Deutschlands Einfluss auf die Anime-Industrie

Vielen von euch wird aufgefallen sein, dass deutsche Elemente häufig Einzug in Animes finden. Dies gilt insbesondere für Namen, seltener aber auch für ganze Handlungsbestandteile. Doch woher rührt dieses Phänomen? 

Die meisten Menschen sehen die Grundlage in der nationalsozialistischen Diktatur. Schließlich haben sich Nazis weltweit als popkulturelle Bösewichte etabliert. Hiervon sind auch Animes freilich nicht ausgenommen. Die diesbezüglich geographische und zeitliche Ferne Japans hat zu einer relativ stark ausgeprägten Ent-Ideologisierung des Nationalsozialismus geführt, die den geschichtlichen Hintergrund samt Holocaust quasi nicht bedenkt. Der Japaner bringt mit dem 2. Weltkrieg vor allem den Pazifikkrieg in Verbindung, denn der europäische Schauplatz betraf das Land natürlich nur wenig. Die historisch und geschichtlich begründete fehlende Verbindung mit dem NS-Staat hat in Asien teils höchst fragwürdige Resultate hervorgebracht, bis hin zu Nazi-Cosplays und «Hitler Ice-Cream».

 

Im folgenden werde ich euch einige Animes mit Nazi-Thematik präsentieren. Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Den Anfang macht die dreiteilige pazifistische OVA «The Cockpit», genauer dessen erste Folge. Sie handelt von einem Piloten, der eine schwierige Entscheidung für sein Land zu treffen hat. Entweder beschützt er einen Bomber, der Deutschlands letzte Hoffnung auf einen Sieg geladen hat: Die erste Atombombe der Welt. Oder er trifft eine Entscheidung für die Welt: Er lässt den Bomber in das Kreuzfeuer des Gegners fliegen und würde somit in die Weltgeschichte eingehen. Leider befindet sich auf dem Flugzeug noch eine andere Ladung, nämlich die Frau, die er liebt.

Ein weiteres Beispiel ist die für seine miese Qualität berüchtigte Trashserie «Urda». Es ist 1943. Die Nazis führen ein Projekt namens Urda durch. Erna und Janet werden losgeschickt, dieses zu überprüfen und zu verhindern. Durch Zufall fällt ihnen das Mädchen Chris in die Hände, die behauptet, aus der Zukunft zu kommen.

Der ein oder andere Leser hat in seiner Kindheit mit Sicherheit den Klassiker «Alfred J. Quak» gesehen. Ein Charakter der Serie ist der Hitler-Verschnitt Kra. Dieser wird ungewöhnlich vielschichtig und kritisch beleuchtet, was daran liegt, dass der Plot vom antifaschistischen niederländischen Musiker und Schriftsteller Herman van Veen stammt.

Als nächstes möchte ich die Superheldenparodie «Kinnikuman» anführen. Denn dessen Figur «Brockenman» weist mehrere NS-Referenzen auf. Die Spezialatacke des Schurken ist übrigens der «Giftgas-Angriff», kein Scherz!

Einer ziemlich großen Beliebtheit erfreut sich das «Hetalia»-Franchise, welches zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg angesiedelt ist und die Weltgeschichte anhand von klischeehaften Repräsentanten der Länder erzählt. Hierbei ist der obligatorische Nazi natürlich mit von der Partie.

