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Angezockt: «Honkai: Nexus Anima» auf der gamescom 2026

Mit «Honkai: Nexus Anima» wagt sich HoYoverse in das Genre der Monster-Taming-Spiele. Auf der gamescom 2026 konnte ich das kommende Spiel selbst ausprobieren und einen ersten Eindruck vom Kampfsystem, den Anima und der Spielwelt gewinnen.

HoYoverse ist vor allem für Spiele wie «Genshin Impact», «Honkai: Star Rail» und «Zenless Zone Zero» bekannt. Mit «Honkai: Nexus Anima» geht das Studio allerdings einen etwas anderen Weg. Zwar bleibt der typische Anime-Look erhalten, spielerisch setzt das neue Abenteuer jedoch deutlich stärker auf Strategie.

Anima statt Pokémon

Das Grundprinzip dürfte Fans von Monster-Taming-Spielen bekannt vorkommen: In «Honkai: Nexus Anima» könnt ihr die namensgebenden Anima sammeln und für eure eigenen Teams einsetzen. Die Kreaturen verfügen über unterschiedliche Eigenschaften, Fähigkeiten und Rollen und können euch nicht nur in Kämpfen unterstützen, sondern auch bei der Erkundung der Welt helfen.

Genau diesen Aspekt konnte ich während meiner Anzocksession bereits ausprobieren. Die Anima lassen sich sammeln und anschließend für das eigene Team zusammenstellen. Dabei geht es allerdings nicht einfach darum, möglichst starke Kreaturen zu besitzen. Viel wichtiger ist die Frage, wie die einzelnen Anima miteinander funktionieren.

Taktik auf dem Spielfeld

Das Kampfsystem setzt auf ein taktisches Hexagon-Raster, auf dem die eigenen Anima positioniert werden. Je nach Eigenschaften und Rolle der Kreaturen kann die Platzierung entscheidend dafür sein, wie gut das eigene Team funktioniert. Die Kämpfe selbst laufen anschließend weitgehend automatisch ab. Die eigentliche strategische Arbeit findet also bereits vor dem Start des Gefechts statt: Welche Anima nehme ich mit? Wo positioniere ich sie? Welche Kombinationen funktionieren besonders gut?Damit erinnert das System eher an einen Auto-Battler als an die klassischen Echtzeitkämpfe, die man aus «Genshin Impact» oder «Zenless Zone Zero» kennt.

Mir persönlich hat dieser Ansatz ziemlich gut gefallen. Gerade weil die Kämpfe nicht einfach nur daraus bestehen, mit seinen Figuren möglichst schnell auf einen Gegner einzuschlagen, entsteht eine andere Form von taktischer Tiefe.

Das eigene Team wird ordentlich angepasst

Ein weiterer Punkt, der mir während der Anzocksession gefallen hat, sind die zahlreichen Möglichkeiten, das eigene Team anzupassen und für die kommenden Kämpfe vorzubereiten. Die verschiedenen Eigenschaften und Rollen der Anima müssen aufeinander abgestimmt werden. Dazu kommen weitere Möglichkeiten, die eigene Aufstellung zu optimieren. Wer sich etwas genauer mit den Systemen beschäftigt, dürfte hier einiges an Raum zum Experimentieren bekommen.

Animaster greifen ebenfalls ein

Neben den Anima spielen auch die menschlichen Charaktere eine wichtige Rolle. Sie werden im Spiel als Animaster bezeichnet und können das eigene Team zusätzlich unterstützen. Bis zu drei Animaster können ausgewählt werden, wobei diese über eigene Spezialfähigkeiten verfügen. Auch während meiner Anzocksession konnte ich diese Fähigkeiten einsetzen. Dadurch wird die Vorbereitung des eigenen Teams noch einmal wichtiger, da nicht nur die Anima selbst, sondern auch die gewählten Animaster berücksichtigt werden müssen. Die Spezialfähigkeiten der Animaster können spielentscheidend sein. So gibt es beispielsweise eine Animaster, die die Gegner an Ort und stelle einfriert und für kurze Zeit bewegungsunfähig macht. Das gibt Zeit, um die Gegner ordentlich Schaden zuzufügen.

Wunderschöne Spielwelt

Abseits der Kämpfe konnte ich zudem einen kleinen Teil der Spielwelt erkunden. «Honkai: Nexus Anima» spielt unter anderem in der Stadt Iia, in der Menschen und Anima zusammenleben. Die Stadt ist wirklich schön gebaut und es macht Spaß, sie zu erkunden. Man findet nicht nur unterschiedliche NPCs und Anima, sondern hier und da einige Schatztruhen und andere Geheimnisse. Es lohnt sich also die Welt zu erkunden.

Die Anima stehen übrigens auch nicht nur für die Kämpfe da. Einige können auch als Reittiere genutzt werden und ermöglichen dadurch beispielsweise eine andere Fortbewegung durch die Welt. In meiner Anzocksession konnte ich selbst mit einer meiner Kreaturen durch die Spielwelt fliegen. Das macht die Anima dadurch mehr zu tatsächlichen Begleitern als zu reinen Kampfgefährten. Auch andere Anima können bei der Erkundung unterschiedliche Fähigkeiten einsetzen.

Positiver Ersteindruck

Mein erster Eindruck von «Honkai: Nexus Anima» fällt positiv aus. Vor allem das Kampfsystem hat mich neugierig gemacht. Wer bei HoYoverse automatisch an schnelle Echtzeitkämpfe denkt, dürfte zunächst überrascht sein. Dieses Spiel verfolgt einen wesentlich strategischeren Ansatz und verlangt von euch, bereits vor dem eigentlichen Kampf die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und genau das gefällt mir persönlich ziemlich gut. Während andere HoYoverse-Spiele stark auf actionreiche Kämpfe setzen, steht hier deutlich mehr die Zusammenstellung und Optimierung des eigenen Teams im Mittelpunkt.

Natürlich muss sich erst noch zeigen, wie viel Tiefe das System im fertigen Spiel tatsächlich bietet. Gerade bei einem Auto-Battler hängt viel davon ab, wie abwechslungsreich die Anima, ihre Fähigkeiten und die möglichen Kombinationen am Ende ausfallen. Nach meiner ersten Anzocksession bin ich aber definitiv gespannt auf das fertige Spiel.