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Bereits in unserer Preview konnte «Dragon Ball Z: Kakarot» überzeugen. Wie gut sich das Endprodukt schlägt, erfahrt ihr in unserem Test!

Das Cover vom Spiel: Dragon Ball Z: Kakarot, auf dem Son-Goku auf seiner Überschallwolke reitetDragon Ball Z: Kakarot

Release: Bereits erhältlich

Genre: Action-RPG

Plattform: PC, Playstation 4, Xbox One

Entwicklerstudio: CyberConnect2

Publisher: Bandai Namco

Hier könnt ihr das Spiel kaufen:
PlayStation 4 (Amazon)
Xbox One (Amazon)
PC (Steam)

 

«Dragon Ball Z» zählt zu einem meiner absoluten Lieblingsanime. Gerne erinnere ich mich an die Zeit zurück, als die Anime-Serie auf RTL2 im Vorabendprogramm lief. Gemeinsam mit meiner Familie schaute ich immer mit voller Spannung und Freude, die Abenteuer von Son-Goku und seinen Freunden an. Jetzt verspricht «Dragon Ball Z: Kakarot» das Spiel zu werden, wovon alle Fans der Anime-Serie schon mal geträumt haben: Ein Anime in Spieleform.

In der dreistündigen Preview hat mich das Spiel bereits überzeugen können, jedoch konnte ich noch nicht einschätzen, wie sehr die Rollenspiel-Elemente im fertigen Spiel zum Tragen kommen. Jetzt konnte ich bereits über 40 Stunden im Spiel verbringen und verrate euch im Folgenden, ob das Spiel einhält, was es verspricht.

Ein Anime zum Nachspielen

In der Anzocksession habe ich es bereits erahnen können: «Dragon Ball Z: Kakarot» steckt voller Details, die der Anime-Vorlage nachempfunden sind. Es wurden sehr viele Szenen fast Eins zu Eins aus der Serie übernommen und in der äußert hübschen Spielegrafik nachgestellt worden. Auch beliebte Filler-Folgen, wie zum Beispiel die Episode, wo Son-Goku und Piccolo ihren Führerschein machen, fanden ihren Weg in das Spiel. Man erlebt die komplette «Dragon Ball Z»-Geschichte von ihrem Anfang bis zum Ende.

Son-Goku fliegt auf Jindujun, seiner Überschallwolke

© Bandai Namco Entertainment

Übrigens: Für Alle, die nicht mit der Vorgeschichte von Son-Goku vertraut sind, wurde auch gesorgt. Denn in der teilweise offenen Welt sind einige Sammelobjekte verteilt, die jeweils einen Story-Teil der Ur-Serie «Dragon Ball» beinhalten. Wenn man diese findet und aufnimmt, bekommt man ein Foto zu sehen und dazu gibt es einen kurzen Text. Als einen «Dragon Ball»-Geek wie mich, hat es mich natürlich sehr gefreut.

Mit vollem Magen lässts sich besser Prügeln?

Das Kampfsystem ähnelt dem von der «Dragon Ball: Xenoverse»-Reihe sehr. Man verteilt mit einer Taste Fäuste und tritte, während man mit einer anderen Ki-Bälle abfeuert. Hinzu kommen noch die Spezialfähigkeiten und Items, die man mit einer Tastenkombination auslösen kann. Es ist sehr simpel gehalten und Spieler, die bereits mit der Xenoverse-Steuerung vertraut sind, kommen schnell rein. Anfänger benötigen jedoch etwas Eingewöhnungszeit, vor allem weil ein Kampf schon ziemlich chaotisch sein kann. In einigen Kämpfen stehen dem Spieler auch Unterstützungscharaktere bei, wovon einige offensiv agieren und andere eher defensiv. Ich fand die defensiven Unterstützungscharaktere sehr hilfreich. Vor allem Krillin konnte mir einige Male mit der Taiyō-ken, dem Sonnenblitz, einen Vorteil verschaffen. Diese Attacke blendet nähmlich die Gegner.