First SquadDer nächste Anime ist der 2009 erschienene Film «First Squad: Moment der Wahrheit»: Man schreibt das Jahr 1942. Die Rote Armee leistet den deutschen Invasoren erbitterten Widerstand. Die 14-jährige Nadya, ein Medium, gerät in einen Luftangriff, in Folge dessen sie eine Gehirnerschütterung und ein Trauma erleidet. Während sie sich davon erholt, bemerkt sie, dass sie über eine neue Gabe verfügt. Sie ist nun in der Lage «Momente der Wahrheit» vorauszusagen, die kritischsten Momente zukünftiger Schlachten, in denen die Handlung von nur einer Person den Ausgang entscheidet. Nadyas Fähigkeit ist essentiell für die geheime sechste Division des russischen Militärgeheimdienstes, die unbemerkt von der Öffentlichkeit einen Krieg gegen «Ahnenerbe» führt, einen okkulten Orden innerhalb der SS. Ahnenerbe erweckt den mächtigen Prinzen Baron von Wolff und seine Armee von Kreuzfahrern aus dem 12. Jahrhundert von den Toten, um mit seiner Hilfe die Weltherrschaft zu erlangen. Ihm stellt sich nun Nadya gemeinsam mit dem First Squad entgegen, einer Gruppe von vom Militär rekrutierten Teenagern, die jeweils über eine besondere Fähigkeit verfügen. Dies klingt alles erstmal nach klassischem Zombie-Nazi-Trash, hat aber trotzdem ein wenig moralische Substanz.

Anne no NikkiNun stelle ich euch einen Film von 1995 vor, der doch ziemlich aus der Reihe tanzt. Denn «Anne no Nikki» setzt das berühmte Tagebuch von Anne Frank um und ist daher ein ernstes, historisch fundiertes Drama. Wir schreiben den 12. Juni 1942 und befinden uns in Amsterdam. Anne feiert ihren 13. Geburtstag und beginnt in ihrem Tagebuch, das sie «Kitty» nennt, zu schreiben. In der Zeit, als sie sich zwei Jahre vor dem deutschen Militär versteckt, beginnt das junge Mädchen über ihre idealistischen Weltanschauungen, ihren Ambitionen, Ängste und über ihre erste Liebe Peter, zu schreiben.

Das extrem populäre «Fullmetal Alchemist» Universum brachte mit «Fullmetal Alchemist: Der Eroberer von Shamballa» einen Film hervor, der im München des Jahres 1923 angesiedelt ist und durchaus antifaschistische Töne anschlägt. Zwei Jahre sind vergangen seit Edward Elric von seiner Welt in die unsere kam, sein Land, seine Freunde und seinen jüngeren Bruder, Alphonse, zurücklassend. Seiner alchemistischen Kräfte beraubt, arbeitete er gemeinsam mit Alphonse Heiderich, der ihn stark an seinen kleinen Bruder erinnerte, an der Erforschung von Raketen, in der Hoffnung eines Tages in seine Welt zurückkehren zu können. Seine Anstrengungen führten bis jetzt zu keinen bedeutenden Ergebnissen, aber als er von der Thule Organisation erfährt, einer geheimen okkultistischen Gruppe, die stark mit der Nazi Partei verbunden war, die den Standort eines geheimen, legendären Ortes namens «Shambala» entdeckt haben soll, was Edward weiter hoffen ließ. Währenddessen forscht Alphonse Elric in seiner Welt nach einer Methode die ihn und seinen Bruder wieder zusammenführen kann. Dafür vertieft er sich noch weiter in die Geheimnisse der Alchemie.

Hellsing NazisLässt der Autor dieses Artikels nun also tatsächlich «Hellsing Ultimate» und «Black Lagoon» außen vor? Nein natürlich nicht! Da die beiden Serien aber eh sehr bekannt sind, beschränke ich mich darauf, an dieser Stelle kurz zu erwähnen, dass in beiden Produktionen reichlich Nazis zu Hackfleisch verarbeitet werden, für Actionfreunde als definitiv unterhaltsam.

 

 

 

 

Die deutschen Einflüsse in der Anime-Industrie beschränken sich allerdings keineswegs nur auf die Nazi-Thematik. Damit wird eine monokausale Erklärung dessen mit dem Nationalsozialismus hinfällig. Manch einer wird nun mit der Exotik und der deutschen Namen argumentieren. Doch nach dieser Argumentation könnte man Charaktere genau so gut mit brasilianischen Namen et cetera benennen. Warum findet man also ausgerechnet deutsche Namen und Elemente in Animes überproportional oft an?

 

Um dies zu verstehen muss man einen Blick in die Geschichtsbücher werfen.

