Episoden zusammen und zeigte nicht zu viel auf einmal. So sollte der Film selbst für Zuschauer, die bisher nichts mit Anime oder speziell der Serie zu tun hatten, kein Hindernis sein. Die Spezialeffekte fand ich ebenso gut umgesetzt, auch wenn es manche Stellen gab, die etwas unecht aussahen. Doch das war nur ein kleiner Störfaktor, der selten vorkam. Die schauspielerische Leistung der Charaktere war hervorragend. Man versuchte nicht das Aussehen eines Charakter detailgetreu aus dem Anime im Film zu übernehmen, sondern stellte jeden ziemlich natürlich dar, was mir sehr gefiel. Nur Mado sah zu jung aus, wodurch die weiße Haarfarbe doch sehr unnatürlich gewirkt hat.

Insgesamt kann ich den Film weiterempfehlen, da er gut umgesetzt wurde und Lust auf mehr macht.

 

Wir bedanken uns bei KAZÉ für die Bereitstellung der Gästelistenplätze.