Son-Goku setzt seine Spezialfähigkeit, die Kame-hame-ha ein

© Bandai Namco Entertainment

Neben dem Skill des Spielers, spielen verschiedene Power-Ups eine Rolle bei der Entscheidung des Kampfes. Dazu zählt natürlich auch die Verwandlung in einen Super Saiyajin. Dieser werte nahezu alle Charakterwerte während des Kampfes auf. Allerdings gibt es noch die sogennanten “Community-Boards“, worüber man permanente Power-Ups zu bekommen kann. Das Community-Board scheint auf den ersten Blick Komplex zu sein, aber es ist ziemlich einfach erklärt. Im Laufe des Spieles bekommt man Charakter-Tokens, die man auf einen der verschiedenen Boards platzieren kann. Tut man dies, erhöht sich das Level des Community-Boards und man bekommt beispielsweise 5% Zuwachs im  zugefügten Nahkampfschaden. Wenn man bestimmte Charaktere nebeneinander platziert, bekommt man auch sogar Boni.

Son-Goku isst eine Mahlzeit und verbessert seine Fähigkeiten

© Bandai Namco Entertainment

Ein Feature, welches bereits von Anfang an beworben wurde, hat mich leider total enttäuscht: das Essensfeature. Im gesamten Spielverlauf musste ich nicht ein mal auf das Essen von Chichi und Co. zurückgreifen, um meinen Gegner zu zerstören. Die Mahlzeiten geben zwar, neben den temporären Boosts, auch einen permanenten Boost auf die Charakterwerte, jedoch ist dieser so gering, dass es sich nicht lohnt stundenlang Essen in sich hineinzustopfen.

Leveln over 9000?

Ihr wollt euch richtig overpowern und Buu kinderleicht weghauen? Da muss ich euch leider enttäuschen. Das geht leider nicht so wirklich. Trotz der Levelfunktion, fühlte ich mich in jedem Kaptiel stets an eine feste Levelgrenze gebunden. Man kann zwar den Charakter leveln, jedoch gehts abseits der Story nicht ohne Nebenquests und von denen gibt es nicht so viele. Kämpfe gegen die Gegner in Zufallsbegegnungen bringen nur sehr wenig Erfahrungspunkte und um ein Level aufzusteigen, braucht man schon eine unheimlich große Summe. Unterlevelt kann man übrigens auch nicht sein. Egal, mit welchem Level ich das Kapitel abschloss: am Ende wurde ich immer auf ein festgesetztes Level angehoben, damit ich für die nächsten Bösewichter gewappnet bin.

Fazit (Punkte: 7,5 von 10)

Was? Schon jetzt ein Fazit? Ja! In meiner Preview konnte ich bereits auf viele Aspekte des Spiels eingehen und brauche sie jetzt nicht noch einmal zu erwähnen. Vieler meiner Vermutungen haben sich glücklicherweise (oder leider) bewahrheitet. Das Spiel stinkt als Rollenspiel leider ab. Als Fan des Franchises ist das wie ein Stich in das eigene Herz, aber es ist leider so. Die Rollenspiel-Features wirken aufgesetzt und haben nicht wirklich viel Einfluss auf das Geschehen im Spiel. Die Mini-Games sind zwar nett, aber nichts Besonderes.  Allerdings ist «Dragon Ball Z: Kakarot» keineswegs ein schlechtes «Dragon Ball»-Spiel. Für alle, die schon immer mal die komplette Geschichte der Z-Saga nachspielen wollten, ist dies das perfekte Game. Die Entwickler haben sehr viel Liebe ins Detail gesteckt und das merkt man auch. Man fühlt sich direkt in die Kindheit zurückgesetzt und man wird von Nostalgiegefühlen überrannt. So viele kleine Details, die dem Anime nachempfunden sind. So viele Anekdoten zu der Serie. Und so viel Trivia, wie in kaum einem anderen «Dragon Ball»-Spiel. «Dragon Ball Z: Kakarot» ist eine Liebeserklärung an die Fans. Mehr jedoch nicht. Und als Fan braucht man auch wahrscheinlich auch nicht mehr. Anime-Fans, die bisher keine Berührungspunkte mit der Serie hatten, werden sich etwas schwertun, um mit dem Spiel warmzuwerden. Wenn man sich jedoch die Zeit nimmt, könnte das Spiel aber auch Nicht-Kenner des Anime in den Bann ziehen. Denn das  Kampfsystem ist simpel und es macht sehr viel Spaß die Gegner zu vermöbeln. Alle anderen sollten lieber die Finger davon lassen, vor allem wenn man hier ein waschechtes Rollenspiel erwartet.

Wir bedanken uns bei Bandai Namco für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!