Interview mit Dirk Meyer / Lysop

Interview mit Dirk Meyer / Lysop

 Dieses Interview wird dir präsentiert von TELE 5 - 'One Piece', Mo-Fr um 16.05 Uhr.

Interview mit Dirk Meyer (Sprecher von Lysop)

Was ist das Besondere an Lysop?

Die Rolle an sich. Lysop ist wandlungsfähig: manchmal Angsthase, manchmal überzeichnet. Sein Charakter ist sehr chargiert, hat viele Stimmfarben und -lagen. Er gibt schon viele seltsame Laute von sich. Das ist manchmal anstrengend. Daher geht nur ein gewisses Pensum täglich, ca. ein halber Tag. Anime zu synchronisieren ist oft schwerer als Realfilm, obwohl man nicht so lippensynchron arbeiten muss. Die Schreierei geht schon arg auf die Stimme.

Hat sich Ihr Verhältnis zur Figur im Lauf der Zeit
geändert? Ist Lysop für Sie eine Lieblingsrolle?

Da ich Lysop schon so lange spreche habe ich natürlich einen besseren Bezug zur Rolle als bei einmaligen Produktionen. Ich kenne ihn, ich weiß wie er reagiert. Ich muss auch oft über ihn lachen, er ist ja ein lustiges Kerlchen. Manchmal sehe ich mir auch eine Folge an, um zu sehen, was wir da für Arbeit abliefern.

Gibt es besondere Erlebnisse mit Fans?

Ich war mal auf der Animuc. Das fand ich schon interessant. Generell mache ich aber einfach meinen Job und gehe nicht unbedingt auf die Wünsche der Fans ein. Wenn die Leute glauben, ich mache meinen Job schlecht, dann ist das ihre Meinung und gut so. Aber mich beeinflusst das nicht.

Was halten Sie von den "Zensuren"?

Das kann ich nicht beurteilen. Wir erfahren im Studio ja nicht, was gekürzt wird. Da ich die Serie nicht konsequent verfolge, kann ich auch nicht sagen, ob die Zensuren sinnvoll sind. Aber generell finde ich, dass ‚One Piece‘ keine Kindersendung ist. Daher wäre ein anderer Sendeplatz besser. Dann wären Zensuren auch nicht notwendig.

Wurden Sie schon mal an Ihrer Stimme erkannt?

Das ist mir nur einmal passiert. Eine Kassiererin an der Kasse fragte mich mal, ob es sein könne, dass sie meine Stimme kenne. Da war ich so perplex, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich geantwortet habe. Ich habe einfach mein Zeug gepackt und bin verschwunden. (lacht)


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