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Angezockt: Petit Planet – HoYoverses friedliche Planeten-Simulation

Zwischen all dem Trubel, den gewaltigen Messeständen und den actiongeladenen Neuheiten auf der gamescom 2026 sticht ein Titel ganz besonders hervor: Petit Planet. Was wir davon halten gibt es Nachfolgend.

HoYoverse schlägt mit dieser Cozy-Life-Simulation einen völlig neuen Ton an. Statt rasanter Kämpfe oder komplexer Kombos lädt das Spiel dazu ein, tief durchzuatmen und Schritt für Schritt ein eigenes kleines Zuhause im Weltall zu erschaffen. Wir hatten vor Ort die Gelegenheit, die Anspielversion selbst auszuprobieren.

Der Einstieg: Ein eigener Charakter ohne viel Schnickschnack

Bevor die eigentliche Reise losgeht, startet die Session mit einem Abstecher in die Charaktererstellung. Neben der Namenswahl lassen sich die grundlegenden optischen Merkmale der Spielfigur festlegen. Wer an dieser Stelle die mächtigen Editor-Werkzeuge eines traditionellen Rollenspiels erwartet, wird feststellen, dass die Optionen eher kompakt gehalten sind. Das bricht dem Titel jedoch keinen Zacken aus der Krone: Für eine entspannte Lebenssimulation reicht die gebotene Auswahl völlig aus, um eine sympathische Figur für den eigenen Planeten zu kreieren.

Vom einsamen Himmelskörper zum belebten Zuhause

Als sogenannter Planet Tender schlüpft man in die Rolle einer helfenden Hand, die einem anfangs recht kargen Himmelskörper neues Leben einhauchen soll. Alleine ist man dabei keineswegs: Bereits in den ersten Minuten trifft man auf die ersten Bewohner, die als Guides durch die Anfangsphase fungieren. Das Tutorial präsentiert sich nicht als starre Anleitung, sondern fühlt sich wie ein entspannter Spaziergang durch die neue Umgebung an. Die ersten spielerischen Schritte gestalten sich wie folgt:

  • Quests abarbeiten: Eine Reihe aufeinander aufbauender Einsteiger-Missions führt organisch an die Spielmechaniken heran. Ressourcen sammeln: Holz, Steine und Naturmaterialien werden in der Umgebung aufgespürt und abgebaut.
  • Werkzeuge & Werkeln: Mithilfe gesammelter Materialien werden erste Werkzeuge gefertigt. Anschließend wird gezimmert, genagelt und aufgebaut – von einfachen Möbeln bis hin zu dekorativen Objekten.
  • Alltagsaktivitäten nachgehen: Klassische Cozy-Game-Elemente wie Pflanzen, Ernten, Kochen und Angeln fügen sich nahtlos in den Ablauf ein.

Nachbarn mit Persönlichkeit & Abenteuer im Starsea

Mit fortschreitender Spieldauer verändert sich das Erscheinungsbild des eigenen Planeten spürbar. Neben neuen Bauwerken und Dekorationen ziehen nach und nach weitere Charaktere ein. Diese sogenannten Neighbors dienen nicht bloß als Kulisse: Über Gespräche, Gefallen und gemeinsame Unternehmungen schaltet man neue Geschichten frei und lernt die Persönlichkeiten der Bewohner besser kennen. Wer Abwechslung von der eigenen Scholle sucht, reist hinaus in die sogenannte Starsea. Dieses erweiterte Areal beherbergt Nachbarinseln und unterschiedliche Landschaften, die zum Erkunden und Entdecken einladen.

Fazit & Ausblick

Petit Planet legt den Fokus ganz bewusst auf entschleunigtes Gameplay. Das Spiel setzt keinen zeitlichen Druck auf und überfordert nicht mit komplexen Anforderungen. Uns hat die Grundidee hinter dem Spiel ausgesprochen gut gefallen: Der Ansatz, ein ganz entschleunigtes, eigenes Reich im Weltall zu gestalten, geht voll auf. Ein persönliches Highlight unserer Session war definitiv das Angeln – das hat richtig Laune gemacht und fügt sich hervorragend in den gemütlichen Spielfluss ein.
Offen bleibt vorerst, ob die Langzeitmotivation über die ersten Spielstunden hinaus trägt und wie viel spielerische Tiefe das fertige Produkt bieten wird. Der erste Eindruck auf der gamescom vermittelt jedoch ein sehr stimmiges Gesamtbild für Fans von entspannten Aufbau- und Lebenssimulationen.

Das Spiel soll voraussichtlich im Winter 2026 für PC, iOS und Android auf den Markt kommen.