Bereits zur Edo-Zeit (1603-1668) waren einige deutsche Ärzte und Wissenschafter im Dienste der niederländischen Ostindien-Kompanie tätig. Das Jahr 1861 hob die deutsch-japanische Beziehung auf ein neues Niveau. Denn damals beschloss das Shogunat eine Öffnung Japans gegenüber dem Ausland. Noch im selben Jahr wurde mit Preußen ein Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag abgeschlossen. Während der Meiji-Restauration (1868-1912) wurde Japan umfassend reformiert. Dafür suchte man Vorbilder im Ausland, die man insbesondere im aufstrebenden Preußen beziehungsweise dem Deutschen Reich fand. Denn Deutschland erlebte einen erstaunlichen Aufstieg und könnte in vielen Belangen, etwa den Naturwissenschaften und der Medizin, eine weltweite Führungsrolle einnehmen. Vor allem übernahmen die Japaner Kenntnisse in den Bereichen Recht, Wissenschaften, Medizin, Bildungswesen und Künste. So basiert Japans erste moderne Verfassung direkt auf der Preußischen Verfassung. Auch die deutsche Armee diente aufgrund ihrer zahlreichen Erfolge als Vorbild, was man noch heute an den japanischen Schuluniformen sehen kann, die auf Uniformen des deutschen Militärs der Zeit basieren.

Die guten deutsch-japanischen Beziehungen erlitten 1895 durch den Streit um die Liaotung-Halbinsel einen herben Rückschlag. Im ersten Weltkrieg standen sich die beiden Ländern sogar als Gegner gegenüber, wenngleich sich die deutsche Seite um einen Separatfrieden bemühte.

Nach Kriegsende verbesserte sich das Verhältnis schnell wieder. In den 30er-Jahren wurde die deutsch-japanische Zusammenarbeit noch weiter ausgebaut, nicht nur im positiven Sinne, wie der Anti-Kominternpakt 1936 und der Dreimächtepakt 1940 bezeugt.

Im 2. Weltkrieg waren Deutschland und Japan zwar formal Verbündete, faktisch jedoch kam es zu quasi keiner militärischen Zusammenarbeit.

Nachdem der Kapitulation und Besetzung beider Länder 1945 wurden 1951 die diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen. Wie schon Ende des 19. Jahrhunderts gelang beiden Nationen ein rascher Wiederaufstieg und auch die bilateralen Beziehungen zwischen Japan und BRD wurden intensiviert. Auch zur DDR baute Japan ab 1973 recht enge Beziehungen auf. Deutschland ist für Japan der wichtigste europäische Handelspartner und umgekehrt Japan für die Bundesrepublik der wichtigste asiatische Handelspartner nach der Volksrepublik China. Auf kultureller Ebene sind die zahlreichen Städtepartnerschaften und Deutsch-Japanischen bzw. Japanisch-Deutschen Gesellschaften zu nennen.

Die japanische Faszination für Deutschland geht also auf die historische Verwebung beider Nationen zurück, insbesondere darauf, dass Preußen bzw. das geeinte Reich besonders in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in vielerlei Hinsicht als Vorbild diente.

 

Besonders leicht zu erkennen sind die direkten deutschen Einflüsse (gesprochenes Deutsch, deutsche Namen, deutschstämmige Charaktere). Ein gutes Beispiel hierfür bietet «Neon Genesis Evangelion». Denn die Mecha-Pilotin Asuka stammt aus Deutschland, was im Laufe der Serie mehrfach deutlich wird. Zudem gibt es eine Szene, in der Sie kurz auf deutsch spricht (auch im japanischen Original).

