Der Action-Streifen «Lupin III. vs. Detektiv Conan: The Movie» lief im Rahmen der KAZÉ Anime Nights am Dienstag, den 27.08.2019, in ausgewählten Kinos in Deutschland und Österreich. Wir haben uns den Film natürlich angesehen und verraten euch in diesem Artikel, ob er uns überzeugen konnte!

Darum geht es im Film:

Alle Vorbereitungen sind getroffen, um Kaitô Kid an seinem nächsten großen Raub zu hindern. Doch Conan, der den Dieb ebenfalls verfolgt, merkt schnell: Hinter der Verkleidung steckt kein Geringerer als Lupin III. Als Nächstes hat er es offensichtlich auf den Cherry Sapphire abgesehen – und führt die Polizei mal wieder spielend an der Nase herum. Währenddessen rätselt Conan aber bereits, was der Meisterdieb tatsächlich im Schilde führt. Denn als er zusammen mit Kogorô, Ran und Sonoko den italienischen Popsänger und Mädchenschwarm Emilio besucht, stellt er überrascht fest, dass Lupins Komplize Daisuke Jigen als dessen Leibwächter arbeitet. Wo jedoch liegt die Verbindung zu dem Edelstein? Und wer steckt hinter dem Drohbrief an Emilio, in dem er aufgefordert wird, sein großes Live-Konzert unbedingt abzusagen?

Unsere Meinung:

Der schlurfende Kogoro

Da ich zuvor noch nie einen «Lupin III.»-Film gesehen hatte und somit nichts über das Franchise wusste, war ich als großer «Detektiv Conan»-Fan bereits im Voraus gespannt, wie viel ich vom Film verstehen würde. Nach dem Ansehen des Movies muss ich nun sagen, dass ich mehr als positiv überrascht wurde.

Zunächst gab es relativ am Anfang des Films – wie bereits von den normalen «Conan»-Movies gewohnt – eine Schnelleinführung in beide Serien. Diese half mir, die Charaktere des «Lupin»-Franchises einordnen zu können und beseitigte somit größtenteils mögliche Verständnisprobleme. Daher ist der Film auch für Zuschauer geeignet, welche wie ich nur eine der beiden Serien kennen.

Bevor ich den Film sah, dachte ich, dass es wieder der übliche 08/15-Action-Plot wie bereits bei so vielen «Detektiv Conan»-Movies wird. Während dies zwar gewissermaßen wieder zutraf, offenbarte der Film jedoch eine mir vorher nicht bekannte Stärke: Den Humor. In keiner Sekunde nahm sich der Streifen wirklich selbst ernst und hinter jeder Ecke lauerte ein Gag, der das gesamte Kino zum Lachen brachte. Damit fügte sich die absurde Action auch gut in das Gesamtbild ein. Selbst die Charaktere des «Detektiv Conan»-Universums ließen ihre verrückte Seite raushängen, was für viele Lacher sorgte. Insgesamt fühlte man sich während den gesamten 107 Minuten Laufzeit gut unterhalten.

Auch die ausgezeichnete deutsche Synchronisation unterstützte dieses Gefühl. Sie entstand unter der Dialogregie von Karin Lehmann in den Oxygen Sound Studios aus Berlin. Neben den altbekannten «Detektiv Conan»-Sprechern, welche dieses Mal auch mit Julia Meynen als Ayumi wieder alle mit von der Partie waren, konnte Frau Lehmann auch fast den gesamten «Lupin»-Cast aus dem Jahr 2001 wiedergewinnen. Einzige Ausnahme ist Ghadah Al-Akel, welche mit Sarah Riedel jedoch einen würdigen Ersatz bekommen hat. Peter Flechtner auf Lupin III. ist ein wahrer Ohrenschmaus und verkörpert den draufgängerischen Dieb perfekt. Auch die Gags sitzen im Deutschen alle perfekt. Einzig bei dem Charakter Jodie Starling hat man sich einen Patzer erlaubt, da diese einen amerikanischen Akzent spricht, welchen sie eigentlich bereits zu diesem Zeitpunkt abgelegt hat. Dies ist in meinen Augen jedoch nicht weiter schlimm.

Insgesamt ist «Lupin III. vs. Detektiv Conan: The Movie» ein Gag-Feuerwerk der Extraklasse. Nach der Disc-Veröffentlichung am 7. November werde ich mir diesen Film sicherlich noch häufiger ansehen. Da der Movie auf den Geschehnissen eines vorangegangenen TV-Specials aufbaut, bleibt zu hoffen, dass es dieses ebenfalls nach Deutschland schafft.

 

Koro-sensei

Ein Crossover zwischen Meisterdetektiv Conan und Meisterdieb Lupin III klingt zunächst vielleicht etwas fremd, doch die Kombination hat mich definitiv begeistert. Der Film an sich stellt beide Charaktere am Anfang kurz vor, bevor sich Lupin seinem Diebstahl widmet. Die Tricks von ihm sind innovativ und passen sehr gut in das Conan-Universum. Die anschließende Verfolgungsjagd erinnerte ein wenig an Kaito Kids Diebställe und war sehr lustig inszeniert. Auch die vielen verschiedenen  Charaktereaus dem Conan Universum waren mit dabei und das war für Fans definitiv ein Highlight. Nicht zu vergessen ist natürlich die deutsche Synchro, die einfach grandios ist. Fast alle Sprecher von Lupin III sind außerdem im Film dabei gewesen. Durch den Humor, der definitiv übertrieben, aber genial war und durch Action, die sich besonders gegen Ende auch etwas von der normalen Detektiv Conan Filmreihe abhebt, hat der Film mich in den Bann gerissen. Dennoch gibt es einige Dinge im Film, die auf dem im Jahr 2009 erschienenen TV-Special basieren und die man nicht versteht, da das Special noch nicht in Deutschland erschienen ist. Ich hoffe, wir bekommen auch dieses bald zu sehen.

 

Phônix

Auch ich hatte bislang noch keine Vorkenntnisse aus dem «Lupin III.»-Universum. Glücklicherweise waren diese auch nicht zwangsweise nötig, um dem Film folgen zu können. Das Crossover vereint das beste aus beiden Franchises und da beide Serien thematisch zumindest ähnlich angesiedelt sind, macht solch eine Kombination auch durchaus Sinn.

Ich selbst konnte allerdings mit den «Lupin III.»-Charakteren nur wenig anfangen und war deshalb von dem Film nicht so richtig begeistert. Mir selbst hat die Kombination nicht gefallen, auch wenn es Fans beider Franchises durchaus auch anders sehen können.

Positiv zu erwähnen ist, dass es etwas Abwechslung in die Reihe der «Detektiv Conan»-Movies gebracht hat. Der Film läuft nämlich nicht nach dem typisches Schema ab und hat einige Neuerungen parat.

Die Synchronisation war über alle Distanzen hinweg sehr stark und konnte somit nicht nur in der Leistung und Abmischung überzeugen, sondern auch die bekannten Sprecher beides Franchises vereinen.

Persönliche Wertung: 6/10

 

Wir bedanken uns bei KAZÉ für die Bereitstellung der Gästelistenplätze.