Viele Animes enthalten vereinzelt deutsche Namen und Begriffe, darunter «Weiß Kreuz», «Kämpfer», die «Gundam» Reihe, «Heldensagen vom Kosmosinsel», «Xenosaga: The Animation», «Chrono Crusade», «Last Exile», «Black Jack», «Bleach», «Elfenlied», «Kyou Kara Maou!», «Chiccha no Yaku Tsukai Sugar», «Senjou no Valkyria: Valkyria Chronicles», «Girls und Panzer» und natürlich «Shingeki no Kyojin». Besonders häufig trifft man deutsche Namen in klassischen mittelalterlichen Fantasy Animes an, denn solche Produktionen weisen häufig ein europäisch angehauchtes Setting auf, was auch durch die deutschen, aristokratisch anmutenden Namen unterstrichen wird. Besonders Interessierten liefert diese Seite hierzu viele weitere Beispiele. Außerdem bezieht Fantasy einen Großteil seiner Faszination aus dem Fremdartigen, den fernen Welten. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass man sich in Japan diesbezüglich in Deutschland und bei dessen Mythologie umsieht. Des Weiteren muss man anmerken, dass unser Land und seine Sprache in Japan heute häufig als «cool» angesehen und daher häufig referenziert wird.

Am deutlichsten kann man den deutschen Einfluss aber an der Art und Darstellung der Magie in vielen Animes erkennen. In diesem Zusammenhang werden häufig deutsche Wörter bedient, etwa im «Fate»-Universum, «Strike the Blood» oder «Ao no Exorcist». «Mahou Shoujo Madoka Magica» geht hier sogar noch weiter, hier werden ganze Handlungselemente der deutschen Mythologie entliehen, etwa die Walpurgisnacht und auch Spuren Goethes sind erkennbar (Näheres s. hier).

 

Zu guter Letzt gibt es auch Animes, die sogar in Deutschland spielen.

HeidiEin allseits bekanntes Beispiel ist die Kindersendung «Heidi». Heidi ist ein kleines Mädchen, das ihre Eltern verloren hat und daraufhin zu ihrem Großvater, dem Almöhi, in die Berge zieht. Dort lernt sie den Geißenpeter kennen, der die Ziegen des Dorfes hütet, mit dem sie so manches Abenteuer erlebt. Nach einiger Zeit wird Heidi von ihrer Tante, bei der sie vorher lebte, wieder in die Stadt zurückgeholt. Sie soll der Tochter eines reichen Kaufmanns Gesellschaft leisten und nebenbei lernen, wie man liest und schreibt. Doch es kommt anders als erwartet. Clara sitzt im Rollstuhl und Heidi fühlt sich unwohl in der Stadt. Wie wird Heidi mit der ungewohnten Situation zurechtkommen? Was ist mit Clara im Rollstuhl? Was passiert mit ihrem Großvater? Seht es euch an.

Auch die Handlung von «Princess Tutu» ist in Deutschland angesiedelt, auch wenn das in diesem Fall vermutlich nicht ganz so klar zu erkennen ist. Die Geschichte beginnt bei einem Geschichtenerzähler namens «Drosselmeyer», welcher kurz vor der Vollendung seines letzten Buches verstarb. Seine Märchenfigur, ein Prinz, «stieg» aus dem Buch heraus und bekämpfte eine «Monsterkrähe». Der Kampf ging eine lange Zeit, bis sich der Prinz entschloss, sein Herz zu opfern, um die Krähe endgültig wegzusperren. Dieses «Opfer» sorgte dafür, dass er all seine Gefühle und sein Gedächtnis verlor. Die Welt lag wieder im Frieden, doch seine Seele wurde «stumm». Ab da dreht sich die Geschichte um die kleine Ente «Ahiru» (welches ebenfalls «Ente» übersetzt heißt). Sie sieht den Prinzen einsam und allein und beschließt, ihm zu helfen. Ahiru darf dank eines Juwels als “Mensch” leben, um dem Prinzen zu helfen. Bei jedem Wort «Quak» verwandelt sie sich aber wieder in eine Ente. Früh findet Ahiro heraus, dass sie ebenfalls eine Märchenfigur namens «Prinzessin Tutu» ist und eigentlich keine Bindung zum Prinzen hatte. Sein Herz ist seit seinem Opfer in viele Teile zersprungen und in eins der Gegenstände oder Menschen «hineingesprungen». Jeder dieser Menschen «erlebt» nun ein bestimmtes Gefühl. Ahiru begegnet nach und nach allen, um den Prinzen Mytho wieder seine Herzteile zurückzugeben. Doch dieser Weg ist steinig und mit all ihren Emotionen und deren Facetten gespickt. Als dann auch noch die «Krähe» auftaucht, muss Tutu hart kämpfen, um ihren Prinzen wieder glücklich zu machen. Aber braucht er dafür wirklich ihre Liebe?

Der 24-teilige Anime «Blassreiter» spielt ebenfalls in unseren Gefilden, allerdings in einer Sci-Fi Version, die mit dem heutigen Deutschland recht wenig gemein hat. In der nahen Zukunft treten in einer deutschen Stadt eine Reihe von mysteriösen Zwischenfällen auf. Tote Körper stehen wieder auf und verwandeln sich in groteske Monster, die Menschen angreifen. Die Einwohner bekommen Panik und schieben die Schuld auf Teufel. Zur gleichen Zeit tauchen lebende Leute auf, die sich ebenfalls in Monster verwandeln können. Sie werden beschuldigt Teufel zu sein, aber sie können ihre Kräfte bei vollen Bewusstsein benutzen. Manche benutzen ihre Power für Gerechtigkeit, manche um ihre Ziele zu erreichen und manche um sich zu rächen. Was auch immer ihre Wünsche sein mögen, ihnen wurde ein hartes Schicksal auferlegt. Ein großes «battle-royal» zwischen diesen Leuten, die zu Teufeln wurden, bei dem sie ihr Leben aufs Spiel setzen. Sie benutzen ihre Kräfte, um zu überleben und ihre Ziele zu erreichen. Jedoch während sie fortfahren ihre Kräfte zu benutzen, frisst sich die Power in ihren Verstand und schließlich…

Master KeatonIn «Master Keaton» von Naoki Urasawa ist der Protagonist in halb Europa unterwegs und da darf natürlich auch Deutschland nicht fehlen. Darum geht es im episodischen Krimi: Taichi Keaton ist ein Alleskönner. Ein ehemaliger Professor, ein Konfliktveteran und ein SAS-Agent. Keatons nützliche Fähigkeiten erlauben ein höchstmögliches Einsatzgebiet an gefährlichen Missionen. Ob als Detektiv, Archäologe oder Überlebenskünstler: Keaton richtet sein Leben ganz nach den Klienten aus und reist um die Welt. In zahlreichen Episoden ist er mal in Griechenland, um eine Dame in Bedrängnis zu retten, Terroristen in Deutschland aufzuspüren oder eine Alleinerbin quer durch Europa zu eskortieren.

Das eigentliche Meisterwerk von Naoki Urasawa ist aber der Thriller «Monster». Die spannende Serie spielt vor allem in Deutschland, zeitweise auch in Tschechien und erzählt die Geschichte des japanischstämmigen Neurochirurgen Dr. Kendo Tenma, der in Düsseldorf arbeitet. Eigentlich ist es der perfekte Job für einen Arzt wie ihn, wenn es da nicht seine Vorgesetzen gäbe. Mehrfach muss er einflussreiche Patienten bei der medizinischen Versorgung vorziehen. Eines Tages werden zwei Geschwister in die Klinik eingeliefert, die am Schauplatz eines Verbrechens aufgefunden wurden. Der Junge, Johann, schwebt in Lebensgefahr, doch Tenma soll stattdessen einen bekannten Politiker operieren. Er widersetzt sich den Anweisungen seines Oberarztes und operiert das Kind. Ein verhängnisvoller Fehler, den er später bereuen wird, denn Johann ist kein normaler Junge. Kurze Zeit später werden Tenmas Vorgesetzte ermordet und die Kinder, Johann und Anna, sind spurlos verschwunden. «Monster» zeichnet ein sehr detailliertes und realistisches Bild von Deutschland, das in der Animewelt bis heute seines Gleichen sucht.

 

Quellen: aniSearch, hasshin.blogsport.de, de.emp-japan.jo.jp, planet-wissen.de, wikipedia.org, eyeforaneyepiece.wordpress.com